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Sensus/Derivest

Hohe Schmiergelder im Visier

Werden die Sensus/Derivest-Bosse erpresst?

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Gerhard Schaller und Markus Fürst haben über Monate Schmiergelder gezahlt. Diese Zahlungen werden jetzt von der Staatsanwaltschaft in Hof untersucht

Das Strafverfahren gegen die beiden Sensus/Derivest-Bosse Gerhard Schaller und Markus Fürst ist um eine Variante reicher: Beide haben „über einen langen Zeitraum“ Schmiergelder gezahlt, ohne dafür eine Leistung erhalten zu haben. Jetzt werden die Vorgänge von der Staatsanwaltschaft in Hof (19 Js 9517/16) weiter ermittelt. Gerhard Schaller und Markus Fürst hatten, so die Vorwürfe, einem angeblichen Beratungsunternehmen „hohe fünfstellige Summen“ überwiesen, damit die von diesem Beratungsunternehmen betriebenen Webseiten „nicht negativ über die die Vorkommnisse in der Sensus-Gruppe“ berichten. Die Staatsanwaltschaft untersucht jetzt „Beihilfe-Straftatbestände und Erpressung“.

Aus Unterlagen, die der Staatsanwaltschaft in Hof erst in dieser Woche zugespielt wurden, ergeben sich aktuelle Zahlungen in Höhe von „mindestens 20.000, wahrscheinlich aber sogar 30.000 Euro“. Für diese horrenden Zahlungen sollen jedoch keine Gegenleistungen erbracht worden sein. Bei diesen Geldern soll es sich zudem um illegal verwendete Anlegergelder handeln. Das ist aber nur „ein geringer Teil der tatsächlich geleisteten Erpressungs-Zahlungen“, so ein Ermittler.

Gegen Gerhard Schaller und Markus Fürst wird wegen „gerwebsmässigem Betrug, Veruntreuung und Unterschlagung“ ermittelt. Nach Informationen des :gerlachreport soll „spätestens nach der gerichtlichen Sommerpause die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft vorgelegt werden“. Die Sensus/Derivest-Bosse erwartet ein Strafmaß „nicht unter fünf Jahren“.

Aktuell verweigern Schaller und Fürst die Zahlung vin rund 20 Millionen Euro an Investoren und Anleger. Aus Unterlagen, die :gerlachreport vorliegen, ergibt sich, dass sowohl Schaller, wie auch Fürst Millionenbeträge ins Ausland geschafft haben. Hierfür haben sie „mit Hilfe Dritter“ ein „Netz unterschiedlicher Unternehmen“ gegründet, die auf „Zypern, aber auch in Südamerika“ von „Treuhändern“ gehalten werden.

Diese sind jedoch bei der Staatsanwaltschaft in Hof alle namentlich bekannt.

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