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Kryptowährungen

Steve Bannons gar nicht so irrer Plan für die Populisten

Warum bei diesem unfassbaren Spiel mit der Macht niemand wegschauen sollte

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Steve Cannon, Marie Le Pen und Matteo Salvini - sie wollen mit der neuen Kryptowährung illegale Wahlkampffinanzierung und andere kriminelle Machenschaften finanziere. Hauptsache es geht gegen demokratische Strukturen

Trumps Ex-Chefstratege Steve Bannon macht Ernst mit seiner Kryptowährung für Populisten: Mit der Digitalwährung sollen existierende Regeln und Gesetze ausgehebelt werden. Es ist ein direkter Angriff auf die Demokratie. Sein Ziel: Europa. Inzwischen finden sich immer mehr Partner und Investoren, die das Spiel mit der Macht gerne mitspielen. Einer davon: Jeffrey Wernick. Er ist einer der frühen Bitcoin-Investoren.

Donald Trumps ehemaliger Chefstratege arbeitet mit seiner eigenen Kryptowährung weiter an seinem großen Ziel: Der Sicherung der weißen Macht und Förderung rechtsradikaler Ideen und Vorstellungen. Anders als Bitcoin oder Ethereum soll sich die neue Krypowährung nicht an ein breites Publikum richten, sondern ausschließlich an Populisten. Bis jetzt ist aber noch nicht klar, wie das aussehen soll.

Steve Cannon mischt gerade in Europa die rechte Szene auf. Dahinter steht zumindest der offizielle Grund, den rechten Gesinnungsgenossen amerikanisches Grundverständnis für die Macht der weißen Rasse zu vermitteln. Tatsächlich hat sich Steve Cannon abgesetzt, um den Ermittlungen con Robert Muller zu entgehen, der die Einmischung und Manipulationen in den US-amerikanischen Wahlkampf untersucht. Steve Bannon ist einer der führenden Köpfe und Hintermänner der Wahlmanipulationen und gefälschten Facebook-Accounts. Ihm drohen in den USA erhebliche Strafen.

Unterdessen rührt er für die neue Kryptowährung kräftig die Werbetrommel: „Sie sind die Zukunft“, schwärmte er. Und man kann sie für Vieles benutzen: In seinen Augen zumindest als „politisches Kampfmittel“. Mit der neuen Währung will Bannon anonyme Spenden möglich machen, nicht verortbare Wahlkampffonds organisieren oder dabei helfen, eine Parallelwirtschaft zu schaffen.

Das müsste bereits jetzt Sicherheitsbehörden, Staatsschutz und Aufsichtsgremien in Alarmstellung versetzen. Anarchie über Kryptowährung - das ist der Nährboden für alle Frustrierten und Zurückgelassenen. Und ein gutes Geschäft: Denn wie alle Verführer denkt auch Steve Cannon nur an die eigene Kasse.

Noch aber befindet sich die neue Währung in der Entwicklung. Bei der Umsetzung hilft ihm Jeffrey Wernick, der als Investor und Berater von Blockchain-Projekten arbeitet und bereits für die Investmentbank Salomon Brothers tätig war. Wernick hat bereits in erfolgreiche Unternehmen investiert, darunter Uber und Airbnb. Wernick ist zudem einer der frühen Bitoin-Investoren, die er „Währung des Volkes“ nennt.

Was Bannon allerdings mit der Kryptowährung vorhat, ist Wernick egal. Eine gefährliche Einstellung: „Seine Ideologie interessiert mich nicht“, sagte er. Was die beiden miteinander verbinde, sei die Vision, mit der Digitalwährung bestehende Strukturen zu verändern. In den nächsten Wochen wollen sich die beiden treffen, um zu besprechen, wie die neue Währung funktionieren soll.

Dass Bannon mit einer Kryptowährung für Populisten liebäugelt, wurde bereits im März ersichtlich. Auf einer Veranstaltung der Wochenzeitung „Weltwoche“ in der Schweiz wies er darauf hin, dass Kryptowährungen seiner Ansicht nach ein wichtiges Werkzeug für die europäische Bewegung gegen das Establishment seien. „Wir nehmen den Zentralbanken die Kontrolle weg“, sagte er damals. „Das wird uns wieder die Macht geben.“

Bereits seit Längerem unterstützt er populistische Bewegungen in Europa, die sich gegen das Establishment richten – etwa den früheren Front National aus Frankreich oder Italiens Fünf-Sterne-Bewegung. Nun will er sogar eine eigene rechtspopulistische Bewegung gründen.

Trump hatte seinen Ex-Wahlkampfberater und späteren Chefstrategen Bannon wegen Meinungsverschiedenheiten im August vergangenen Jahres entlassen, öffentlich aber weiterhin zu ihm gehalten. Nach der Veröffentlichung kritischer Aussagen über Mitglieder der Präsidenten-Familie in dem Buch „Fire and Fury“ im Januar brach Trump auch öffentlich mit seinem ehemaligen Mitarbeiter.

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