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Autark

Sparkasse kündigt Autark-Theater die Konten

Verbraucherschützer: Keine Tickets mehr kaufen, gekaufte Tickets erstatten lassen

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Das „Theater am Marientor“: Es wird wohl auch in Zukunft leer bleiben. Die Sparkasse Duisburg hat dem Unternehmen die Konten gekündigt - wegen der kriminellen Machenschaften der Autark-Gruppe

Die Sparkasse Duisburg hat der Betreibergesellschaft des Autark-Theaters, der TaM Betriebsgesellschaft mbH, die Konten gekündigt. Das erfuhr :gerlachreport jetzt aus Bankenkreisen. Damit ist auch der Fortbestand des Theaters akut gefährdet. Schlimmer noch: Theaterbesucher, die bereits jetzt für Veranstaltungen und Shows Karte erworben haben, müssen mit dem Totalverlust ihres Geldes rechnen. Es wird empfohlen, keine Tickets mehr zu erwerben, heißt es aus Verbraucherschutzkreisen. Und es wird empfohlen gekaufte Tickets erstatten lassen.

Bereits im Juni des vergangenen Jahres hatte die Volksbank die Geschäftsbeziehungen mit der Gesellschaft gekündigt. Grund: Obwohl die Betreibergesellschaft auf den ersten Blick nichts mit der Autark-Gruppe zu tun hat, steckt der mehrfach vorbestrafte Anlagebetrüger Stefan Koschate, alias Kühn, tatsächlich hinter allen Geschäften.

Gegen die Autark-Gruppe liegen derzeit mehr als 150 Arreste von Anlegern vor, die sofort ihr Geld wiederhaben wollen. Mit immer absurderen Versprechen versucht Koschate derzeit die Welle von Klagen und Forderungen abzuwehren. Anleger haben gegen ihn mehr als 100 Strafanzeigen gestellt - wegen gewerbsmässigem Betrug, Untreue und anderer Vermögensdelikte. Tatsächlich hat die Gruppe keine nennenswerten Sachanlagen die Investitionen und Anlagen sind nahezu gänzlich verloren. Koschate und die Autark-Gruppe sind pleite.

Koschate steht auch unter dem dringenden Tatverdacht der Bilanz- und Buchfälschungen. Obwohl die TaM Betriebsgesellschaft mbH gar nichts mit der Autark-Gruppe zu tun hat, wird das „Theater am Marientor“ als Anlagevermögen der Autark geführt - mit dem Fantasiewert von 30 Millionen Euro. Angeblich von einem Wirtschaftsprüfer testiert.

Dieses Betrug wollte seine Ehefrau Sabine Kühn nicht mitmachen. Sie wurde vor wenigen Wochen über Nacht und ohne Vorwarnung gefeuert und von der in der Branche bekannten „Theatermatratze“ Andrea Friedrichs ersetzt. Der Theaterfrau wird nachgesagt ihre Karriere hauptsächlich auf der Besetzungscouch geplant zu haben. Fachliche Kompetenz als Theaterleiterin wird ihr nicht nachgesagt. Sie soll auch die neue Lebensgefährtin von Koschate sein.

Offiziell ist jetzt auch die Autark-Gruppe mit ihrem Firmensitz im Theater beheimatet. Koschate ist damit noch näher an seiner neuen Freundin und kann ihre Vorzüge genießen.

Für die Geschäftspartner ein Desaster: Monatelang hatte Sabine Kühn die strikte Trennung zwischen Theater und der Autark-Gruppe vollzogen. Auch, weil Veranstalter und Partner nichts mit den kriminellen Machenschaften des Stefan Koschate, alias Kühn, zu tun haben wollten. Es mussten sogar Erklärungen unterschrieben werden, dass es „keinerlei Geschäftsbeziehungen“ zueinander gibt.

Tatsächlich benutzt Stefan Koschate, alias Kühn, die Theatergesellschaft und Andrea Friedrichs als seine neue Geschäftsführerin aber für seine Autark-Geschäfte: Da die Autark-Konten alle gesperrt sind, werden die Theater-Konten für Autark-Zahlungen benutzt.

Das hat die Sparkasse Duisburg jetzt, auch dank der Hilfe zahlreicher Informanten, realisiert und die Zahlungsströme kontrolliert. Der Verdacht der Geldwäsche scheint sich bestätigt zu haben. Folge: Das Theater steht ohne Konten da. Es ist damit auch unwahrscheinlich, dass das „Theater am Marientor“ unter dieser Konstellation jemals wieder ein Geschäft machen wird.

Der Vorhang für das Autark-Theater scheint gefallen.

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