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Unister-Prozess

Der Betrug an 87.000 Kunden

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Drei ehemalige Manager der Unister-Gruppe sind wegen bandenmässigen Computerbetrugs angeklagt

Nach dem Flugzeugabsturz des Firmengründers Thomas Wagner und der anschließenden Insolvenz des Leipziger Internetunternehmens Unister stehen die drei ehemaligen Unister-Manager Daniel Kirchhof, Holger Friedrich und Thomas Gudel als Angeklagte vor dem Landgericht Leipzig. Der Vorwurf: In 87.000 Fällen sollen Kunden betrogen worden und ein Schaden von 7,6 Millionen Euro entstanden sein. Es ist einer der größten Wirtschaftsstrafprozesse dieses Jahres. Die Vorwürfe umfassen zwei Komplexe: Zum einen eine Methode von Unister, den Kunden einen Flug zu einem bestimmten Preis zu verkaufen und anschließend nach günstigeren Preisen für diesen Flug zu suchen und zu buchen, aber den Kunden dennoch nicht den günstigeren Preis, sondern den ursprünglichen Preis zu berechnen. Der zweite Komplex der Anklage betrifft das frühere Gebaren von Unister, Reiserücktrittsversicherungen ohne Erlaubnis verkauft und dafür auch keine Versicherungssteuern gezahlt zu haben. Das Unternehmen soll mit diesem Geschäft rund 14 Millionen Euro erlöst haben. Die darauf entfallenen, hinterzogenen Versicherungssteuern sollen im Zeitraum von November 2011 bis Ende 2012 bei 1,1 Millionen Euro liegen.

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