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ACM

Windige Geschäfte in Kanada: ACM Betrugsunternehmen?

Und jetzt kommt auch noch die Steuerfahndung

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Eigentlich ist das Geschäft von ACM denkbar einfach. Wenn es sauber abgewickelt wird. Jetzt müssen die Herren das Verschwinden von Millionen erklären

Harald Heinz und Bernd Schröder sind Edelmetall-Händler. Unter dem Namen "Atlantic Canada Metals Inc." (ACM) verkaufen sie Gold, Silber, Platin. Angeblich. Recherchen von :gerlachreport aber zeigen: Alles Betrug. Die Männer haben Geld von gutgläubigen Anlegern kassiert - Edelmetalle gibt es aber nicht. Die angeblichen Lager in Kanada sind leer. Das wurde gegenüber :gerlachreport auch von der Bank berstätigt, mit dem das Unternehmen Geschäfte macht.

Das Konzept von ACM ist denkbar einfach: Der 52jährige Bernd Schröder, ehemaliger Mitarbeiter der Ärzte- und Apotheker-Bank ist derjenige, der im deutschsprachigen Raum für den Vertrieb verantwortlich zeichnet. Harald Heinz, ein Jahr jünger, wanderte 2011 nach Kanada aus und besorgt hier das angebliche Geschäft des Unternehmens, das bereits 2013 gegründet worden sein soll.

Mehr als 164.000 Euro Totalverlust - das angeblich gekaufte Silber gibt es nicht. Abgerechnet wurde auch nur die Lagerung. Nicht der Besitz.

 

Schröder nutzt dabei seine guten Kontakte aus APO-Bank-Zeiten, um wohlhabende Kunden mit dem Argument der sicheren Anlage in Edelmetalle zu ködern. Eigentlich ein gutes Geschäft. Tatsächlich haben die beiden Partner aber Millionen eingesammelt und nicht in den Kauf von Edelmetetallen gesteckt. Das ergibt sich auch Unterlagen, die :gerlachreport vorliegen. So wurden sechsstellige Beträge vereinnahmt, ohne dass es hierfür in Kanada entsprechende Geschäftsvorfälle gibt. 

Bevor auch in Kanada die Steuer zufassen konnte, wurde das Unternehmen einfach verlegt.

 

Da verwundert es auch nicht, dass trotz deutscher Bankverbindung (von Bernd Schröder) auch keine Eintragung im deutschen Handels- oder Gewerberegister vorliegt. Natürlich auch keine steuerliche Anmeldung. Die jedoch ist zwingend notwendig, wenn das Geschäft in Deutschland angebahnt und abgewickelt wird - ein Fall für die Steuerfahndung. Da werden auch die Anleger Fragen beantworten müssen.

 

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