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Autark

Thorsten Stüker: Tagesaktueller Beschiss-Zustand

Wann gibt es einen Schutz für Leser, die diesen Autark-Blödsinn verdauen müssen?

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Zumindest Thorsten Stüker hat wieder eine Beschäftigung gefunden. Bleibt die Frage, ob er mit dieser Hofberichterstattung nicht Beihilfe zum Betrug leistet

Thorsten Stüker aus Detmold kennt sich aus. Mit Pleiten, Pech und Pannen. Deshalb arbeitet er jetzt auch für den Berufsverbrecher Stefan Kühn: Stüker ist pleite und der "Chefredakteur" des Internet-Blogs: "Autark AG - Blog zur Autark Entertainment AG". Jeder Autark-Anleger, der den Grad un Zustand des tagesaktuellen Beschisses lesen möchte, ist hier gut aufgehoben.

Und fernab jeder Realität liest sich das dann auf der Internetseite autark-ag.derblog.org so:

"Nach vielen Wirren wird alles gut. So zumindest liest sich das, was die Autark Entertainment AG schreibt. Und letztlich ist dieses Unternehmen tatsächlich von allen anderen Unternehmen unabhängig. Vor allem die neu erarbeiteten Zukunftschancen können sich sehen lassen: Das Theater am Marientor wird von der Autark Entertainment AG beherrscht, laut Aussage des Vorstandsvorsitzenden Stefan Kühn ist die Gesellschaft Hauptgesellschafter der TAM Theater-Betriebsgesellschaft. Und weitere Spielstätten für den Kulturbetrieb sind “in Arbeit”. Ein weiteres Theater wurde bereits gekauft: mit diesem will die Autark-Entertainment AG einen sinnvollen und werthaltigen Weg gehen.

Das Konzept: Nutzung von Aufführungsrechten und entsprechend zusammengestellten Ensembles für mehrere Spielstätten und damit zum Einen Verbilligung der Lizenzen und zum Anderen deutlich günstigere Betriebskosten für die Aufführungen: finden diese nämlich in unterschiedlichen Theatern statt, können entsprechend Kosten für den Unterhalt und die Einstudierung des Repertoires gespart werden.

Genau dieses Konzept wird demnächst auch noch einen weiteren Kauf nach sich ziehen, ein weiteres Theater sei in Planung, so Stefan Kühn."

Kühns Kampfpostille beschäftigt sich dann auch mit Autark-staatstragenden Themen: "Arretierte Immobilien bringen den Autark-Invest-Gläubiger wohl keinen Gewinn". Thorsten Stüker, gerade in einer Privatinsolvenz, kommentiert ausgelassen: "Rechtsanwalt J. versteht sein Geschäft. Zahllose Arreste erwirkte er im Zusammenhang mit dem Aufbringen von Bargeld für seine Mandanten: allesamt Investierten sie in Nachrangdarlehn bei der Autark Invest AG. Die von Rechtsanwalt J. erwirkten Arreste auf Immobilien sind dabei am wenigsten zu verstehen." Gemeint ist Rechtsanwalt Wolfgang Benedikt-Jansen, ein lieber Gast in der Berichterstattung des :gerlachreport. Stüker nennen seinen Namen nicht. Auch, weil er kein Geld für mögliche rechtliche Auseinandersetzungen hat.

In wenigen Tagen muss Stefan Kühn eine Million Euro als erste Tranche für den Kauf des Rhein-Main-Theaters aus den Tisch legen. Geld, das er nicht hat. Stüker lässt Stefan Kühn sagen: "Gemäß Vertrag sind wir dazu verpflichtet, den Kaufpreis auf einem Anderkonto zu hinterlegen, was wir auch getan haben. Den Kaufpreis können wir derzeit noch nicht überweisen, da die Voraussetzungen dafür nicht vorliegen, daher gibt es noch keine Freigabe hierzu. Diese Freigabe können wir erteilen, wenn sowohl alle Voraussetzungen hinsichtlich der Eintragung ins Grundbuch vorliegend sind als auch die Lastenfreiheit gesichert ist. Denn auf dem Grundstück sind erhebliche Lasten eingetragen, die selbstverständlich erst durch deren Inhaber freigegeben werden müssen."

Autark-Anleger wird es freuen. Wahrscheinlich handelt es sich bei dem Anderkonto aber um das Konto des Leipziger Rechtsanwalts Jens Walther, der für dubiose Geldgeschäfte von Stefan Kühn bereit steht. Oder der Beleg ist schlicht gefälscht. Berufsverbrecher Stefan Kühn hat da gute Erfahrungen.

Besonders interessant ist der Beitrag: "Prof. Dr. Knoll erklärte den Börsengang der Autark Entertainment Group AG im Theater am Marientor". :gerlachreport hatte berichtet, dass statt der 300 Teilnehmer mal gerade 35 Personen bei Kaffee und Kaltgetränken zusammen saßen.

"Der rennomierte Rechtsanwalt, Diplom Volkswirt, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Prof. Dr. Heinz-Christian Knoll erklärte heute den neugierigen Zuhörern im Theater am Marienplatz den Börsengang der Autark Entertainment Group AG und die zeitlichen Abläufe, die sich aus rechtlichen Gründen ergeben werden. So muss, neben der Prüfung des Vorhabens der Kapitalerhöhung der Aktiengesellschaft noch der Emmissionsprospekt angefertigt und späterhin auch von der Bafin geprüft werden. Nur dann, wenn das gesamte Prozedere korrekt abgewickelt werde, so Knoll, könne man dem Börsengang sorglos entgegen sehen. Auch Informationen zu den zu erwartenden Aktienkursen wurden bekannt gegeben: der Nennwert je Aktie beträgt 1,00 Euro, der Ausgabewert wird bei 3,50 Euro liegen. Da die kaufmännischen Eckdaten von einer rennomierten externen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft wurden, steht dem Vorhaben zumindest kaufmännisch nichts mehr im Wege."

Damit nicht genug: "Auch hinsichtlich des Umtausch-Angebots der RAHL ergibt sich insofern eine neue Situation: numehr ist bekannt, wie der Kursstand bei Börsenstart sein wird. Anleger, die ihre Nachrangdarlehn in vorbörsliche Aktien umtauschen wollen, gibt es offenkundig viele. Denn es wurde auch sehr offen darüber gesprochen, was im Verfahren vor den ordentlichen Gerichten noch zu erwarten sein wird. “Immobilien mit einem Wert von rund 500.000 Euro, belastet mit ebenso hohen Grundschulden und Arresten von mehr als 10 Millionen Euro zeigen sehr deutlich, dass für den Einzelnen nicht viel übrig bleiben kann, wenn es in die Verwertung der Immobilien geht. Hinzu kommt noch die Tatsache, dass die Rangfolge zu beachten ist."

Wer bei diesem journalistischen Schwachsinn noch nicht kapituliert hat, bekommt dann die Autark-Keule: "Schlechte Aussichten für die Anleger, die nicht auf den Aktiendeal eingehen. Denn eine weitere Chance, dabei zu sein, wird es letztlich nicht geben. “Wir wollen allen Anlegern die Möglichkeit geben, ihre Nachrangdarlehn in vorbörsliche Aktien umzutauschen, weil wir der Überzeugung sind, dass so alle Beteiligten die beste Werthaltigkeit aus ihrer Investition erreichen werden”, erklärte Stefan Kühn am heutigen Abend telefonisch. Zwischen Anfang und Mitte Februar könnte es so weit sein, dass die Autark Entertainment AG ihren Börsengang wagt."

Stefan Kühn auf die Qualität der Berichterstattung angesprochen, zuckt mit den Schultern: "Hat bisher nichts gekostet, ist ein freier Journalist".

Zumindest Thorsten Stüker hat wieder eine Beschäftigung gefunden. Bleibt die Frage, ob er mit dieser Hofberichterstattung nicht Beihilfe zum Betrug leistet. Denn mit den tatsächlichen Fakten und Gegebenheiten hat sein Blog nichts zu tun. Aber mit Täuschung, Vertuschung und Irreführung. Dafür ist er aber "Proud member of The Internet Defense League".

Es wäre zu wünschen, dass es so eine Verteidigungsliga auch für Leser gibt, die einen solchen Blödsinn verdauen müssen.

Blog wieder weg: Thorsten Stüker hat die Nase voll

Nur wenige Minuten nach der Veröffentlichung des Beitrags erhielt die Redaktion folgende E-Mail:

Sie haben die Dreistigkeit besessen, mein Gesicht und meinen Namen für etwas zu missbrauchen, womit ich nichts zu tun habe. Ich hatte mich überzeugen lassen, dass alle Beteiligten die Wahrheit sagen. Nun gut, ich habe den Blog Offline gestellt, damit das letztlich zur Prüfung vorgelegt werden kann. Die betreffende Staatsanwaltschaft hatte ich im Vorfeld bereits involviert, sparen Sie sich die Mühe, da ich keinerlei Beihilfestraftaten durchführe, sondern frei berichte und keine Zahlungen erhalte, weder von Frau Raschke, noch von Herrn Kühn. Ich weise freundlich darauf hin, dass Sie den Bericht über meine Person
von der Seite entfernen wollen, da ich unbeteiligter Dritter bin und nichts mit Ihrer Auseinandersetzung zu tun habe.

Mit freundlichen Grüßen

Thorsten Stüker

PS: im Gegenteil, ich hatte Ihnen sogar Informationen angeboten, Sie wollten diese nur zu einem Zeitpunkt, zu dem ich diese nicht herausgeben
konnte, da diese nicht abgesichert waren.

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Eine guter Nachrichten-Tipp beschreibt ein klares und verständliches Problem. Die Suche nach Hilfe, weil großer Schaden oder Leid angerichtet wurden. Falsche Verdächtigungen helfen niemandem und führen nicht zu einer Veröffentlichung.

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