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Autark-Pleite

Wie gefährlich wird Jörg Schneider für Stefan Kühn?

Angeblich Deal mit der Staatsanwaltschaft geplant: Schneider will Bewährung

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Autark-Verbrecher Jörg Schneider: Die Anleger finden in in der Wüste in Olpe. Aus Angst will er jetzt einen Handel mit der Staatsanwaltschaft

Olpe, In der Wüste 16: In der Autark-Villa ist alles, wie immer. Jörg Schneider kurvt mit seinem Porsche Cabrio, Kennzeichen OE JJ 8906, um die Ecke. Das Auto gehört den Autark-Anlegern. Das will der kriminelle Geschäftsführer, der nahezu alle dunklen Geheimnisse des Berufsverbrechers Stefan Kühn kennt, jedoch nicht wahrhaben. JJ steht für: Judith und Jörg - die Betrugsfamilie Schneider. Sie plant einen Deal mit der Staatsanwaltschaft.

Jörg Schneider ist der verbliebene Geschäftsführer aller Autark-GmbH-Unternehmungen in Deutschland. Alle, die zur obskuren Autark-Gruppe um Stefan Kühn gehören. Schneider, der zu jener Gruppe gescheiterter Autark-Kreaturen gehört, die sich wie die Maden im fetten Speck durch die Millionen der Autark-Anleger Frist, ist von Anfang an dabei. Und er weiß, was ihm in naher Zukunft blüht.

Jörg Schneider sorgte dafür, dass der Strafgefangene Stefan Koschate, der erst später zu Stefan Kühn wurde, als Freigänger die Autark-Betrug planen und umsetzen konnte. Es mag der Dummheit und Beschränktheit des Jörg Schneider zu verdanken sein, dass am Ende der gesamte Autark-Betrug ans Tageslicht kam - so gut waren seine Ideen dann wohl doch nicht. Ob es für einen Deal mit der Staatsanwaltschaft trotzdem reichen wird?

Für Stefan Koschate war Jörg Nikolaus Schneider der „nützliche Idiot“. Einer, der den Kopf hinhält. „Mein Lieblingsraufbold“, wie er fast schon liebevoll sagt. Doch er dürfte die Rechnung ohne den Idioten gemacht haben: Jörg Schneider, so erfuhr :gerlachreport, nutzt sein Wissen, um den Berufsverbrecher Kühn zu erpressen. „Wenn der auspackt, ist Kühn geliefert“, weiß ein Vertriebsmitarbeiter.

Die Staatsanwaltschaft Dortmund ermittelt inzwischen auch gegen Schneider. Es geht um bandenmässigen Betrug, Untreue, Geldwäsche, Steuerhinterziehung - sdchlvciht um alles, was die beiden Kanaillen Kühn und Schneider noch zu Knasterten ausbaldowert haben.

Jörg Nikolaus Schneider ist ein gescheiterter Versicherungsvertreter. Damit hat er sämtliche Kriterien, die für eine leitende Funktion in der Autark-Gruppe benötigt werden, erfüllt. Der 53jährige ist wie Kühn Sauerländer. Da steht man zueinander. Da hält man zusammen. Geht durch dick und dünn.

Als Stefan Koschate noch nicht Kühn hieß und als Freigänger aus dem Knast das „Modell Autark“ entwickelte, war Schneider der Richtige. Koschate malte eine Zukunft aus immerwährendem Reichtum, schnellen Autos und einen „anständigen Puffbesuch“.

Koschate, der Mann aus Neunkirchen und Schneider, der Mann aus Lennestadt - das waren Dick und Doof „Kompetenz“, sagt Stefan Kühn, „hat der nicht. Braucht er auch gar nicht, solange er tut, was ich ihm sage und er unterschreibt, was ich ihm vorlege.“

Jörg Nikolaus Schneider darf dann seinen Porsche fahren. Mit dem fährt er dann auch mal gerne zu säumigen Geschäftspartnern, um angeblich offene Rechnungen einzufordern. Wer nicht zahlt, wird vom kleinen Schneiderlein auch direkt bedroht. Zusammen mit einem Haufen Albaner, die ebenso hohl wie schlagkräftig sind.

Oder Jörg Schneider spielt den Geboten „Der hat alles minutiös aufgeschrieben“, weiß ein Freund, „wenn ihm der Kühn krumm kommt, legt der einfach alles auf den Tisch. Ich denke sowieso, dass Schneider einen Deal mit der Staatsanwaltschaft machen will. Nach dem Motto: Ich sage alles, wenn ich mit einer Bewährungsstrafe davon komme.“

Die Chancen stehen dafür schlecht. Jörg Schneider ist viel zu tief im Autark-Sumpf verstrickt, hat viel zu lange von den Gelder der Anleger gelebt. Und vor allem: Er ist gar nicht in der Lage, die Schäden wieder gut zu machen. Und die Informationen, die er für einen Deal anbieten will, die haben andere auch und geben diese der Staatsanwalt zum Nulltarif weiter.

Am Ende steht dann womöglich der Gang in den Knast. Aber mal ehrlich: Für jemanden, der wie Jörg Schneider die Anleger ausgenommen hat, ist das noch wie ein Erholungsheim. Anleger finden ihn täglich in Olpe. In der Wüste. Da gehört Jörg Schneider auch hin.

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