Diese Seite verwendet Cookies.

Mehr erfahren

OneCoin

So werden Anleger weiter von Betrügern geleimt

Neue Lüge: OneCoin wird in einem Jahr, „im März 2019“, von „Coinsafe freigegeben“

Zurück

Das ist die Pose des OneCoin-Abzockers Renato Pichlkostner: Per Telefon gibt er Instruktionen an sein Team. Sämtliche Einnahmen fließen direkt und komplett in die Taschen den Betrüger

Der OneCoin/OneLife-Betrug geht unvermindert weiter. Das ergibt sich aus Unterlagen, die :gerlachreport jetzt aus Österreich und Italien zugespielt wurden. Der 54jährige Renato Pichlkostner aus Tramin in Südtirol ist ein Aasgeier. Er plündert die letzten Leichen aus dem OneCoin/OneLife-Betrug, der bis heute Italien und Österreich erschüttert. Aus dem Nachlass der Millionen-Abzocker Stephan, Aron und Christian werden jetzt auch noch die letzten Opfer ausgenommen. Genug Adressen von möglichen Opfern gibt es immer noch.

Währen die italienischen Ermittlungsbehörden im Tiefschlaf liegen, können diese „neuen“ Netzwerke von OneCoin/OneLife bei ihren Opfern aus den Vollen schöpfen. Die Betrüger wissen, dass sie ungestört arbeiten können. Sie haben sich längst von den üblichen OneCoin-Geschwafel gelöst und reiten auf der Kryprowelle. Genauso, wie die ganzen neuen Systeme, die aus dem OneCoin-Müll entstanden sind.

Schlimm: Täglich fallen immer noch Anleger auf die Lügen und miesen Tricks der Betrüger um Renato Pichlkostner herein. Sie machen vor keiner Gemeinheit und keiner abscheulichen Straftat halt - Hauptsache es klingelt in ihrer eigenen Tasche. Denn schon längst werden keine Gelder mehr ins OneCoin/OneLife-Netzwerk mehr eingeschleust. Das Geld fließt direkt in die Tasche der Betrüger.

Neueste Masche: OneCoin wird angeblich in einem Jahr, „im März 2019“, von „Coinsafe freigegeben“. Was immer das sein soll: Eine Kryptobörse mit diesem Namen gibt es ebensowenig wie eine Verwaltungseinrichtung, die OneCoin-Token halten würde.

CoinSAFE ist eine Technologie zur Erkennung von Münzen. Dabei wird mittels Legierungssensoren auf die Echtheit und auf die Währungstreue von maschinenzählbaren Münzen geschlossen. Wenn sich also Fremdwährungen oder falsche Münzen mit abweichenden Charakteristika in einer Münzzählmaschine befinden, können sie mittels CoinSAFE einfach und zuverlässig erkannt und aussortiert werden. In der Folge müssten alle OneCoins aussortiert werden, denn sie sind und bleiben nichts wert.

Renato Pichlkostner ficht das nicht an: „Der Mann hat mir versichert, dass das Unternehmen im kommenden Jahr an die Börse gehen wird“, berichtet ein Opfer :gerlachreport. „Ich habe ihn gefragt, wo das sein soll. Er hat dann erzählt, dass es eine Börse in Asien sein wird.“

Was er verschwiegen hat: Es wird gar keinen Börsengang geben. Die Strukturen von OneCoin/OneLife, insbesondere die „Muttergesellschaften“, sind nach dem Eingreifen von Europol völlig zerschlagen.

Zudem: Das gesamte Netzwerk gilt in der Finanzbranche als „hoch toxisch“ - hochgiftig. Konten sind weltweit eingefroren und beschlagnahmt. Ein regulärer Geschäftsbetrieb ist gar nicht mehr möglich. Damit scheidet auch ein Börsengang aus. Selbst in solchen Ländern, die bis heute nicht strikt reguliert sind. Im Zuge des Bitcoin-Hypes ändern sich aber auch dort massiv die Vorgaben und gesetzlichen Regelungen.

Wohin fließt also das Geld der Anleger? Direkt in die Taschen von Renato Pichlkostner und seine betrügerische Bande aus dem Netzwerk der Steinkeller-Brüder. Unterlagen, die :gerlachreport aus dem Vertriebsnetz zugespielt wurden, belegen, dass immer noch mindestens 200 Personen täglich Anleger aller Größenordnungen brutal und schonungslos abzocken.

Und niemand bereitet diesem Treiben ein Ende.

Zurück

The next big story

Haben Sie die nächste große Geschichte?

Möchten Sie diese mit dem :gerlachreport teilen?

Wir bieten Ihnen viele Möglichkeiten, sich mit unseren Journalisten in Verbindung zu setzen und Materialien zu liefern. Kein Kommunikationssystem ist völlig sicher, aber unsere Möglichkeiten werden helfen, Ihre Anonymität zu schützen.

Bitte senden Sie keine Rückmeldungen, Story-Ideen, Pitches, Leserbriefe oder Pressemitteilungen über diese Kanäle.

Für eine allgemeinere Korrespondenz nutzen Sie bitte unsere regulären E-Mail-Adressen.

Ihr sicherer Kontakt

Neben unseren regulären E-Mail-Adressen haben wir für vertrauliche Nachrichten und Mitteilungen ein Postfach eingerichtet, das über Pretty Good Privacy (PGP) verfügt und absolut sicher ist:

redaktion.dta@protonmail.com

Bitte hinterlassen Sie auf jeden Fall eine Telefonnummer. Wir rufen Sie innerhalb kürzester Zeit zurück.

E-Mails an die Redaktion oder Chefredaktions-Adresse werden durch die Sicherheitsabteilung überprüft. Es kann vorkommen, dass für die Verifizierung des Absenders ein Personennachweis angefordert wird, wenn der Verdacht einer Identitätsfälschung vorliegt oder vorliegen könnte.

Was ist ein guter Tipp?

Ein starker News-Tipp hat mehrere Komponenten.

Die Dokumentationen oder Nachweise sind wichtig.

Spekulationen können spannend sein. Verdächtigungen oder Behauptungen, die einer Überprüfung nicht standhalten, sind es nicht.

Eine guter Nachrichten-Tipp beschreibt ein klares und verständliches Problem. Die Suche nach Hilfe, weil großer Schaden oder Leid angerichtet wurden. Falsche Verdächtigungen helfen niemandem und führen nicht zu einer Veröffentlichung.

Aber lassen Sie sich nicht abschrecken. Manchmal ist ein kleiner Hinweis das fehlende Puzzlestück in einem gesamten Themenkomplex, der von uns ohnehin bearbeitet wird. Besonders wichtig: Hinterlassen Sie bitte eine Kontakt-Telefonnummer.

Gute Tipps sind:

Hier ist ein Beweis dafür, dass in einer Behörde, Organisation oder einem Verband gemauschelt, getrickst und getäuscht wird.

Hier ist der Beweis dafür, dass Anlegergelder falsch oder illegal benutzt werden.

Hier ist der Beweis, dass betrogen, unterschlagen oder veruntreut wird.

Hier ist der Beweis für Täuschung, falsche Versprechen und üble Abzocke.

Wir kontrollieren alle Nachrichten regelmäßig, können aber nicht versprechen, dass jeder Informant umgehend eine individuelle Antwort erhält.

Sämtliche Kommunikation unterliegt der strikten Vertraulichkeit.