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Stefan Kühn

Wegen Vertragsbruch gefeuert!

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Stefan Kühn: Offenbar ist der Autark-Chef pleite. Trotz laufender Verträge zahlt er seine Rechnungen nicht. Jetzt droht eine Millionenklage

Stefan Kühn spuckt gerne große Töne. Das kann er gut, denn er arbeitet gerne mit dem Geld anderer Leute. Am liebsten verprasst er es. Das hat ihn in den vergangenen 20 Jahren nicht nur in einen ständigen Konflikt mit Polizei und Staatsanwaltschaft gebracht, sondern auch ins Gefängnis. Da hieß er noch Stefan Koschate. Als der Name kaputt war, nahm er den Namen seiner Frau an. Die hat er verlassen, die Scheidung läuft.

Und die Wahrscheinlichkeit, dass der Vorstand des börsennotierten Unternehmens Autark Group AG bald wieder im Knast landet ist groß: Gegen Stefan Kühn laufen nach eigenem Bekunden „derzeit mehr als 60 Verfahren“. Aber er sagt, dass er „ein gutes Auskommen mit dem Staatsanwalt hat und der weiß, dass ich kein Ganove bin“.

Das sehen die Anleger der Autark anders. Das sieht auch der :gerlachreport anders. Das sieht auch sein Counselor (Rechtsbeistand) anders. Der hat jetzt bei der Staatsanwaltschaft in Siegen und Dortmund Strafanzeige gestellt. Wegen „Betrug, Rufmord, Nötigung, versuchte Erpressung, Urkundenfälschung, falscher Anschuldigung“. Die Strafanzeige liegt der Redaktion vor.

Stefan Kühn und sein Vertrag mit dem :gerlachreport

Stefan Kühn, der früher Koschate hieß, hat sich mit einem Vertrag über eine direkte Beteiligung als Gesellschafter beim Herausgeber des :gerlachreport eingekauft - hierfür und für ein umfassendes Leistungsangebot aus unterschiedlichen Beratungs- und Redaktionsdienstleistungen ist er eine Zahlungsverpflichtung von jährlich rund einer Million Euro eingegangen. Zahlbar in monatlichen Raten in Höhe von knapp 100.000 US-Dollar, jeweils zum 15. eines Monats.

Und das sollte erst der Anfang sein. Nach einer von Stefan Kühn vorgelegten Prognose sollte das Honorarvolumen auf zwei Millionen Dollar pro Jahr anwachsen - hierfür gab es eine prozentuale Beteiligung an allen Geschäften der Autark-Gruppe.

Erst jetzt konnte in einer intensiven Recherche festgestellt werden, welche Unternehmen tatsächlich zur Autark-Gruppe gehören - Stefan Kühn hatte bewusst und vorsätzlich die „Sahnestücke“ verschwiegen - so wie er das auch bei seinen Gläubigern macht. Die Rede ist von mehreren Hunderten.

Gleichzeitig unterschrieb Stefan Kühn zur Sicherstellung seiner Rechte ein „Agreement for Legal Services“ mit einer Stundenrate in Höhe von 865 US-Dollar. In den USA, wo die Autark Group umfangreiche Geschäfte tätigen wollte, ein durchschnittlicher Stundensatz - schon wegen der Komplexität der Aufgabenstellungen.

In dem Vertrag waren alle Leistungen von Unternehmensberatung, Kommunikationsberatung, Investors Relations, klassische und technische Medien und vor allem Produkt- und Marktentwicklungen enthalten.

Stefan Kühn zahlt seine Rechnungen nicht

So wurde bereits in den ersten Wochen eine Finanzierungsrunde für die Autark in Höhe von 50 Millionen US-Dollar für unterschiedliche Beteiligungen und Projekte erfolgreich initiiert - zu einem Abschluss kam es, trotz einer Bankbürgschaft, wegen Stefan Kühn und seiner kriminellen Vergangenheit nicht.

Auf dem Stunden- und Arbeitszettel stehen derzeit 640 für Stefan Kühn und die Autark-Gruppe geleistete Stunden - in einem Gegenwert von mehr als 553.000 Dollar. Hiervon wurden bislang lediglich 97.745 US-Dollar abgerechnet. Die von Kühn vorgelegte Zahlungsanweisung war eine Fälschung.

Gezahlt hat Stefan Kühn trotz der erdrückenden, auch strafrechtlich relevanten Sachverhalte nicht. Ihm war zum Zeitpunkt der Vertragsschließungen klar, dass er die Leistungen nicht würde bezahlen können oder wollen. Das ist Betrug.

Stefan Kühn hat im Gegenzug nicht nur als Gesellschafter für den :gerlachreport gearbeitet. Er hat sich auch, von Deutschland aus, die führende Rolle in der Redaktion gesichert.

So machte Stefan Kühn seine Feinde und Gegner fertig

Mit seinen Unterlagen und Hinweisen konnten die großen Themenbereiche Sensus/Derivest, Corrigo, Michael Turgut, Mehmet Göker, MEG, SikuraLife, Alexander Bräutigam, afin24, Zinsland und viele andere redaktionell bearbeitet werden. Kühn hat diese Themen verantwortlich begleitet.

Es diente seinem Wohle: Von den beiden Sensus-Bossen Gerhard Schaller und Markus Fürst bekommt er mit Zinsen rund 20 Millionen Euro - natürlich hatte Kühn auch hier für das vermittelte Tradinggeschäft mit Geldern der Autark-Anleger die Hand aufgehalten und illegal einen Millionenbetrag kassiert. Den versteckte er dann in private Immobilien.

Corrigo-Chef Ralf Willems schuldet ihm 300.000 Euro, die Willems nicht bezahlen will - er wurde gezielt durch die entsprechende investigative Berichterstattungen ausgeschaltet - nur Kühn kannte alle Fakten.

Jeder, der einen Vertrieb oder eine Vertriebsstruktur hatte oder hat, wurde als gegnerisches Ziel von Stefan Kühn definiert. Jeder deutsche Vertriebsmitarbeiter sollte für Autark arbeiten - in einer Genossenschaft getarnt.

Der Rechtsanwalt Wolfgang Benedikt-Jansen und die Berichterstattungen des „Finanztest“ waren ihm ein besonderer Dorn im Auge - die galt es „zu vernichten, egal mit welchen Mitteln.“ Und Kühn lieferte die Unterlagen und Beweise für die Berichte gegen den Anwalt und die Redakteurin. Immer wieder hatte diese auf die kriminelle Vergangenheit des Autark-Bosses verwiesen und gewarnt.

Kühn wollte noch mehr: Weil er die Durchschlagskraft des :gerlachreport und die Wirkung im Kapitalgraumarkt kannte, wollte er das angeschlagene Image der Autark Gruppe und sein eigenes pflegen. Das ist ihm auch geglückt.

Weil in den USA jeder das Recht hat, nach Fehlern neu zu starten. Genau das war die Prämisse des gemeinsamen Engagements. Der :gerlachreport hat unter der Federführung von Stefan Kühn diesen, wie Johannes der Täufer, von allen Sünden der Welt freigewaschen. Kühn ist ein gläubiger Christ.

Stefan Kühn ist ein Ganove: Seine Geschäfte im Theater am Marientor

Heute wissen wir: Stefan Kühn ist ein Ganove. Er hat Bankunterlagen gefälscht, Anleger und Investoren vorsätzlich und bewusst betrogen, er hat Gelder verschoben und manipuliert. Schlicht: er hat sich hemmungslos an fremden Geldern vergriffen. Und die sind ihm wie Sand durch die Finger gerieselt.

Er ist der Kopf des „Theaters am Marientor“ in Duisburg. Steckt hinter allem, was dort passiert. Kühn will zusätzliche Theater in Frankfurt und Bremen kaufen und mit „Stage Entertainment“ einen langfristigen Vertrag schließen. Deshalb wollte er auch das Mediennetzwerk des :gerlachreport für Neuakquisition von Musicals vom Broadway. Und er wollte Nebelkerzen werfen. Denn Stage hatte angedroht, keine Geschäfte mit einem Stefan Kühn zu machen, wenn die Autark-Gruppe ihre Finger im Geschäft habe.

Der Autark-Boss hat Mitarbeiter und Vertraute getäuscht und betrogen. Er hat sich an Verschwörungen und Komplotte der :gerlachreport-Gegner beteiligt, bei denen sogar Menschen in Gefahr geraten sollten. Als sein Umfeld das mitbekam, wurden Verlag und Redaktion gewarnt. Hier sind Treffen bekannt, bei denen gezielt Personen „beseitigt“ werden sollten.

Kühn wollte so seinen Zahlungsverpflichtungen entgehen. Inzwischen hat er eine Rufmordkampage nach dem Motto: „Ich war es nicht“ gestartet. Und er sei „erpresst“ und „diffamiert“ worden. Sogar auf der Webseite der Autark Group AG wird das behauptet. Stefan Kühn ist gut, wenn es um qualifiziertes Lügen geht.

Wir wissen es alle besser. Was Stefan Kühn nicht weiß: Nahezu alle Telefonate mit ihm sind automatisch mitgeschnitten worden - ganz einfach, weil das in den USA erlaubt ist. Mal sehen, was am Ende tatsächlich als Wahrheit übrig bleibt.

Wusste seine Frau zu viel? Sie wurde gefeuert - Kühn reicht Scheidung ein

Stefan Kühn, alias Koschate, verließ sogar seine Ehefrau und feuerte sie am Ende während ihres Urlaubs als Chefin des „Theaters am Marientor“. Schlicht, weil sie viel zu viel von seinen dubiosen Geschäften wusste und nicht in den Strudel aus Lug und Betrug gezogen werden wollte.

Über sein Unternehmensnetz wurden, soviel steht jetzt fest, die Gelder der Investoren und Anleger verschoben. Trotz der 136 Arreste und Kontenpfändungen in einem Wert von nahezu vier Millionen Euro nutzt Koschate beispielsweise eine Leipziger Unternehmung als Geldverschiebe-Bahnhof.

Kühn träumte davon, durch seine Geschäfte mit der Autark-Aktie so schnell reich zu werden, dass er sich über seine Schulden keine Gedanken mehr machen müsste. Er hat dabei vergessen, dass er selbst die größte Belastung für den Erfolg gewesen ist. Sein Motto: „Ich kenne mich nur im Vertrieb aus.“

Der Verlag und die Redaktion vom :gerlachreport haben jetzt, nachdem nach langen Recherchen alle Fakten auf dem Tisch liegen, Strafanzeigen gestellt und umfangreiches Material geliefert.

Gleichzeitig wurde Stefan Kühn von seinen Aufgaben als Gesellschafter und Chefredakteur entbunden. Schadensersatzklagen in Millionenhöhe sind in Vorbereitung. Das börsennotierte Unternehmen Autark Group AG muss zumindest für den millionenschweren Vertrag aufkommen.

Ob Stefan Kühn das noch in Freiheit erlebt, darf nach Auskunft der ermittelnden Staatsanwälte bezweifelt werden.

Jetzt muss der :gerlachreport eben diese Geschichten erzählen. Alle. In der Akte Autark. Denn eines ist Stefan Kühn jetzt nicht mehr - er ist nicht mehr der :gerlachreport.

Stefan Kühn wurde dieser Text vorab zur Stellungnahme übermittelt. Weil die Fakten den Tatsachen entsprechen, hat er sich zum Schweigen entschlossen. Vielleicht ist das jetzt auch besser so.

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