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Autark

So werden jetzt die gebeutelten Anleger veralbert

Aufgebrachte Anleger schreien ins Telefon: „Wollen Sie mich verarschen?“

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15 Unternehmen will wirtschaft-tv.com untersucht haben - die meisten Unternehmen stehen beim :gerlachreport auf der Warnliste

Der Berufsverbrecher und Autark-Boss Stefan Koschate, alias Kühn, kann es nicht lassen: Jetzt kauft er sogar mit Anlegergeldern „Gütesiegel“. Von „www.wirtschaft-tv.com“ aus Rotenburg ließ er sich bescheinigen, dass die Autark-Gruppe nicht nur „Besten Service“ liefert, sondern dass angebliche Tests sogar die Note „sehr gut“ ergeben haben sollen. Tatsächlich gibt es weder einen Test, noch kompetente Tester. Das Siegel wurde mit Anlegergeldern gekauft - damit der Berufsverbrecher weiter betrügen und täuschen kann.

Tatsache ist: Hunderte Autark-Anleger können bescheinigen, wie es tatsächlich mit dem „Service“ der Autark-Gruppe aussieht. Eine Schnellumfrage bei Autark-Anlegern, die der :gerlachreport durchgeführt hat, ergibt ein niederschmetterndes Urteil: Sämtliche Befragten benutzten in der Bewertung der Autark-Gruppe Worte, die nicht veröffentlicht werden können. „Wollen Sie mich verarschen?“, fragte ein aufgebrachter Anleger und knallte den Telefonhörer auf.

Auf der aktuellen Website des Betrugsunternehmens Autark heißt es: „Die AUTARK Group AG ist mit einem Investitionsvolumen von nahezu 140 Millionen Euro und mehr als 3.200 Partnern eine der großen Investitions-Partnerschaften in Deutschland. Als börsennotiertes Unternehmen folgen wir strikten Compliance-Regeln. Transparenz, Offenheit und eine direkte Kommunikation sind unsere Stärken.“

Bei der Hamburger Börsenaufsicht sieht man das gang anders. Gegenüber :gerlachreport heißt es: „Die Autark-Gruppe erfüllt weder die von uns vorgegebenen Compliance-Regeln, noch das Mindestmaß an Transparenz oder Offenheit, was von börsennotierten Unternehmen verlangt wird“. Derzeit wird sogar geprüft, die noch existente Börsenzulassung zu entziehen. Und: „Die von dem Unternehmen öffentlich gemachten angeblichen Investitionsvolumina und Investoren konnten nicht verifiziert werden.“

Im Klartext heißt das: Alles Betrug. Das deckt sich auch mit Unterlagen und Dokumenten, die :gerlachreport vorliegen. Der Berufsverbrecher Stefan Koschate, alias Kühn hat im Zusammenspiel mit seiner Ehefrau Sabine Kühn systematisch Anlegergelder veruntreut und betrogen. Von Koschate unterschlagene Gelder wurden über ihr Konto in private Immobilien gesteckt und laufen auf ihren Namen.

„Wir gehen derzeit von fortgesetztem gewerbsmässigem Betrug aus“, heißt es bei der Staatsanwaltschaft in Dortmund.

Koschate hatte den Firmensitz der Autark-Gruppe von Dortmund nach Duisburg in das „Theater am Marientor“ verlegt, um sich so auch aus den laufenden Ermittlungen zu ziehen. Mehr als 200 Strafanzeigen drücken den mehrfach einschlägig vorbestraften Berufsverbrecher. Über das „Theater am Marientor“ hat das Ehepaar Kühn dann die Millionen der Autark-Anleger gewaschen und zur Seite geschafft. Sabine Kühn ist hier Geschäftsführerin.

Der tatsächliche Schaden, den das Ehepaar Kühn in der Autark-Gruppe angerichtet hat, lässt sich derzeit nur annähernd beziffern: Interne Berechnungen zeigen, die :gerlachreport vorliegen, dass der tatsächliche Schaden bei mehr als 50 Millionen Euro liegt.

Von den angeblich 140 Millionen investierten Geldern ist - zumindest in der Autark-Gruppe - nichts vorhanden. Zum Leidwesen der Anleger. Sie sind über die jähre „systematisch, vorsätzlich und mit hoher krimineller Energie ausgeraubt worden“, heißt es in einer Strafanzeige.

Wie gut, dass es dann dafür zumindest noch ein Qualitätssiegel gibt: „Bester Service“.

Jawoll: „sehr gut!“

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