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Theater am Marientor

Stadt Duisburg will das Theater am Marientor nicht

„Wenn schon etablierte Musicals keine Resonanz finden...“

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In Duisburg gilt die Produktion von "Wahnsinn" als Musterbeispiel eines guten Musical-Managements

Die Insolvenz der TaM-Betriebsgesellschaft mbH und das damit ins Trudeln geratene Musical-Projekt „Wallace“ tut Duisburgs Kulturdezernent Thomas Krützberg zwar „ein bisschen weh“, aber er „kann sich nicht vorstellen, dass wir uns das Haus noch mal an die Füße binden“. Das Theater am Marientor habe sich in den letzten Jahren „berappelt“, Musicals und Gastspiele Zuschauer gelockt und die Künstler ein gutes Haus vorgefunden.

„Die Facette Gastspiele“ würde in Duisburg allerdings nicht wegbrechen, es gebe die Mercator- und genug weitere Hallen, so Krützberg. „Wir können noch nicht davon ausgehen, dass das TaM schließt, aber die Stadt wird es nicht übernehmen“, weist Krützberg solche Gedanken zurück. Er könne sich noch gut an das „leicht blaue Auge“ erinnern, mit dem man sich 2015 vom Haus trennen konnte.

Denn nachdem 1999 der Vorhang für „Les Miserables“ gefallen war und es keine Anschlussproduktion gab, beschloss der Rat 2012, das Haus zu verkaufen, 2013 war angesichts der Kosten des leerstehenden Theaters sogar von Abriss die Rede. Gerettet wurde das Theater nur, weil die Mercatorhalle wegen massiver Brandschutzmängel geschlossen werden musste und die Duisburger Philharmoniker zum zweiten Mal nach dem Neubau der Mercatorhalle eine Ausweichspielstätte benötigten.

Gebag-Geschäftsführer Bernd Wortmeyer hat als DBV-Geschäftsführer jahrelang Verkaufsverhandlungen mit verschiedenen Investoren unter anderem aus Dresden oder der Schweiz. Schließlich verkaufte die DBV das Haus für 2,5 Millionen Euro an die Düsseldorfer Unternehmensgruppe „Mehr Entertainment“, die mit Produktionen wie „Shrek“ oder „Dirty Dancing“ punktete, das Haus aber kurz darauf mit 300.000 Euro Aufschlag an die Autark-Gruppe von Sabine Kühn weiterverkaufte.

Ihr zur Seite als künstlerischer Leiter stand mit Wolfgang DeMarco der Mann, der über Jahrzehnte der hartnäckigste Interessent gewesen war, dessen Finanzierungspläne aber dauerhaft nicht belastbar erschienen. Der Musical-Darsteller aus Wien wollte und will sein Lebensprojekt immer noch verwirklichen: Das Musical „Braveheart“, das jetzt am 18. Dezember unter dem Titel „Wallace“ herauskommen soll. Ob es das Theater mit seinen 1500 Plätzen für 60 Vorstellungen füllen könnte, scheint auch angesichts der Musical-Flaute im Ruhrgebiet höchst zweifelhaft.

„Wenn schon etablierte Musicals keine Resonanz finden...“, blickt Wortmeyer zum Beispiel nach Oberhausen. Mit Gastspielen oder kürzeren Laufzeiten wie beim Musical „Wahnsinn“ könne man das „wunderschöne Haus“ über Wasser halten, ist Wortmeyer überzeugt.

Originalartikel: Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ)

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