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Autark

Schwere Vorwürfe gegen die Autark-Aufsichtsräte

Betrug, Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Veruntreuung von Anlegergeldern

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Dr. Stefan Koschate, alias Stefan Kühn und seine Ehefrau Sabine: Gegen beide wird umfassend ermittelt. Jetzt sind auch die Aufsichtsräte der Autark Group AG ins Visier der Ermittler geraten

Auch gegen den Autark-Aufsichtsratsvorsitzenden Hans-Peter Heickel und die Aufsichtsratsmitglieder Jürgen Blume (Köln) und Hans Günter Michels (Pulheim) laufen jetzt strafrechtliche Ermittlungen. Es wird geprüft, in welchem Umfang sie die betrügerischen Geschäfte der Autark-Gruppe gedeckt und gesteuert haben. Tatsache ist, dass die Aufsichtsräte bereits seit August des vergangenen Jahres „vollumfänglich und wissentlich von den Betrügereien des Vorstandes Stefan Kühn gewusst und diese Betrügereien unterstützt und gefördert haben.“ So jedenfalls steht es in einer Strafanzeige gegen den Aufsichtsrat, der :gerlachreport vorliegt.

Bestandteil der Strafanzeige ist auch das Verhalten des Aufsichtsrats bei dem börsennotierten Unternehmen (WKN: A0CAYL). Heickel hat in mehreren E-Mails, die :gerlachreport vorliegen, bestätigt, „dass sämtliche Aktien der Autark Group AG im Besitz von Stefan Kühn sind und er entscheidet, was im Unternehmen passiert.“ Von Aufsicht also keine Spur.

Hans-Peter Heickel, Jürgen Blume und Hans Günter Michels verweisen gerne darauf, dass die „Autark Group AG nichts mit den Schweinereien der Autark-Gruppe zu tun hat“, wie Aufsichtsratsvorsitzender Heickel in vertrauter Runde mitteilte. Eine fatale Fehleinschätzung.

Nach Auskunft der ermittelnden Staatsanwaltschaften in Dortmund und Siegen „kann überhaupt nicht davon geredet werde, dass die Autark Group AG nicht ein fester Bestandteil unser Ermittlungen wegen gewerbsmässigem Betrugs, Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Veruntreuung von Anlegergeldern und weiteren Vermögensdelikten ist.“

So hat der mehrfach einschlägig vorbestrafte Dr. Stefan Koschate, der sich jetzt Stefan Kühn nennt, nach derzeitigen Recherchen mehr als 50 Millionen Euro in die eigene Tasche gewirtschaftet (:gerlachreport berichtete).

Auch seine (Noch)-Ehefrau Sabine Kühn, Chefin des „Theaters am Marientor“ in Duisburg, steht ebenfalls im Visier der Ermittler: Sie hat seit Jahren Autark-Gelder unterschlagen und Investoren und Anleger betrogen. Sie und ihr Mann feiern in diesen Tagen ihr 20jähriges „Betrugsjubiläum“. Hierüber wird :gerlachreport gesondert berichten. Über ihr E-Mail-Konto beim Theater wurden beispielsweise Millionenverträge vereinbart, die dem Aufsichtsrat gar nicht bekannt waren. Jedoch: Unwissenheit schützt nicht vor der zu erwartenden Strafe.

Aufgabe des Aufsichtsrats ist es, die Geschäftsführung, also den Vorstand, zu überwachen (§ 111 AktG). Hierzu kann der Aufsichtsrat Geschäftsführungsmaßnahmen von seiner Zustimmung abhängig machen (§ 111 Abs. 4 Satz 2 AktG). Daneben hat er Prüfungs- sowie Berichtspflichten. Keine dieser Aufgaben hat der Aufsichtsrat erfüllt. Dieses berechtigt insbesondere geprellte Anleger, sich jetzt mit ihren Forderungen direkt an die Aufsichtsräte zu wenden und bei ihnen Schadensersatz einzufordern.

:gerlachreport hat dem Aufsichtsrat auch eine nahezu vollständige Akte des Landgerichts und der Staatsanwaltschaft Siegen und der Bundesanwaltschaft der Schweiz zur Verfügung gestellt. Bis heute hat der Aufsichtsrat weder die nötigen Schritte gegen den Vorstand Dr. Stefan Koschate, alias Stefan Kühn, eingeleitet, noch seine Ämter niedergelegt.

Im Klartext: Der Aufsichtsrat deckt die Schweinereien der Autark-Gruppe. Mehr noch: Hans-Peter Heickel hat sich nicht entblödet, die Autark Group AG einem Gläubiger des Unternehmens als Bezahlung offener sechsstelliger Rechnungen anzubieten. Mit einer Auflage: Er, Heickel, wolle dann aber „nicht mehr im Aufsichtsrat tätig sein.“ Wahrscheinlich, weil er einfach zuviel zu verbergen hat.

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