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Sensus

Warum Betrug sich wieder lohnt

GBE Brokers haben beim Betrug offenbar geholfen

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Ben-Florian Henke, Chef von GBE Brokers, hat offenbar direkte Hilfe beim Verschwinden der Sensus-Millionen geleistet

Die Anklageschrift gegen die Bosse von Sensus-Vermögen, Gerhard Schaller und Markus Fürst ist fertig. Das erfuhr :gerlachreport von der Staatsanwaltschaft. Danach werden Schaller und Fürst gemeinsam, aber auch einzeln wegen gewerbsmässigen Betrugs, Veruntreuung, Unterschlagung zum Nachteil von Anlegern und Investoren, unter Anklage gestellt. Das Verfahren soll demnach „im frühen Herbst“ beginnen.

Schon jetzt steht aber wohl fest, dass sich Betrug wieder lohnt: Gerhard Schaller und Markus Fürst, so die Vorwürfe sollen Millionenbeträge „im hohen zweistelligen Millionenbereich in die eigene Tasche gesteckt haben“. Denn ihre zu erwartende Strafe dürfte bei den Summen, die die beiden auf ausländischen Konten liegen haben, einen sehr erholsamen Charakter bekommen. Bis heute sind mehr als 15 Millionen Euro verschwunden.

Damit bestätigen sich im Wesentlichen auch die Vorwürfe aus dem Durchsuchungsbeschluss. Diesen veröffentlichen wir noch einmal mit dieser Berichterstattung.

In den vergangenen Wochen waren jedoch noch weitere Fakten und Interna bekannt geworden: Zusammen mit der In Hamburg ansässigen GBE Brokers unter der Leitung und mit Hilfe von Ben-Florian Henke, wurden in Zypern - auch über weitere Tarns- und Verschleierungsunternehmen - „mindestens 15 Millionen Euro“ von Anlegern veruntreut und so umgeleitet, dass es für die Ermittler schwer war, die Spuren aufzudecken.

:gerlachreport hat eine nahezu lückenlose Dokumentation, wie die Gelder der Sensus Vermögen über diese Unternehmen in die Taschen von Gerhard Schaller und Markus Fürst geschleust wurden, um ihre wirtschaftliche Sicherheit auch bei einer Verurteilung zu gewährleisten.

In den vergangenen Wochen hatte Gerhard Schaller versucht, Großgläubiger von angeblichen Sanierungsplänen zu überzeugen. Er und sein Mitangeklagter Helfer Markus Fürst brauchen gegenüber der Staatsanwaltschaft in Hof gute Argumente, um die zu erwartende Gefängnisstrafe zwischen dreieinhalb und fünf Jahren so angenehm zu gestalten, wie möglich.

Der von den beiden tatsächlich angerichtete Schaden ist jedoch so nachhaltig, dass schon jetzt jeder verdacht unterbunden werden soll, dass „sich Betrug wieder lohnt“. Das Landgericht Hof hat mit der Einreichung der Anklageschrift ausreichend Zeit, die beiden Angeklagten mit Schlips und weißem Kragen genau so abzuurteilen, wie sie es verdienen.

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