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S+K: Der letzte Ganove bekommt sechseinhalb Jahre

Lagern 150 Millionen immer noch in Verstecken?

Während Jonas Köller feiert wandert sein Mittäter jetzt in den Knast - den Letzten beissen immer die Hunde

Die Richter des Frankfurter Landgerichts haben den letzten Angeklagten im Fall „S&K“ zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Wegen des „werthaltigen Geständnisses“ blieb das Strafmaß damit am unteren Ende. Unterdessen feiert S+K-Chef Jonas Köller in der Sonne seine neue Freiheit mit alten S+K-Kumpels.

Wegen Untreue, Betruges und Beihilfe zur Untreue ist der letzte Angeklagte aus dem „S&K“-Komplex in Frankfurt zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Nach dem Urteil des Landgerichts war der 38-Jährige für Vermögensschäden in Höhe von rund 35 Millionen Euro mitverantwortlich. In einem Fall war dabei ein privater Geldanleger in Höhe von einer Million geschädigt worden. „Sie hätten wissen müssen, auf was Sie sich bei S&K einlassen“, sagte der Vorsitzende Richter Alexander El Duwaik.

Obwohl der seit Februar 2013 bestehende Haftbefehl gegen den Fondsmanager zu Beginn der Verhandlung aufgehoben wurde, kam der Angeklagte nicht auf freien Fuß. Gegen ihn besteht im Zusammenhang mit einem Betrugsverfahren in München noch ein weiterer Haftbefehl. Im Rahmen einer Prozessabsprache hatte sich das Landgericht auf eine Strafe zwischen sechseinhalb und siebeneinhalb Jahren festgelegt. Wegen des „werthaltigen Geständnisses“ des Angeklagten und dessen langer Zeit in Untersuchungshaft sei man am unteren Ende geblieben.

Vier andere Angeklagte der Immobiliengesellschaft S&K, darunter die beiden Firmengründer, waren bereits Ende März zu Haftstrafen von bis zu achteinhalb Jahren verurteilt worden. Dabei ging es um Untreuehandlungen mit einem Volumen von rund 90 Millionen Euro. 

Insider gehen davon aus, dass rund 150 Millionen Euro in Verstecken lagern.

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