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Autark

Stefan Koschate versteckt sich bei seiner Mutter

Im siegerländischen Neunkirchen ist Christel Koschate nur eine nette Oma

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Stefan Koschate, alias Kühn: Auf der Flucht zu seiner Mutter ins Siegerland - aber auch hier werden ihn seine Gläubiger finden

Autark-Chef Stefan Koschate, alias Kühn, ist zu seiner Mutter Christel nach Neunkirchen im Siegerland geflohen. Das Elternhaus in der Kölner Strasse 287 steht ja auch fast leer. Nur im ersten Stock wohnt Christel. Offiziell hat sich Stefan Koschate, der sich jetzt Stefan Kühn nennt, hierher abgesetzt. Offenbar vor seinen Gläubigern.

Denn eine offizielle Meldeadresse braucht der Berufsverbrecher, um nicht von der Staatsanwaltschaft umgehend verhaftet zu werden: Mehr als 100 Strafverfahren drücken den Autark-Boss, der nach derzeitigen Recherchen mehr als 50 Millionen Euro von Anlegern abkassiert hat. Und seine Ehefrau Sabine Kühn, die ihm ihren Namen gegeben hatte, hat ihn rausgeworfen.

Die Staatsanwaltschaft in Dortmund hat den Haftbefehl fertig. Das jedenfalls erfuhr :gerlachreport aus Ermittlerkreisen. Die Steuerfahndung hat zugleich, basierend auf umfassenden Unterlagen des :gerlachreport, ein Verfahren wegen gewerbsmässiger Steuerhinterziehung gegen Koschate und andere Personen aus seinem Umfeld eingeleitet.

Mit obskuren Unternehmen und Genossenschaften, die für Stefan Koschate, alias Kühn, gehören wird jetzt neues Geld für die Autark-Gruppe und die krummen Geschäfte des Stefan Koschate, alias Kühn gescheffelt.

Mehr als 150 Arreste auf die Firmenkonten der Autark haben die Unternehmensgruppe nahezu manövrierunfähig gemacht. Stefan Koschate kann seine Rechnungen nicht mehr bezahlen.

Nach Informationen des :gerlachreport sind inzwischen die Insolvenzanträge gegen die Unternehmensgruppe fertiggestellt und sollen noch in dieser Woche eingereicht werden. Davon sind auch Kapital- und Sachanlagen betroffen, die der Autark-Gruppe zugerechnet werden müssen.

Christel Koschate, die in jedem Telefonbuch zu finden ist, ficht das nicht an. Als sie der :gerlachreport in Neunkirchen erreichte, machte die 75jährige einen rüstigen Eindruck: Zu ihrem Sohn, seinen kriminellen Geschäften, seinen Schulden und den geprellten Anlegern wollte sie dann nichts mehr sagen. Und nein, Angst vor der Polizei habe sie nicht. Immerhin ist die Dame durch die Verhaftungen und Knastaufenthalte ihres Sohnes wohl schon abgehärtet.

Ganz im Stile einer Gangsterbraut wollte die alte Dame nichts mehr über ihrem mißratenen Sohn sagen. Das ist verständlich. Vielleicht schafft es es ja ein Anleger, der alten Dame den Aufenthaltsort zu entlocken. Denn der jetzt bestimmt in Neunkirchen anklopfend, um sich bei Stefan Koschate sein Geld wieder zu holen.

Vielleicht kommen aber noch ganz andere nach Neunkirchen, um Stefan Koschate zu holen. Oder sie sind schon da.

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