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Autark

So betrügt die Theaterchefin Sabine Kühn ihre Partner

„Sabine Kühn ist als Geschäftspartnerin weder zu empfehlen, noch glaubwürdig“

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Sabine Kühn in der Hauptrolle des Theaters am Merientor. Es geht um den Ruf des Theaters und ihre Betrügereien

„Sabine Kühn ist eine Betrügerin“. Der Mann, der das sagt, muss es wissen: Er ist einer von vielen, der von der schwergewichtigen Theaterchefin Geld bekommt. Nachdem er sich an die Redaktion des :gerlachreport gewandt hatte ging alles sehr schnell: Innerhalb einer Stunde hatte Sabine Kühn den Geschäftspartner per E-Mail angeschrieben und die unverzügliche Zahlung angekündigt. Immerhin: Es ging um einen hohen fünfstelligen Betrag. Und dieser war seit mehr als einem Jahr überfällig.

Kein Einzelfall: Sabine Kühn, Chefin der Duisburger TaM Betriebsgesellschaft mbH, hat in der Theater-, Musik- und Musicalbranche den denkbar schlechtesten Ruf. Sie wird nach Recherchen des :gerlachreport als „verlogen, betrügerisch und link“ bezeichnet. Und das sind noch die netten Formulierungen, die in der eigentlich sehr kleinen Branche über Sabine Kühn und ihr Umfeld fallen.

„Sabine Kühn ist als Geschäftspartnerin weder zu empfehlen, noch glaubwürdig“, erzählt einer der führenden Musikveranstalter :gerlachreport. „Sie hält sich weder an geschlossene Verträge, noch an Absprachen. Alles was sie tut, kann man auch als Betrug werten. Auch wir laufen immer noch hinter unserem Geld her.“

Aus dem börsennotierten Veranstaltungs-Unternehmen Eventim, immerhin Marktführer in Deutschland, ist zu erfahren, dass „die TaM und Frau Kühn als Geschäftspartner ungeeignet sind. Wir warten auf den Tag, an dem sich das Theater am Marientor in ordentlichen Händen befindet, damit der Standort Duisburg nicht vollständig seine Attraktivität verliert.“

Eventim steckt auch mit Millionen hinter dem Musical „Wahnsinn“. Das Musical mit den Hits von Wolfgang Petry soll im Jahr 2018 mit einer Weltpremiere starten - im Theater am Marientor. Die Veranstaltung steht jedoch auf wackeligen Füßen. Denn wenn die Firma von Sabine Kühn in die zu erwartende Insolvenz rutscht, könnte es für die Veranstaltungsserie eng werden.

In Duisburg, so das Kalkül der Macher aus dem Hause Eventim, wird das Musical Erfolge feiern. Vom 21. Februar bis zum 29. April ist das Theater nahezu jeden Abend von Sabine Kühn angemietet. Eigentlich ein gutes Geschäft.

Ein Insider gegenüber :gerlachreport: „Wir sind sehr froh, dass wir das Theater nur angemietet haben und Sabine Kühn und die TaM mit dem Ablauf nichts zu tun haben. Das wäre für uns der Genickschuß. Schon jetzt gibt es laufend Anfragen für Mietvorschüsse, weil das Unternehmen offenbar Zahlungsprobleme hat.“ Doch Eventim zeigt sich zugeknöpft: „Wenn unser Vertragspartner tatsächlich in die Insolvenz rutscht, ist unser Geld weg. Da verhandeln wir dann lieber mit dem Insolvenzverwalter über die Fortsetzung des Mietvertrages.“

Tatsächlich steht das Theater vor dem Kollaps. Hintergrund ist die Anbindung an das Betrugsnetzwerk der dubiosen Autark-Gruppe des mehrfach einschlägig vorbestraften Stefan Koschate. Der Ehemann von Sabine Kühn hatte nach seinem letzten Knastaufenthalt ihren Namen angenommen.

Die Autark-Gruppe ist faktisch insolvent. Derzeit gibt es mehrere Verfahren bei unterschiedlichen Staatsanwaltschaften, die neben gewerbsmässigem Betrug, Veruntreuungen, Unterschlagungen, Steuerhinterziehungen, Geldwäsche und anderer Vermögensdelikte auch Insolvenzverschleppung untersuchen.

Anleger der Autark-Gruppe sind nach derzeitigem Stand um mehr als 51 Millionen Euro betrogen worden. Es ist einer der größten deutschen Betrugsfälle der jüngsten Vergangenheit.

Über die TaM Betriebsgesellschaft hat Sabine Kühn trotz mehr als 200 zugestellten gerichtlichen Arresten in Millionenhöhe Gelder für die Autark-Gruppe gewaschen. Das Konto bei der Stadtsparkasse in Duisburg, ein „Premium-Partner“ des Theaters, wird auch heute noch für Geldwäsche und illegale Transaktionen genutzt. Insider vermuten, dass die Lichter im Theater in der Folge der aktuellen Geschehnisse ausgehen werden.

Gläubiger können sich über redaktion@gerlachreport.com direkt an die Redaktion wenden. Gerne kümmern wir uns um die Forderungen gegen Sabine Kühn, die TaM Betriebsgesellschaft und die Autark-Gruppe.

Sabine Kühn, ebenso schwergewichtig wie arrogant, hat übrigens als Folge der Anfrage vom :gerlachreport dem Konzertveranstalter mitgeteilt, dass sie mit der Zahlung der offenen Rechnungen sämtliche Geschäftsbeziehungen zu ihm abbricht.

Das waren dann an einem Tag wirklich gute Nachrichten.

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