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Kryptowährungen

Zentralbanken planen eigene Krypto-Lösungen

Starke Konkurrenz für Bitcoin & Co

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Im Auftrag der Europäischen Zentralbank in Frankfurt werden derzeit Lösungen für eine kontrollierte Kryptowährung unter Aufsicht der Zentralbanken entwickelt

Unter der Federführung der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt wird an einer eigenen weltweit gültigen Kryprowährung gearbeitet. Das erfuhr :gerlachreport aus dem Entwicklerteam. Damit wollen die in einer Arbeitsgemeinschaft zusammengefassten Zentralbanken dem Boom der am Markt agierenden Bitcoin & Co. eine „schlagkräftige digitale Gegenwährung“ entgegensetzen.

Bereits vor Monaten hatten die Zentralbanken vor dem Bitcoin-Boom gewarnt: „Wir können die Entwicklung nicht ignorieren“, hieß es. Und: Nach Ansicht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) müssen die weltweiten Notenbanken auf den Hype um Kryptowährungen umgehend reagieren, sonst sei die Stabilität des Finanzsystems gefährdet. Unter dieser Prämisse wurde dann eines der besten Entwicklungsteams auf die Lösung des Problems angesetzt. Mit offenbar gutem Erfolg: „Wir sind weiter als erhofft“, heißt es in Frankfurt.

Die Zentralbanken der Welt fürchten bei einem weiteren Wachstum der Kryptowährungen ein Risiko für die Stabilität der weltweiten Finanzsysteme, sagt die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Die Empfehlung der BIZ: Die Notenbanken müssen herausfinden, ob eine eigene digitale Währung emittiert werden soll und was deren Attribute sind.

Diese Entscheidung sei am dringendsten in Ländern wie Schweden, wo die Bargeldverwendung bereits so gut wie verschwunden ist. Die Zentralbanken müssen nicht nur Datenschutzfragen und Effizienzgewinne in Zahlungssystemen berücksichtigen, sondern auch wirtschaftliche, finanz- und geldpolitische Auswirkungen.

Die Analyse der BIZ kommt zu einem Zeitpunkt, in dem sich Kryprowährungen in einem ständigen Auf und Ab bewegen. JPMorgan-Chef Jamie Dimon nannte Bitcoin einen „Betrug“ und China legte den inländischen Handel von Kryptowährungen an die Leine. In der Folge brachen die Kurse ein, erholten sich aber wieder.

Da Bitcoin und andere Kryptowährungen aber immer populärer werden – mit zunehmend mobilen Zahlungssystemen und Geldzuflüssen von Investoren –, beginnen die Zentralbanken, sich mit dem Boom und der ihm zugrunde liegender Blockchain-Technologie intensiver zu beschäftigen. Clearing und Abwicklung könnten dadurch beschleunigt werden. Mark Carney, Chef der Bank von England, hat die Kryptowährungen bereits als Teil einer potenziellen „Revolution“ im Finanzwesen bezeichnet.

Ein von den BIZ-Fachleuten genannter Vorteil eines solchen „Zentralbank-Bitcoins“: Die nervenaufreibenden Preisschwankungen würden vermutlich deutlich geringer ausfallen. Laut der BIZ-Expertise ließen sich aber auch ganz handfeste Interessen der Notenbank mit einer Kryptowährung besser durchsetzen: So würde es für Anleger schwerer, wenn nicht gar unmöglich, Negativzinsen zu umgehen, wenn sie zugleich Zentralbankgeld halten würden. Solche Forderungen wurden jüngst in einem Beitrag des prominenten Ökonomen Kenneth Rogoff laut.

In Frankfurt arbeitet man unterdessen weiter. Die Zeit drängt.

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