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OneCoin

Russen gehen jetzt massiv gegen Kryptobetrug vor

Endlich auch OneCoin/OneLife im Visier der russischen Behörden

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Die russische Polizei geht jetzt massiv gegen Kryptowährungen vor. Händlern drohen bis zu 20 jähren Haft. Der Trick: Die Verurteilungen erfolgen wegen Steuerhinterziehung

Die russische Polizei geht in enger Zusammenarbeit mit den Staatsanwaltschaften gegen Kryptowäöhrungen vor. Das erfuhr :gerlachreport aus Washington. „Die Politik des Augen-Zudrückens ist endgültig vorbei“, heißt es aus dem Innenministerium. Hauptgrund sind „erhebliche Schäden für die russische Volkswirtschaft und das russische Bankensystem.“

Die Ermittlungen richten sich derzeit gegen mehr als 60 verschiedene Kryptowährungen. Im Visier der Ermittler stehen Händler, die überhaupt keine Lizenz für den Handel besitzen. Hauptanklagepunkte: Illegale Bankgeschäfte, Handel ohne staatliche Lizenz und Steuerhinterziehung. Das berichtet die russische Zeitung „Wedomosti“.

Aktuell wurden drei Personen inhaftiert, die Bitcoins in einem Gesamtwert von mehr als sieben Millionen Euro (500 Millionen Rubel) illegal gehandelt haben. Ihnen droht eine 20jährige Haftstrafe in einem Arbeitslager.

Aufgefallen sind die Männer durch mehr als 300 Bankkonten und Telefonkarten, die sie für den Handel benutzt haben. Insbesondere die Kontrolle von Bankkonten in Verbindung mit Personen und Unternehmen steht im Fokus der Ermittlungen.

Diese Methode wird derzeit auch bei den Ermittlungen gegen das Betrugsnetzwerk OneCoin angewendet.

In Moskau wurde gegenüber :gerlachreport unterstrichen, dass „die Ermittlungen und Untersuchungen jetzt noch einmal intensiviert werden, nachdem festgestellt wurde, dass der Markt der Kryptowährungen in Russland Überhand nimmt“.

Die russischen Behörden greifen bei ihren Ermittlungen auf ein beliebtes Muster zurück: Kein Händler von Kryptowährung zahlt Steuern. „Wir müssen gar keine Schritte gegen den Handel von Kryptowährungen einleiten. Wir brauchen nur die Kontrolle, ob die Leute ihre Steuern bezahlen. Da sie das nicht tun, haben wir alle Mittel in der Hand, hier mit der Kraft des Staates vorzugehen“, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme.

In den vergangenen Jahren haben russische Behörden Maßnahmen ergriffen, um Bitcoin-Börsen und Websites zu verbieten, auf denen Kryptowährungen in Rubel umgewandelt werden können. Die Behörden hatten es aber versäumt, den Betreibern der websites und ihren Nutzern Strafen aufzubrummen. Diese Unachtsamkeit hat jetzt ein Ende.

Es wurde aus Moskau ausdrücklich bestätigt, dass von den neuen Maßnahmen auch Betrugsnetzwerke wie OneCoin betroffen sein werden, die offiziell lediglich „Schulungsunterlagen“ verkaufen, tatsächlich aber wertlose Token als Gegenwert für bares Geld verkaufen. Russland war bisher für das Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife ein „sicherer Hafen“.

Jetzt werden die Schiffe untergehen.

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