Diese Seite verwendet Cookies.

Mehr erfahren

4yourcar

Warum Sind Sie ein Betrüger, Carsten Reimers?

Die Opfer sind alle, die eine schlechte Wirtschaftsauskunft haben

Zurück

Werbung, die viel verspricht und nichts hält: Carsten Reimers ist ein Leasing-Betrüger

Der Pinneberger Carsten Reimers und sein dubioses Unternehmen „4yourcar“ sind der Alptraum deutscher Leasingsuchender und Autohäuser - Reimers ist ein „gewerbsmässiger Betrüger“, glaubt man den Strafanzeigen, die gegen den 52jährigen vorliegen. Regelmässig flattern beim :gerlachreport die Berichte und Beschwerden über den Leasingexperten, der angeblich seit 1990 im Geschäft ist, auf die Redaktionstische. Sein dubioses Fantasieunternehmen gibt es bei erst seit zwei Jahren. Reimers geht bei seinen Betrügereien ebenso frech wie kaltblütig vor: Seine Angebote richten sich an Privatkunden und Unternehmen, die durch wirtschaftliche Probleme ein schlechtes Kreditrating haben. Und die nimmt er gnadenlos aus.

Er wirbt mit der Verlockung: „Autoleasing trotz negativer oder schwieriger Schufa

Und: „Prüfen Sie uns! Einzelfallentscheidung, statt Score- oder Ranking Methode. Bedingung dafür ist, dass Sie uns Ihre berufliche und finanzielle Situation vollständig darstellen. Unser Angebot gilt für alle: Privatpersonen, Selbstständige, Gewerbetreibende oder Gesellschaften (GmbH, Limited, KG, OHG, GbR, UG usw.). Ihr Wunschfahrzeug darf ein Neuwagen oder ein Gebrauchtwagen sein, dabei spielt das Baujahr und die gefahrenen Kilometer keine Rolle. Holen Sie sich zuerst unsere kostenlose Zusage bzw. Angebot und suchen Sie sich dann in aller Ruhe ein Fahrzeug Ihrer Wahl aus. Für Ihre Anfrage reicht zunächst ein circa Kaufpreis bzw. Ihre Wunschrate.

Schnell fallen die Antragsteller auf den Betrüger und seine vermeintliche Heilsbringung herein: So verlangt er vorab eine „Leasingsonderzahlung“, täuscht dann die entsprechenden vertraglichen Regelungen und Zusagen vor. Doch seine „Kunden“ bekommen ihr Fahrzeug nie. Dafür sind die Anzahlungen weg. Hierfür benutzt er rechtliche Grauzonen und sein Kleingedrucktes. Oder er übt massiven Druck mit Drohungen aus. Angeblich sind die Angaben der Antragsteller nicht wahrheitsgetreu, dann sind Fristen verstrichen, Kosten entstanden, die verrechnet werden. Tatsache ist, dass Reimers gar kein Geld hat, um Leasinggeschäfte abzubilden. Und die Kunden sind ihre Anzahlungen los.

:gerlachreport hat rund ein Dutzend Fälle recherchiert. Mit Betroffenen und Autohäusern gesprochen. Carsten Reimers ist sogar so dreist, dass er im Namen der Antragsteller bei den Autohäusern anruft und die Bestellungen und Finanzierungen telefonisch bestätigt, um die Betrogenen ruhig zu stellen. Nur das Geld kommt nie an. Die Fahrzeuge werden nicht ausgeliefert. :gerlachreport konnte kein Leasinggeschäft ermitteln, das erfolgreich abgeschlossen wurde.

Bei der Pinneberger Polizei und der zuständigen Staatsanwaltschaft ist Carsten Reimers „kein Unbekannter“. :gerlachreport erfuhr, dass gegen den Betrüger zahlreiche Verfahren anhängig sind. Eine Anklage „wegen gewerbsmässigem Betrug“ ist „ausformuliert“.

Doch ständig kommen neue Fälle dazu. Und das, obwohl die Dunkelziffer hoch ist: Viele Antragsteller schämen sich, dass sie auf den Betrüger hereingefallen sind. Zudem denken sie, dass das geplatzte Geschäft ihr Kredit-Rating noch weiter in den Keller reißt. Das ist natürlich eine Erfindung des obskuren „Leasing-Papstes“.

:gerlachreport hat bei Carsten Reimers angerufen. Wir wollten es genau wissen. Reimers war unter der Telefonnummer seiner Internetseite direkt persönlich dran. Wir fragten: „Warum sind Sie ein Betrüger, Herr Reimers“. Es dauerte einen Moment, bis er die Frage entweder richtig verstanden hatte oder ihm klar wurde, was wir wollten. Dann kam seine Antwort: „Stellen Sie die Frage bitte schriftlich.“ Schließlich legte er in seinem Pinneberger Büro im Rotbuchenkamp 77 den Hörer auf.

Vielleicht denkt er, dass er bei einer schriftlichen Anfrage eine gute Antwort findet. Sein Problem: Die gibt es nicht.

Zurück

The next big story

Haben Sie die nächste große Geschichte?

Möchten Sie diese mit dem :gerlachreport teilen?

Wir bieten Ihnen viele Möglichkeiten, sich mit unseren Journalisten in Verbindung zu setzen und Materialien zu liefern. Kein Kommunikationssystem ist völlig sicher, aber unsere Möglichkeiten werden helfen, Ihre Anonymität zu schützen.

Bitte senden Sie keine Rückmeldungen, Story-Ideen, Pitches, Leserbriefe oder Pressemitteilungen über diese Kanäle.

Für eine allgemeinere Korrespondenz nutzen Sie bitte unsere regulären E-Mail-Adressen.

Ihr sicherer Kontakt

Neben unseren regulären E-Mail-Adressen haben wir für vertrauliche Nachrichten und Mitteilungen ein Postfach eingerichtet, das über Pretty Good Privacy (PGP) verfügt und absolut sicher ist:

redaktion.dta@protonmail.com

Bitte hinterlassen Sie auf jeden Fall eine Telefonnummer. Wir rufen Sie innerhalb kürzester Zeit zurück.

E-Mails an die Redaktion oder Chefredaktions-Adresse werden durch die Sicherheitsabteilung überprüft. Es kann vorkommen, dass für die Verifizierung des Absenders ein Personennachweis angefordert wird, wenn der Verdacht einer Identitätsfälschung vorliegt oder vorliegen könnte.

Was ist ein guter Tipp?

Ein starker News-Tipp hat mehrere Komponenten.

Die Dokumentationen oder Nachweise sind wichtig.

Spekulationen können spannend sein. Verdächtigungen oder Behauptungen, die einer Überprüfung nicht standhalten, sind es nicht.

Eine guter Nachrichten-Tipp beschreibt ein klares und verständliches Problem. Die Suche nach Hilfe, weil großer Schaden oder Leid angerichtet wurden. Falsche Verdächtigungen helfen niemandem und führen nicht zu einer Veröffentlichung.

Aber lassen Sie sich nicht abschrecken. Manchmal ist ein kleiner Hinweis das fehlende Puzzlestück in einem gesamten Themenkomplex, der von uns ohnehin bearbeitet wird. Besonders wichtig: Hinterlassen Sie bitte eine Kontakt-Telefonnummer.

Gute Tipps sind:

Hier ist ein Beweis dafür, dass in einer Behörde, Organisation oder einem Verband gemauschelt, getrickst und getäuscht wird.

Hier ist der Beweis dafür, dass Anlegergelder falsch oder illegal benutzt werden.

Hier ist der Beweis, dass betrogen, unterschlagen oder veruntreut wird.

Hier ist der Beweis für Täuschung, falsche Versprechen und üble Abzocke.

Wir kontrollieren alle Nachrichten regelmäßig, können aber nicht versprechen, dass jeder Informant umgehend eine individuelle Antwort erhält.

Sämtliche Kommunikation unterliegt der strikten Vertraulichkeit.