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Fairvesta

Steht Otmar Knoll vor dem Zusammenbruch?

Ist fairvesta der nächste gigantischen Anlegerskandal?

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Die Verantwortlichen der fairvesta-Mauscheleien. Was hat die Familie Knoll tatsächlich zu verbergen? Die Frage wollen Investoren und Anleger beantwortet wissen

Das Tübinger Unternehmen Fairvesta, Selbstbedienungsladen der Familie Knoll,steht offenbar vor dem Zusammenbruch. Das erfuhr :gerlachreport aus Mitarbeiterkreisen. Bereits im Oktober 2016 hatte :gerlachreport über die Probleme im Unternehmen geschrieben. Die fairvesta Group AG mit ihren Niederlassungen in der Schweiz, Liechtenstein, Frankreich und Spanien gibt vor rund eine Milliarde Euro zu verwalten.

Tatsächlich, so ein Mitarbeiter gegenüber :gerlachreport, „stagnieren die Geschäfte und die Fonds werfen keine Gewinne ab“. Zwölf Fonds sind offenbar „ausschließlich für die privaten Kapitalbedarf der Familie Knoll verwendet worden. Dort wird sich gnadenlos bedient.“

Betroffen sind offenbar folgende Fonds:

  • alo­ca­va XII
  • fair­ves­ta XI
  • fair­ves­ta X
  • fair­ves­ta IX
  • fair­ves­ta VI­II
  • fair­ves­ta VII
  • fair­ves­ta VI
  • fair­ves­ta V
  • fair­ves­ta IV
  • fair­ves­ta III
  • fair­ves­ta II
  • fair­ves­ta I

Seit 2013 haben die fairvesta-Unternehmen nach Auskunft des „Bundesanzeiger“ keine Bilanzen und Abschlüsse mehr eingereicht. Die Finanzaufsicht soll sich nach Aussage von Informanten aus dem Unternehmen „inzwischen intensiv um das Geschäftsgebaren der Familie Knoll kümmern“.

Betroffen sind demnach neben Firmen-Boss Otmar Knoll, der sich offiziell als „Handlungsbevollmächtigter“ verkauft, seine Ehefrau Edelgard Knoll, die im fairvesta-Reich als „Geschäftsführerin“ fungiert. Während sich Papa Otmar um den Vertrieb der Schrott-Fonds kümmert, arbeitet Tochter Jasmin Arpke-Knollals Immobilien Risiko- und Asset Managerin den gesamten Immobilien An- und Verkauf“.

Dabei dürfte es sich vornehmlich um die Luftschlösser der Familie Knoll handeln, die den Anlegern und Investoren immer noch die angeblich guten Geschäfte verkaufen wollen. Nachweise aller Art bleibt die Familie indes nahezu vollständig schuldig.

Tatsächlich haben die Knolls inzwischen jedoch ausreichend Millionen zur Seite geschafft. Staatsanwaltschaften und Finanzaufsicht ermitteln, die Steuerfahndung möchte vom Firmen-Patriarchen wissen, welche Summen er über die Fonds und angebliche Immobiliengeschäfte ins Ausland verschoben hat.

Wir sitzen hier auf einem Pulverfass“, beschreibt der Mitarbeiter vertraulich die Situation in der Firmengruppe, „wir gehen davon aus, dass uns kurzfristig hier alles um die Ohren fliegt.“

Die Empfehlung: Investoren und Anleger sollten sich schnellstens testierte unabhängige Zahlen von Wirtschaftsprüfern vorlegen lassen und sich die Investitionen ihrer Gelder belegen lassen - die Tatsache, dass die gesamte Unternehmensgruppe die gesetzlich vorgeschriebenen Berichte und Abschlüsse seit nunmehr vier Jahren nicht vorgelegt hat, lässt das Schlimmste befürchten.

Damit hätte Deutschland seinen nächsten gigantischen Anlegerskandal.


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