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OneCoin

Rechtsanwalt Kim bestätigt Ignatova-Inhaftierung

Erstmalig: offizielle Stellungnahme aus dem Betrugsnetzwerk: Ignatova sitzt im Knast

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:gerlachreport hatte bereits frühzeitig über die dubiose Abmahnkanzlei Schulenburg & Schenk in Hamburg berichtet

Der Hamburger Rechtsanwalt Tae Jung Kim aus der dubiosen Hamburger Rechtsanwaltskanzlei Schulenburg & Schenk hat jetzt erstmalig zugegeben, dass die OneCoin-Erfinderin Dr. Ruja Ignatova im Knast sitzt. Das ergibt sich aus schriftlichen Unterlagen aus der Anwaltskanzlei, die :gerlachreport zugespielt wurden.

:gerlachreport hatte als eines der ersten Medien über die Verhaftung der hochkriminellen Ruja Ignatova berichtet. Die einschlägig vorbestrafte gewerbsmässige Betrügerin wurde nach einem Bericht des :gerlachreport am Flughafen München verhaftet und dann in das Frauengefängnis München-Stadelheim überführt. Dort ist sie jedoch jetzt nicht mehr. Das Landeskriminalamt (LKA) hat zu diesem Thema eine „Nachrichtensperre“ verhängt.

Die Berichte des :gerlachreport wurden im Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife als „Fake News“ (Falschmeldungen) abgetan. Zur Untermauerung dieser Behauptungen, so ist aus der hamburger Anwaltskanzlei zu erfahren, „wurden offenbar von der Rechtsanwaltskanzlei Schulenberg & Schenk E-Mails von Behörden gefälscht, um den Eindruck zu erwecken, dass die Berichte nicht der Wahrheit entsprechen.“

So wurde auch mitgeteilt, dass die Staatsanwaltschaft München keine Ermittlungsverfahren gegen die OneCoin-Betrügerin Ignatova führt - das hatte der :gerlachreport auch nie behauptet - tatsächlich werden unterschiedliche Verfahren bei verschiedenen Staatsanwaltschaften geführt. Nach wie vor ist die Staatsanwaltschaft Augsburg, die Dr. Ruja Ignatova zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt hatte, federführend in den Verfahren, die unmittelbar mit ihr zu tun haben.

Der dubiose Abmahnanwalt Stephan R. Schulenberg hatte sich in einer ersten Stellungnahme zu den Berichten des :gerlachreport noch als Anwalt von Ruja Ignatova ausgegeben, der sie in einem möglichen Strafverfahren vertritt.

Das ist falsch.

Aus der Anwaltskanzlei hieß es jetzt von einem Mitarbeiter, der nicht genannt werden möchte, gegenüber :gerlachreport: „Schulenberg hat kein Mandat von Ignatova. Er arbeitet für Vermittler und das Unternehmen. Seine Aufgabe ist es allein und ausschließlich, Kritiker des Betrugsnetzwerkes OneCoin mundtot zu machen. Hierfür kassiert er jeden Monat fünfstellige Beträge. Jeder in der Kanzlei weiß, dass es sich um ein kriminelles Netzwerk handelt. Aber hier herrscht Panik, dass die Rolle der Kanzlei bei dem Massenbetrug genauer untersucht werden könnte.“

In einer vertraulichen Dienstanweisung des Rechtsanwaltes Tae Juong Kim, der in Vertretung des dubiosen Winkeladvokaten Stephan R. Schulenberg dessen Briefe unterschreibt, heißt es für die weitere Sprachregelung gegenüber Kritikern:

„Unsere Mandantin ist nicht am Flughafen verhaftet worden und sitzt nicht in München in Haft. Weder hat dies die Polizei bestätigt, noch ist dieser Zugriff vor wenigen Tagen erfolgt.“ Weiter: „Unsere Mandantin ist nicht in München verhaftet worden und befindet sich nicht im Untersuchungsgefängnis München-Stadelheim.“

Da hat Tae Jung Kim recht: Dr. Ruja Ignatova ist inzwischen aufgrund der weltweiten Ermittlungen an anderer Stelle festgesetzt - sie wurde nach Erkenntnissen des :gerlachreport nach ihrer Festnahme überführt.

In der Kanzlei heißt es: „Auch wir wissen nicht genau, wo sich unsere Mandantin Dr. Ruja Ignatova derzeit in welchem Gefängnis befindet. Unsere Aufgabe ist es jedoch, alle entsprechenden Pressemeldungen in Deutschland zu unterbinden. Wir bitten alle Beteiligten sich an diese Dienstanweisung zu halten.“

Auch Tatsache: Bis zum heutigen Tag hat sich die „Kryptohexe“ weltweit nicht mehr gezeigt. Wahrscheinlich wartet sie auf den nächsten Fototermin. Im Knast - wo auch immer.

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