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Autark

Stasi-Mann erledigte für Stefan Kühn "Schweinereien"

Andreas Richter kassierte 100.000 Euro für die "Vernichtung" des :gerlachreport

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Knapp und gefährlich: www.topanzeige.de ist dem Berufsverbrecher Stefan Kühn ein Dorn im Auge. Sie stammt von Andreas Richter, der 100.000 Euro kassiert hat. Für die Vernichtung des :gerlachreport

Der ehemalige Stasi-Mitarbeiter Andreas Richter hat mehr als 100.000 Euro kassiert, um den :gerlachreport zu vernichten. Das geht aus Unterlagen hervor, die der Berufsverbrecher Stefan Kühn einem Geschäftspartner zugespielt hat. Mehr noch: Richter wurde für seine schweinereien sogar noch mit einer Festanstellung in der Autark-Gruppe belohnt.

Der Reihe nach: Der :gerlachreport weiß nahezu alles über die schmutzigen Geschäfte des Berufsverbrechers Stefan Kühn und die tatsächliche Rolle, die seine Ehefrau Sabine in einem der größten Betrugsfälle der deutschen Nachkriegszeit spielen: Mehr als 3.500 Anleger und Investoren wurden um mehr als 50 Millionen Euro abgezockt. Stefan und Sabine Kühn haben de Gelder einkassiert, ausgegeben und einen großen Teil versteckt.

Der :gerlachreport hatte über den Autark-Skandal frühzeitig berichtet. Mehr als 280 Berichte, Reportagen, Hintergründe und Fakten wurden allein durch den :gerlachreport veröffentlich. Nicht mitgerechnet sind Veröffentlichungen, die auf der Basis von Recherchen des :gerlachreports durch andere Medien entstanden.

Das Geschäft von Kühn und seinen Vertriebsleuten wurden empfindlich gestört. Anders: Der Betrug wird auch heute noch empfindlich gestört. Die Berichte des :gerlachreport füllen bei den Staatsanwaltschaften Aktenordner.

Während eines Vertriebsmeetings wurde Andreas Richter aus Wittstock vorgestellt. Er gehörte zum damaligen Zeitpunkt zu einem Vertriebsteam, das ebenfalls Autark-Nachrangdarlehn in Millionenhöhe verkauft hat. Richter und Kühn kamen schnell ins Gespräch. Gute Leute kann man immer gebrauchen. Schnell war klar, dass der Mann aus der ehemaligen DDR mit seinen Verbindungen zur Stasi besondere Talente mitbrachte, die der Kriminelle Kühn gut gebrauchen konnte.

Für einen Etat von 100.000 Euro könne er mit seinen Kontakten und Mitteln den :gerlachreport "zerstören", versprach Richter. Stefan Kühn griff gierig zu.

"Er ist der Mann für die Schweinerein im Hintergrund", erzählte Stefan Kühn in vertraulicher Runde. Der Autark-Chef zahlte. Mit dem Geld der Autark-Anleger.

Kühn erfüllte noch eine Forderung des Stasi-Mannes, dem heute enge Verbindungen zur AfD nachgesagt werden: Andreas Richter wurde offiziell Mitarbeiter der Autark-Gruppe. Mit einem fetten Gehalt.

Das hatte auch den Vorteil, dass die illegalen Tätigkeiten über das technische Netz der Autark-Gruppe noch besser getarnt werden konnten.

Richter legte los. Noch heute können seine kriminellen Angriffe aus dem Netz von den Spezialisten nachvollzogen werden. Vor allem auch, weil sich noch heute die Spuren finden, die Richter hinterlassen hat. Sie sind derzeit Bestandteil offizieller Ermittlungen. Deshalb kann an dieser Stelle nicht detailliert dargestellt werden, was Richter im Auftrag von Stefan Kühn alles angerichtet hat, um den :gerlachreport mundtot zu machen.

Geschafft hat er das nicht. Das wurde auch Stefan Kühn schnell klar. In einer vertraulichen Mitteilung heißt es: "Richter kam von Klee/Sprünken (ehemalige Autark-Vertriebsleute, heute afin24, Anm. d. Red.), war angestellt. Schwerbehindert (Herzprobleme). Ich wollte ihn wegen Unfähigkeit entlassen".

Damit meinte Kühn offenbar die gescheiterten Maßnahmen gegen den :gerlachreport. Richter zog vor das Arbeitsgericht, gewann seine Prozesse als Angestellter. Es wurde viel schmutzige Wäsche gewaschen. Von Erpressung ist die Rede, Drohungen, geplante Angriffe. Kühn: "Auch wenn er behindert ist, gehört ihm auf die Fresse gehauen, er ist ein Schisser".

Aus der engen Verbundenheit, die schnell unter Kriminellen entstehen kann, wurde tiefer Hass: Andreas Richter zieht sehr geschickt im Internet eine Rufmord-Kampagne gegen Stefan Kühn und sein Netzwerk durch, das rechtlich kaum angreifbar ist. Er nennt Namen und Fakten, lässt die Hintergründe und Beschreibungen aber offen. Das Persönlichkeitsrecht wird kaum beschädigt.

Trotzdem ist der Schaden so enorm, dass Stefan Kühn nach eigenem Bekunden schon Leute nach Wittstock geschickt hat, um den Fall Andreas Richter "zu regeln"

Über mehrere Internetseiten beschäftigt sich Andreas Richter mit den Methoden und Betrügereien von Stefan Kühn und seinen Helfern. Die Internetseite www.topanzeige.de hat eigentlich nur Schlagworte und keine Inhalte.

Und trotzdem ist sie für den Berufsverbrecher Stefan Kühn brandgefährlich, weil Verbindungen und Personen, Netzwerke und die düsteren Vergangenheiten der Autark-Ganoven benannt werden. Richter beziffert den Schaden, den Stefan und Sabine Kühn und die gesamte Autark-Mannschaft angerichtete haben, zwischen 135 und 380 Millionen Euro.

Hauptquelle seiner Informationen: Der :gerlachreport. O-Ton Richter: "Der :gerlachreport ist eines meiner besten und wertvollsten Informationsportale über das Netzwerk Stefan Kühn/Koschate".

Da sind wir aber froh, dass seine Angriffe nicht zum Erfolg geführt haben.

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