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Matthias Gröpper

Wenn die Geldgier keine Grenzen mehr kennt

Matthias Gröpper: Das Sinnbild eines unseriösen Winkeladvokaten

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Rechtsanwalt Matthias Gröpper auch mal gerne im russischen Trollsender RT: dreist, aufgeblasen, arrogant, überheblich und immer geldgeil. Jetzt ermittelt die Hamburger Staatsanwaltschaft wegen Betrugsverdacht

Warnung vor dem dubiosen Hamburger Rechtsanwalt Matthias Gröpper: In einem Massenschreiben fordert er hunderte Anleger der insolventen Konservenfabrik Zachow GmbH & Co. KG zur Zahlung auf. Es geht um seine angebliche Forderungen. Tatsächlich hat Gröpper in dem Verfahren aber gar nicht gearbeitet. Nach Recherchen des :gerlachreport können bis zu 2.000 Anleger von den illegalen Forderungen des Winkeladvokaten betroffen sein.

Matthias Gröpper, der bereits in der Vergangenheit durch kuriose Beutelschneidereien und andere Eskapaden aufgefallen ist, wurde bereits jetzt von mehr als einem Dutzend betroffenen Anlegern bei der Staatsanwaltschaft Hamburg angezeigt. Der Vorwurf: Betrug. Auch die Hamburger Anwaltskammer ist eingeschaltet. Dort ist Matthias Gröpper seit Jahren kein Unbekannter.

Mit Schreiben vom 14. Dezember 2017 an die Anleger der insolventen Konservenfabrik Zachow GmbH & Co. KG schreibt der dreiste Winkeladvokat Gröpper: „Wir wurden auf der ersten Gläubigerversammlung im Insolvenzverfahren über das Vermögen der Konservenfabrik Zachow GmbH & Co. KG als Gemeinsamer Vertreter bestellt und haben Ihre Forderung namens und Auftrags aller Konservenfabrik-Gläubiger bei Herrn Rechtsanwalt Decker als Insolvenzverwalter angemeldet.“

Und: „Herr Decker hat mittlerweile angezeigt, dass die Gesamtschuldnerin, die eigentlich für die Kosten der Forderungsanmeldung aufkommen müsste, vermögenslos ist und diese Kosten nicht ausgleichen kann. Dies vorausgeschickt müssen Sie leider die Kosten aus der bestellung des gemeinsamen Vertreters ausgleichen.

Dies vorausgeschickt bitten wir Sie, den aus der Anlage folgenden Rechnungsbetrag spätestens hier eingehend bis zum 22.12.2017 auszugleichen. Sonst müssten wir zur Hemmung der Verjährung ein Mahnverfahren einleiten, aus dem zusätzliche Kosten folgen. Wirt sind einzugsbevollmächtigt.“

Nach Recherchen des :gerlachreports dürften sich, wenn tatsächlich die Rechnungen bezahlt würden, auf dem Konto des dreisten, geldgeilen Rechtsanwalts weit mehr als 650.000 Euro anhäufen. Illegal. Denn dem dubiosen, unseriösen Anlegerschutzanwalt stehen die Gelder in dieser Höhe gar nicht zu.

Und: Kein betroffener Anleger hat den Hamburger mit dem kuriosen Geschäftsgebaren tatsächlich beauftragt. Bis zum heutigen Tag hat Gröpper gegenüber keinem Anleger auch nur ein Schreiben, oder gar Tätigkeitsnachweis geliefert. Das wohl auch, weil er für den einzelnen Anleger gar nicht tätig geworden ist. Das wäre für ihn nicht neu. :gerlachreport hatte bereits in der Vergangenheit über die seltsamen Abrechnungen und Beutelschneidereien des Matthias Gröpper berichtet.

Mit Schreiben vom 17. Mai 2011, also vor mehr als siebeneinhalb Jahren, hatte der Insolvenzverwalter Dirk Decker die Anleger über die Pleite der Konservenfabrik informiert. Das war auch das letzte Mal, dass die Anleger überhaupt von dem Verfahren gehört haben. Bis heute auch vom Hamburger Winkeladvokaten keine Nachricht. Der Brief des windigen Rechtsverdrehers aus Hamburg sorgt deshalb auch für Empörung und mündete direkt in Betrugsanzeigen ein.

Kurios: Nach Auskunft des Insolvenzverwalters ist das Insolvenzverfahren noch gar nicht abgeschlossen. Und tatsächlich gibt es für die Anleger auch eine kleine Quote. Aus dieser würde sich dann wohl, wenn überhaupt, ein Zahlungsanspruch begründen.

Da hat sich die Rechts-Kanaille Gröpper wohl zum Jahresabschluss gedacht, schnell noch einmal Kasse zu machen. Er hat wohl einkalkuliert, dass Menschen vergeßlich sind. Und dabei hat er völlig vergessen, dass viele besonders hellhörig werden, wenn es um seine Person geht - immerhin genießt Matthias Gröpper einen mehr als zweifelhaften Ruf als professioneller Abzocker.

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