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Autark

Theater-Revolte wegen Stefan Koschate, alias Kühn

Jetzt soll er auch in die Theaterkassen gegriffen haben

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Autark-Boss Stefan Kosachate, alias Kühn, hängt am Theater. Für ihn gilt: Wo er dranhängt, hängt er auch drin. Jetzt gibt es Ärger. Veranstalter wollen nicht mit ihm zusammenarbeiten

Das hat Autark-Boss Stefan Koschate, alias Kühn, gerade noch gefehlt. Nachdem die Autark-Gruppe offiziell mit ihrem Firmensitz ins „Theater am Marientor“ gezogen ist, gibt es jetzt eine Theater-Revolte. Immer mehr Veranstalter und Mieter drohen mit „fristloser Kündigung“. Ein Veranstalter zur :gerlachreport: „Das ist eine Unverschämtheit, was hier passiert. Uns ist versichert worden, dass wir nicht mit Verbrechern in Verbindung gebracht werden. Wir haben auch die Garantie erhalten, dass das Theater nichts mit der Autark-Gruppe zu tun hat. Jetzt sitzen die Hier mit ihrem Firmensitz und die Fahnen flattern im Wind.“

Die Ex-Theaterchefin Sabine Kühn hatte seit der Übernahme des „TaM“ immer darauf geachtet, dass das Theater weder mit der Autark-Gruppe, noch mit Autark-Boss Stefan Koschate, alias Kühn, in Verbindung gebracht werden konnte.

Der mehrfach vorbestrafte Autark-Chef, der wegen gewerbsmässigem Betrug zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden war, steht derzeit in mehr als weiteren 100 Strafverfahren als Beschuldigter im Visier der Staatsanwälte. In Ermittlerkreisen gilt er als „Berufsverbrecher“.

Sabine Kühn hatte in der Vergangenheit verschiedene Garantien an Veranstalter, Mieter, Geschäftspartner und Banken gegeben, dass es zwischen dem Theater und der Autark-Gruppe, deren Konten bundesweit gepfändet sind, zu keinen Überschneidungen kommt. Immer wieder hatte sie unterstrichen, dass „das Theater mit der Autark-Gruppe nichts zu tun hat“.

Die Idee, die Autark-Gruppe mit ihrem Firmensitz in das Theater zu verlegen, um so beispielsweise Zwangsvollstreckungsmaßnahmen zu entgehen, war dann wohl der ausschlaggebende Faktor für Stefan Kühn, seine Ehefrau während ihres Urlaubs zu kündigen und mit einem Hausverbot zu belegen. Bis heute hat sie ihre Gehälter nicht bekommen. In den kommenden Tagen wird vor dem Arbeitsgericht Duisburg der Sachverhalt verhandelt. Das Theater wird durch die neue Theaterchefin Andrea Friedrichs vertreten.

Besonders pikant: Das „Theater am Marientor“ wird täglich gegenüber Autark-Anlegern und Investoren als „Herzstück“ der Autark-Investitionen präsentiert. Unterlagen, die :gerlachreport vorliegen, beweisen jedoch, dass die Autark-Gruppe das Theater nicht erworben hat. Durch manipulierte und gefälschte Gutachten ist der Wert des Theaters durch die Autark-Gruppe erst vor wenigen Tagen auf 30 Millionen Euro taxiert worden. So soll den Autark-Anlegern vorgegaukelt werden, dass ihre Anlagen „sicher und zielgerichtet investiert worden sind“. Auch das ist Betrug.

Die neue Geschäftsführerin Andrea Friedrichs kann die Theater-Revolte nicht stoppen: Sie kann weder die Fakten ändern noch die Geschäftspartner des Theaters beruhigen. Schlimmer noch: Sie steht inzwischen selbst in dringendem Verdacht der Untreue. Denn neben ihrem fetten Gehalt kassiert sie auch als „Produzentin“ von Musicals kräftig mit. Insider berichten dem :gerlachreport, dass Koschate davon nichts gewusst haben will. Und: Die neue Theaterchefin steht unter dringendem Verdacht der aktiven Beihilfe zum gewerbsmässigen Betrug.

:gerlachreport erfuhr, dass inzwischen Autark-Anleger wegen der veränderten Umstände auch gegen die neue Theaterchefin Strafanzeige gestellt haben. Sie wollen ermittelt wissen, in welchem Umfang Andrea Friedrichs die „betrügerischen Handlungen der Autark-Gruppe fördert“.

So soll sie auch Beihilfe bei unterschiedlichen finanziellen Transaktionen geleistet haben, die mit dem Theater nichts zu tun hatten. Im Klartext: Stefan Koschate, alias Kühn, hat kräftig in die Theaterkassen gegriffen. Und sie soll tatenlos zugeschaut haben.

Genau diese Vorgänge hatte Sabine Kühn in der Vergangenheit unterbunden. Sie wurde deshalb gefeuert.

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