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Autark

Sabine Kühn: Wie die unheimliche Chefin abzockte

Mit Autark-Millionen wurde sogar ein Freudenhaus in Bremen finanziert

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Sabine Kühn: Als es eng wurde für sie und ihre Machenschaften, hat sie die Autark-Geheimnisse verraten, um ihren Mann zu diskreditieren

Sabine Kühn spielt gerne die Leidende. Wenn es um den den vermeintlichen Betrug in der Autark-Gruppe geht, dann zeigte sie bisher immer auf ihren Ehemann. Jetzt haben Prüfungen der Geschäftsvorfälle und Zahlungsanweisungen ergeben, dass die ehemalige Theaterchefin des „Theater am Marientor“ in Duisburg der eigentliche Kopf hinter den Manipulationen und illegalen Geschäften der Autark-Gruppe ist. Soweit sie bis heute in vollem Umfang bekannt sind. derzeit werden weitere Recherchen durchgeführt, um das gesamte Ausmaß des Betrugs und seine Folgen zu ermitteln.

Die Faktenlage gegen die Autark-Chefin ist erdrückend: Millionenbeträge wurden durch sie so geschickt verteilt, dass Anlegergelder „offiziell“ verschwinden konnten. So hat sich Sabine Kühn nach Recherchen des :gerlachreport rund ein Dutzend Immobilien mit Autark-Geldern „unter den Nagel gerissen“. Es geht um Millionen. Die Immobilien sind bis heute nicht Teil des offiziellen Autark-Vermögens, sondern sind auf ihren Namen eingetragen - darunter auch besonders wertvolle Rendite-Immobilien. Aufforderungen, die Immobilien unverzüglich in das Betriebsvermögen zurückzuführen ignoriert sie seit Monaten. Jetzt wird es eng.

Bereits vor Monaten hatte Sabine Kühn den :gerlachreport im Zuge weitreichender Recherchen angelogen: „Die Immobilien gehören mir. Die hat mir mein Mann überschrieben. Aus verdienten Vermögen und Einkommen“. Tatsache ist: Die Verantwortlichen der Autark-Gruppe hatten bereits frühzeitig Kenntnis von den illegalen Geschäften der gewieften Geschäftsfrau. Um keinen Skandal zu verursachen, wurde sie „mehrfach und eindringlich aufgefordert“, die „illegalen Handlungen umgehend einzustellen und die unterschlagenen Immobilien in das Betriebsvermögen einzuführen. Die Argumentation von Sabine Kühn ist völliger Blödsinn.“

Der Sündenkatalog der Sabine Kühn wächst unterdessen weiter. Geht es nach den Kontrolleuren der neuen Autark-Eigentümer hat Sabine Kühn „fortlaufend, dauerhaft und in erheblichen Höhen Geldgeschäfte veranlasst, die mit betrieblichen Ausgaben nicht gedeckt sind und keinen betrieblichen Anlass darstellen“. Nach derzeitigem Erkenntnisstand geht der Schaden in die Millionen - hauptsächlich in die Taschen den gewichtigen Geschäftsfrau.

Als Theaterchefin wurde sie inzwischen zweimal gefeuert, nachdem „Ungereimtheiten und illegale Handlungen im „Rahmen der Geschäftsleitung“ festgestellt wurden. Sabine Kühn hat, so die derzeitigen Überprüfungen im „Theater am Marientor“ von dort „Geldtransaktionen in die eigene Tasche und zum eigenen Vorteil veranlasst“.

Frühzeitig war man der umtriebigen Geschäftsfrau auf die Schliche gekommen. Als sie sich in die Ecke getrieben sah, schmiedete sie hinter dem Rücken ihres Ehemannes und der verantwortlichen in den Unternehmen Bündnisse mit SAutark-Gegnern: Dem zwielichtigen Winkeladvokaten Wolfgang Benedikt-Jansen (:gerlachreport berichtete) übergab Sabine Kühn vertrauliche und wertvolle Unterlagen. Sie spielte ihm wohl auch die Anleger-Liste der Autark-Gruppe zu. Damit konnte der Winkeladvokat dann gezielt vermeintliche Autark-Opfer akquirieren und in sinnlose Prozesse führen - Benedikt-Jansen verdiente so hohe sechsstellige Summen.

An eine korrupte Redakteurin beim „Finanztest“, gegen die wegen Rufmord und Erpressung ermittelt wird, gab sie vertrauliche Unterlagen von ihrem Ehemann, damit diese dann in der Berichterstattung weidlich genutzt werden konnten - Sabine Kühn hat den Ruf ihrem Mannes nahezu zerstört. Sie versorgte auch laufend den :gerlachreport mit wichtigen und höchst vertraulichen Geschäftsunterlagen und Informationen.

Revisoren des neuen Eigentümers sind sicher: „Diese Maßnahmen hat sie nur gemacht, um von ihren eigenen strafbaren Handlungen abzulenken. Der tatsächlich angerichtete Schaden auch für die Anleger ist derzeit noch nicht ermittelbar. Sabine Kühn wird aber im Zuge weiterer Verfahren hierfür die Rechnung präsentiert bekommen und den angerichteten Schaden tragen müssen.“

Ein Team von Spezialisten bearbeitet jetzt die Unterlagen der vergangenen Jahre. Eine Dokumentation über die tatsächlichen Sachverhalte wird für die Staatsanwaltschaften vorbereitet, die ohnehin in Sachen Autark ermitteln. Damit gerät die Autark-Chefin ebenfalls ins Ermittlungsvisier. Ihr Plan, den inzwischen ungeliebten Ehemann ans Kreuz zu nageln, dürfte dabei nicht aufgehen - zahlreiche Vorwürfe gegen Stefan Kühn lösen sich in Luft auf.

Damit Sabine Kühn unterdessen nicht völlig unter die Räder gerät, hat sie dem Kopf eines vermeintlichen „Wirtschaftskontor-Nachrichtendienst“ einem mehr als 1,2 Millionen Euro Anlegergelder für positive Berichterstattungen über sich und ihre dunklen Geschäfte bezahlt.

Der verantwortliche Herausgeber hat das Geld sinnvoll angelegt: In Bremen betreibt er einen Puff mit Autark-Geldern. Offensichtlich ist Sabine Kühn auch hier beteiligt. Nur: Die Autark-Anleger haben von diesen Investitionen nichts. Bis jetzt nicht - auch in diesem Fall ermittelt die Staatsanwaltschaft.

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