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Zinsland

Kein Geld von der Sensus (Un)Vermögen

Forderungen gegen Zensus Vermögen wachsen weiter an

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Schwere Zeiten für das Management von Zinsland: Moritz Eversmann, Stefan Wiskemann und Geschäftsführer Carl von Stechow

Der Crowdinvestor Zinsland hat zugesagte Zahlungen in Millionenhöhe von der Sensus-Gruppe bis Ende Juli nicht erhalten. Sensus Vermögen und die Unternehmen der Gruppe können offenbar nicht zahlen. Bis Ende Juli hätten die Sensus-Bosse Gerhard Schaller und Markus Fürst „rund 8 Millionen“ Euro an Zinsland und das Mutterunternehmen Civum GmbH zahlen müssen. Tatsächlich, so wurde :gerlachreport berichtet, „ist kein Euro geflossen. Sensus kann nicht zahlen“.

Damit verschlimmert sich die Situation bei dem Crowdinvestor weiter. Bereits vor Tagen hatte :gerlachreport berichtet, dass 2.600 Investoren um mehr als 20 Millionen Euro bangen. Die Zahlungen der Sensus Vermögen hätten bei der Plattform www.zinsland.de, die von dem Unternehmen Civum GmbH in Hamburg betrieben wird, „eine große Erleichterung gebracht“.

Seit Monaten hatte der :gerlachreport nicht nur über die wirtschaftlichen Probleme und Schwierigkeiten der Sensus-Unternehmensgruppe berichtet. Auch über die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen die Sensus-Bosse Gerhard Schaller und Markus Fürst wegen gewerbsmässigem Betrug, Untreue und Unterschlagung geben kaum Aussicht auf Hoffnung, dass mit einer wirtschaftlich tragfähigen Lösung noch zu rechnen ist. Schaller und Fürst drohen mindestens fünf Jahre Gefängnis. Die Weigerung der Zahlung dürfte ihre Situation noch erheblich negativ beeinflussen.

Zinsland hatte in gutem Glauben Anlegergelder in die Projekte der Sensus-Gruppe und die Unternehmen Nordkap Wohnbau und D.E.S. Immobilien über Crowdfunding investiert. Civum GmbH, Betreiber der Crowdfunding-Plattform, hatte zudem Anlegergelder in der inzwischen finanziell schwer angeschlagenen Sensus-Vermögen investiert. Die Rede ist von acht Millionen Euro, die Gerhard Schaller und Markus Fürst bei riskanten Devisengeschäften „verzockt“ haben sollen. 

Mit der jetzt ausgebliebenen Zahlung kommt der Crowdinvestor offenbar selbst in große finanzielle Probleme. Zinsland steht im Verdacht der „Schluderei“ und „Unprofessionalität“. So wurden Anlegergelder wohl nicht nur bei der Sensus-Gruppe falsch angelegt. Die Vorwürfe reichen von „mangelnder Kontrolle“, „Falschinformationen gegenüber Anlegern“, „falsche Bilanzprüfungen“ und „Missmanagement“. Das Unternehmen hat bis heute nach eigenem Bekunden 28 Projekte begleitet. 20,447 Millionen Euro wurde von 2.677 Investoren eingerammt. Dabei wurde ein durchschnittliches Investment in Höhe von 7.638 Euro gezeichnet.

Jetzt wurde auch bekannt, dass ein zweiter Gläubiger der Sensus Vermögen seine Forderungen in Höhe von rund 20 Millionen Euro fällig gestellt hat. Die von Gerhard Schaller und Markus Fürst angebotene „Sicherheit“ hatte sich als „nicht werthaltig“ herausgestellt. Versprochene Zahlungen konnten Schaller und Fürst nicht einhalten.

Sie haben bis heute, wie bei Zinsland, keinen Cent bezahlt.

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