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Benedikt-Jansen

Wie die Autark-Oma den Anwalt aufs Kreuz legte

Falsche Eidesstattliche Versicherungen brachten den schalen Sieg

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Wolfgang Benedikt-Jansen (Mitte) und seine Anwalt-Crew: Verfahren verloren, auf den Kosten sitzen geblieben, von Stefan Kühn, Jens Walther und Oma Adele Raschke aufs Kreuz gelegt

Wolfgang Benedikt-Jansen hat es nicht leicht: Im Fall Autark wird er ständig an der Hecke langgezogen. Jüngster Fall: Adele Wilhelmine Raschke. Die hat ihn richtig aufs Kreuz gelegt. Ein Meisterstück echter Autark-Verarsche nach dem Geschmack des Berufsverbrechers Stefan Kühn, alias Koschate, der sich vor Lachen kaum halten konnte.

Die Geschichte geht so: Weil Stefan Kühn der Staatsanwaltschaft in Dortmund nachweisen wollte, dass er sich um die armen Autark-Anleger kümmert, wurde am 9. Januar 2018 die RAHL Geschäftsbesorgungsgesellschaft mbH gegründet. Geschäftsführerin: Adele Wilhelmine Raschke, die als Kreditbetrügerin Karriere machte und sich mit Pleiten gut auskennt - immerhin hat sie etliche hinter sich.

Oma Raschke hat nicht alle Tassen im Schrank. Das weiß auch Stefan Kühn. Deshalb hat er seine Tochter Laura Koschate der Oma ins Büro gesetzt, damit die nicht allzu viel Blödsinn macht. Oma Raschke hat wegen ihrer zahlreichen Kontakte zur Justiz und Polizei ein fundiertes Rechtswissen - zumindest wenn es um ihre Person geht.

Die RAHL sollte und wollte den Autark-Anlegern ihre Forderungen aus den Nachrangdarlehn abkaufen. Stefan Kühn hatte Oma Rasche versprochen, hierfür stünden neun Millionen Euro in einem geheimen Depot in Liechtenstein zur Verfügung. Tatsächlich hat die RAHL kaum ausreichend Geld, die laufenden Kosten zu begleichen. Stefan Kühn und Adele Rasche haben einen gigantischen Betrug geplant, der vor allem die Autark-Anleger treffen soll, die dumm genug sind, auf die dubiosen Angebote einzugehen.

Mit diesem angeblichen Aufkauf (:gerlachreport berichtete) sollten zudem die Arreste von Rechtsanwalt Wolfgang Benedikt-Jansen gegen die Autark-Gruppe aus der Welt geschafft werden.

Nötigung, Erpressung und der Hinweis auf Lauras enge Kontakte zu albanischen Schlägertrupps sollten für die Autark-Anleger eine zusätzliche Motivation sein.

Soweit, so gut. Oder auch nicht.

Die hexenähnliche Oma Adele Raschke, mit ihren 65 Jahren weder weise noch intelligent, nutzte die Adressen und Datensätze der Autark-Anleger nicht nur für ihre unmoralischen Angebote, sie startete auch eine Rufmordkampagne gegen den ungeliebten Wolfgang Benedikt-Jansen, einen erklärten Feind von Stefan Kühn.

Am 10. April 2018 erließ das Landgericht Detmold dann auch einen Beschluss (Geschäftszeichen: 02 O 79/18) gegen die RAHL und Adele Raschke, die es ihr bei Androhung eines Ordnungsgeldes in Höhe von 250.000 Euro verbot, zu behaupten:

· Wolfgang Benedikt-Jansen sei ein „Winkel-Advokat“, „beutelschneidender Winkeladvokat“ oder gar ein „Beutelschneider“

· „immer mehr Rechtsschutzversicherer warnen vor dieser Abzock-Anwaltskanzlei“

· „Weil Wolfgang Benedikt-Jansen, Michael Dort und Salih Kar besonders gerne Mandanten mit Rechtsschutzversicherung ung annehmen, prüfen die Rechtsschutzversicherer besonders aktiv“

· „Seine irrwitzigen und erfolglosen Aktionen sind inzwischen bundesweit gerichtsbekannt“

· „Dutzende Verfahren sind weder juristisch vertretbar noch erfolgversprechend“

· Die Verfahren des Wolfgang Benedikt-Jansen sind aussichtslos. Bei seinen Prozessgegnern ist nichts zu holen“

· „Denn Wolfgang Benedikt-Jansen hat in seinem Netzwerk gierige Mitesser. Eine davon: Die korrupte, investigative Redakteurin Ariane Lauenburg vom ‚Finanztest‘. Seit jähren kassiert sie für jede Empfehlung kräftig mit. Dafür publiziert sie unter dem Mantel der angeblich seriösen ‚Stiftung Warentest‘ ihren journalistischen Müll. Hauptsache die Kasse klingelt. Lauenburg hat nach Auswertung verschiedener Kontounterlagen mehr als 200.000 Euro aus den Honoraren (sic) der abgezockten Benedikt-Jansen-Mandanten erhalten“

Die Kosten des Verfahrens werden den Antragsgegnerinnen (Rasche, RAHL) auferlegt. Der Verfahrenswert wird auf 80.000 Euro festgelegt. So dürften dann mal eben Kosten in Höhe von 15.000 Euro entstanden sein.

Mit der Zustellung des Beschlusses der Einstweiligen Verfügung beginnt die Geschichte jetzt spannend zu werden: Autark-Anwalt Jens Walther, ebenfalls ein ausgewiesener Benedikt-Jansen-Gegner, hatte zusammen mit Stefan Kühn eine glänzende Idee: Der Beschluss geht ins Widerspruchsverfahren und bei der mündlichen Verhandlung soll es eine Überraschung geben.

Und die gibt es: Jens Walther hatte die Lösung. In Eidesstattlichen Versicherungen bestätigten Adele Raschke, Laura Koschate und Kühn-Intimus Jörg Schneider mit all dem nichts zu tun zu haben. Ergebnis: Das Landgericht hob die Einstweilige Verfügung wieder auf. Wolfgang Benedikt-Jansen wurde so richtig aufs breite Kreuz gelegt.

Für Adele Raschke, Laura Koschate, Jörg Schneider, Jens Walther und am Ende Stefan Kühn jedoch ein schaler Erfolg: Die RAHL von Oma Raschke wird für jede Schmutzarbeit des Berufsverbrechers Stefan Kühn benutzt. So wurden von der Oma und Laura selbstverständlich auch die Schmähbriefe und Artikel versendet. Tonbandaufzeichnungen belegen, dass Stefan Kühn und Jens Walther die Kampagne geplant, gestartet und von Adele Raschke und Tochter Laura durchführen ließen.

Man hat durch einen geschickten Prozessbetrug und falsche Eidesstattliche Versicherungen mal eben „das Glück manipuliert“. Bei den Straftaten von Adele Raschke und den anderen sind solche Dinge ja echte Lappalien. Zudem: Bei der Arbeitsweise der Staatsanwaltschaften im Fall Autark dürften diese Vorgänge dann ungestraft - als Lappalie - über die Bühne gehen.

Und an den Kernaussagen des Verfahrens ändert das ja nichts: Sie wurden gar nicht mehr verhandelt.

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