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Mehmet Göker

Tarnunternehmen von Ex-MEG-Boss Göker pleite

Die miesen Methoden des Wirtschaftskontors Ludewig: Kunden bleiben auf der Strecke

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Mehmet Göker hat seine nächste Pleite hingelegt. Auch wenn er das Gegenteil behaupten wird: Das Wirtschaftskontor Ludewig in Korschenbroich war immer sein Unternehmen

Mehmet Göker prahlt gerne von seinem Aufstieg. Insbesondere wenn der Ex-MEG-Chef vollgekokst ist, gibt es kein Halten. Jetzt ist er wieder ganz unten: Sein Tarn-Unternehmen Wirtschaftskontor Ludewig GmbH ist pleite. Das Insolvenzverfahren wurde kurz vor dem 2. Advent angeordnet. Das Unternehmen aus Korschenbroich wurde Herbert Scheulen als Geschäftsführer geleitet. Tatsächlich war das Wirtschaftskontor Ludewig die Abzock-Bude des kriminellen Mehmet Göker und seiner Bande in der Türkei. :gerlachreport hatte bereits umfassend über das Unternehmen berichtet.

Aus Unterlagen, die :gerlachreport vorliegen, führte die Spur ins linksrheinische Korschenbroich. Das Wirtschaftskontor Ludewig GmbH wurde am 23. Juni 2015 unter „Wirtschaftskontor Ludewig UG“ mit einem Stammkapital von 500 Euro gegründet. Geschäftsführer damals wie heute der Korschenbroicher Herbert Scheulen. Der 54jährige fungierte aber nur als Strohmann und Geldbote für Mehmet Göker.

Rund ein Jahr nach der Gründung wurde das Unternehmen, nicht zuletzt wegen seines gigantischen Erfolges, in eine reguläre „GmbH“ umgewandelt - allein im ersten halben Jahr seines Bestehens hatte die unscheinbare UG sagenhaftes 957.057,49 Euro Umsatz gemacht. Hiervon kassierte nach vorliegenden Unterlagen Mehmet Göker mehr als 724.000 Euro - an der Steuer vorbei mit getürkten Rechnungen. Gökers Einkommen ist inzwischen auf das Vielfache gewachsen.

Scheulen kassierte für seine schmutzigen Geschäfte rund 30 Prozent des Umsatzes. Gearbeitet wurde mit den von Mehmet Göker gestohlenen Adressen. Dem Flüchtigen werden Steuerhinterziehung, Schein-Selbständigkeiten von Versicherungsvermittlern, Untreue, Insolvenzverschleppung, Verrat von Geschäftsgeheimnissen, Datendiebstahl und gewerbsmässiger Betrug vorgeworfen.

Das Wirtschaftskontor Ludewig GmbH: „Wir sind überzeugt davon, dass ein optimal auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmtes Versicherungspaket für jeden ein Muss ist. Dabei sollte die Altersvorsorge auch beachtet werden. Das Wichtigste hierbei ist aber, dass diese Absicherung auf Sie zugeschnitten ist, wie ein edler Maßanzug. Daher nehmen wir uns viel Zeit dafür, die genaue Situation unserer Kunden zu erfassen und auch die Hintergründe zu erläutern. So können wir ein genau auf Ihren individuellen Bedarf abgestimmtes Angebot unterbreiten. Natürlich ist es für uns auch wichtig, günstige Alternativen aufzuzeigen und über eventuell damit verbundene Nachteile aufzuklären.“

Es geht um den Wechsel der Tarife und Leistungen in der privaten Krankenversicherung (PKV): „Die Wirtschaftskanzlei Ludewig analysiert für Sie bei Ihrer bestehenden Versicherungsgesellschaft Einsparmöglichkeiten im Bereich der privaten Krankenversicherung.“

Die Kosten trägt der Versicherte: „Nehmen Sie innerhalb der nächsten 36 Monate eine Einsparmöglichkeit, die durch die Wirtschaftskanzlei Ludewig ermittelt wurde, in Anspruch, so stellt die Wirtschaftskanzlei Ludewig die Einsparung (Differenz alter Monatsbeitrag zum neuen Monatsbeitrag) mal 12 in Rechnung.“

Dabei werden die Analysen dann auch gerne mit dem Logo der jeweiligen Versicherung gefälscht. Papier ist geduldig. Einen Schutz der Versicherten vor diesem Betrug gibt es kaum. Denn die Wirtschaftskanzlei Ludewig hat sich eine entsprechende Vollmacht von dem Versicherten geholt.

Fliegen Mehmet Göker und sein deutscher Statthalter Herbert Scheulen beim Betrug auf, machen sie die Firma einfach zu. Das hat jetzt nicht geklappt. Die Firma wurde zugemacht. Göker, der im Frühjahr des kommenden Jahres zu seinem Strafprozess antreten soll, hat bestimmt schon eine neue Firma gegründet - er weiß ja, wie man richtig betrügt.

Herbert Schulen, Marionette in der Hand des rauschgiftsüchtigen Mehmet Göker, darf jetzt die Suppe auslöffeln

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