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PIM/PGD

Staatsanwaltschaft bestätigt Verfahren gegen PIM

„Der monatliche Schaden der Anleger liegt bei mehr als fünf Millionen Euro.“

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Schwere Vorwürfe gegen den Frankfurter Rechtsanwalt Tillmann Dönnebrink: „Offensichtlich meint der Rechtsanwalte Tillmann Dönnebrink, dass Massenbetrug mit hohen Rechtsanwaltshonoraren legalisiert werden kann.“

Nach vorligenden Informationen liegt der Schaden in der PIM-/PDG-Gruppe bei mehr als 50 Millionen Euro. Betroffen sind hauptsächlich Anleger über 60 Jahren. Das hat die Staatsanwaltschaft Darmstadt gegenüber dem :gerlachreport bestätigt. Unter dem Geschäftszeichen 700 Js 23954/17 wird ein Verfahren gegen die Verantwortlichen der PIM-/PDG-Gruppe von Mesut Pazarci geführt.

:gerlachreport sind umfassende Unterlagen aus dem Strafverfahren zugespielt worden. Im Wesentlichen werden derzeit folgende Bereiche strafrechtlich ermittelt:

· Die gesamte Gruppe ist nach Darstellung von Insidern, Mitarbeitern und Vertriebspartner „seit Jahren überschuldet“. Bilanzen seien gefälscht und es „liegt eine dauerhafte Insolvenzverschleppung vor.“

· Die Kunden der PIM stammen mehrheitlich aus der „Generation 60plus“. Die Altersvorsorge „wird vorsätzlich, wissentlich und willentlich zerstört.“

· Anleger wurden „gezielt um mehr als 50 Millionen Euro geprellt“. Die PIM Gold und Scheideanstalt GmbH hat „mehr als 1,358 Tonnen Gold im Bestand, die es gar nicht gibt.“

· Bei dem „Geschäftsmodell handelt es sich um gewerbsmässigen Betrug und ein illegales Schneeballsystem“.

· Mit Hilfe „geschickter“ anwaltlicher Hilfe werden Zeugen manipuliert und eingeschüchtert, Unterlagen und Bilanzen gefälscht.

· „Kundengelder werden inzwischen nahezu komplett fremd verwendet“.

· Derzeit liegt der „monatliche Schaden, den Anleger aktuell erleiden, bei mehr als fünf Millionen Euro.“

Die Vorwürfe richten sich nicht nur gegen PIM-Boss Mesut Pazarci, auch gegen Julius Leineweber und die Führungsmannschaft der „PIM Gold Scheideanstalt“ und der „PDG GmbH Gold Vertrieb“ und deren Anwälte wird nach Auskunft der Staatsanwaltschaft „umfassend ermittelt“.

Aus den Akten ergibt sich auch, dass seit nunmehr mehr als einem Jahr Warnungen an die Verbraucher, Hinweise ehemaliger und aktueller Vertriebsmitarbeiter und entsprechende Veröffentlichungen „mit großem Druck verhindert werden“. Hierfür hat das Duo Pazarci/Leineweber inzwischen einen sechsstelligen Betrag für Anwaltkosten bezahlt.

Aufgabe der Anwälte: Einschüchterungen. Denn das Betrugssystem muss weiterlaufen. Stimmen die Vorwürfe, dann reicht das Spektrum der Maßnahmen zum Schutz des PIM-Betrugssystems von falschen eidesstattlichen Versicherungen, Urlundenfälschungen und Prozessbetrug. Gegen die Anwälte wird inzwischen gesondert ermittelt.

Aktenkundig ist: „In Anbetracht der Tatsachen, dass bei Tausenden vornehmlich älteren und ahnungslosen Kunden Vermögenswerte von mehr als 50 Millionen Euro bisher veruntreut wurden und dass mit hoher krimineller Energie durch eine Vielzahl von Täuschungshandlungen gegenüber den Kunden, den Vertriebspartner, der Öffentlichkeit und auch den Strafverfolgungsbehörden weiterhin mit aller Macht versucht wird, dieses Betrugssystem weiter zu betreiben, dass die Bandenmitglieder offensichtlich von einer schon maßlosen Gier geleitet sind, ist das Verhalten der Mittäter, zu welchen der Beschuldigte Alexander Setzer-Rubruck zweifelsfrei gehört, niederträchtig, abgehoben und höchst verwerflich. Offensichtlich meinen die Rechtsanwälte Setzer-Rubruck und Tillmann Dönnebrink, dass Massenbetrug mit hohen Rechtsanwaltshonoraren legalisiert werden kann.“

:gerlachreport hat beim Unternehmen bereits vor Tagen eine offizielle Presseanfrage gestellt. Eine Antwort hat die Redaktion nicht erhalten.

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Eine guter Nachrichten-Tipp beschreibt ein klares und verständliches Problem. Die Suche nach Hilfe, weil großer Schaden oder Leid angerichtet wurden. Falsche Verdächtigungen helfen niemandem und führen nicht zu einer Veröffentlichung.

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