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SWM

So zocken sie gnadenlos 70% bei Anlegern ab

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Die Abrechnung erhielt der Anleger am Ende der Vertragslaufzeit: Von seinem geld erhielt er etwas mehr als 17 Prozent zurück

Rudolf Döring dürfte seine Freude am leicht verdienten Geld bald vergehen: Mit Hilfe des :gerlachreport haben Staatsanwaltschaften in Deutschland und in Liechtenstein Ermittlungen gegen den falschen Doktor eingeleitet. Es geht um gewerbsmässigen Betrug. Immer mehr SWM-Anleger wenden sich mit unfassbaren Geschichten an die Redaktion vom :gerlachreport. Um das System der SWM AG und den Betrug zu erkennen, bedarf es eines willkürlichen Beispiels:   Ein Anleger will über eine Laufzeit von 30 Jahren ein Edelmetalldepot aufbauen. Der monatliche Ansparplan sieht vor, dass er 105 Euro bezahlt. Die SWM AG verspricht als Kosten: 4,9% aus die „Gesamtzahlungssumme“ plus „5% auf die Summe der Monatszahlungen inkl. Agio“. Der Anleger will 42.525 Euro anlegen. Er überweist im Oktober 2016 den Betrag von 4.830 Euro. Davon werden immerhin für 920 Euro angeblich Edelmetalle angeschafft. Einen Nachweis hierfür bleibt Rudolf Döring schuldig. Aber er kassiert: 3.680 Euro, mithin mehr als 76 Prozent, als „Einrichtungsgebühr“. Was das ist oder sein soll erklärt er nicht. Zusätzlich verliert der Anleger 230 Euro Agio - der Lohn für den betrügerischen Vermittler. Der Anleger zahlt in gutem Glauben seine monatlichen 105 Euro. Von den Kosten weiß er nichts. Döring kassiert hiervon erneut mehr als 70 Prozent „Einrichtungsgebühr“ plus weitere fünf Euro Agio für den betrügerischen Vermittler. Immerhin bekommt der Anleger für 30 Euro angeblich Edelmetalle - auch hier wird der geforderte Nachweis nicht erbracht. Weil das so ist, kündigt der Kunde nur drei Monate später den Vertrag. Er bekommt eine Abrechnung und 876.62 Euro zurück. Knapp 18 Prozent der eingezahlten Gelder. Die Differenz hat die SWM AG. Einen Nachweis für die Edelmetalle hat sie bis heute nicht geliefert - weil es die gar nicht gibt.

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