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Autark

Theater am Marientor kann nicht mehr zahlen

Mit dem Ende des Theaters steht die Autark-Gruppe vor Zusammenbruch

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Sabine Kühn kann das Theater am Marientor wohl nicht mehr retten. Ihre Kassen sind leer.

Das Autark-Theater ist pleite. Das erfuhr :gerlachreport aus Gläubigerkreisen, denen Theaterchefin Sabine Kühn bereits vor Wochen Zahlungen zugesagt hatte. Allein: Die Versprechen wurden nicht gehalten. Angebliche Zahlungsanweisungen wurden nicht durchgeführt. Insgesamt drücken das „Theater am Marientor“ derzeit Verbindlichkeiten in sechsstelliger Höhe. Sabine Kühn hatte erst vor wenigen Wochen wieder das Ruder im Autark-Theater übernommen. Offenbar zu spät.

Die ehemalige Theaterchefin Andrea Friedrichs soll „hohe Geldbeträge aus der Theaterkasse genommen“ haben. So soll sie bereits wenige Tage nach Beginn ihrer Tätigkeit „70.000 Euro für alte Steuerschulden“ genommen haben. Zudem soll sie über ein Netz nicht genehmigter Firmenkonten „mehr als 250.000 Euro verschoben“ haben. Andrea Friedrichs soll zudem nach ihrem Ausscheiden die „zeitnahe Rückführung“ der von ihr entnommenen Beträge schriftlich zugesagt haben. Ob diese Vorgänge stimmen soll jetzt in einem staatsanwaltlichen Ermittlungsverfahren geklärt werden.

Andrea Friedrichs hat sich gegenüber :gerlachreport nicht geäussert.

Das „Theater am Marientor“ spielt innerhalb der Autark-Gruppe eine wichtige Rolle: Stefan Koschate, alias Kühn, hat das Theater mit mehr als 30 Millionen Euro taxieren lassen, um über diesen Wert neue Kredite für die angeschlagene Unternehmensgruppe zu generieren. Tatsächlich ist jedoch die Autark-Gruppe, so erfuhr :gerlachreport, seit Wochen zahlungsunfähig. Stefan Koschate, alias Kühn, versucht derzeit die drohende Insolvenz mit angeblichen Bankengesprächen zu umgehen. Faktum ist, dass längst Insolvenzverschleppung vorliegt.

Gegen das Unternehmen und Stefan Kühn, alias Koschate, liegen rund 200 vollstreckbare Arreste in Millionenhöhe vor. Gegen das Ehepaar Stefan und Sabine Kühn wird unterdessen wegen gemeinschaftlichen gewerbsmässigen Betrugs ermittelt. Sabine Kühn soll ebenfalls in Millionenhöhe Autark-Gruppe-Anlegergelder veruntreut haben. So steht es in einer Strafanzeige, die :gerlachreport vorliegt.

Die Autark-Gruppe hatte in einer verzweifelten Rettungsaktion noch versucht durch den Umzug des Unternehmens in das Theater am Marientor neue Investoren zu finden. Über die Unternehmenskonten der TaM Betriebsgesellschaft wurden dann laufende Autark-Rechnungen bezahlt.

Wohl auch deshalb hat Sabine Kühn jetzt kein Geld mehr in den Theaterkassen. Ihr Lieblingsspruch „ich kann kein Geld drucken“ hat noch nie so viel Aktualität gehabt, wie jetzt. Insgesamt sind nach jüngsten Berechnungen mindestens 30 Millionen Euro Anlegergelder verschwunden.

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