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Bitcoin

Rechtsanwälte lassen sich mit Bitcoin bezahlen

Immer mehr Legal Retainer werden mit Kryptowährungen bezahlt

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Anders als in Europa müssen für die Beschäftigung von Rechtsanwälten „Legal Retainer“ als Vorauszahlung der anwaltlichen Tätigkeiten verlangt. Das ist eine perfekte Lösung für den Einsatz von Kryprowährungen

Bitcoin und Co. sind ein beliebtes Mittel zur Honorarzahlung von Anwälten geworden. Vor allem viele ICO-Startups können sich die hohen Anwaltskosten nicht leisten und bieten deswegen Coins im Gegenzug zur erbrachten Leistung an. Diese Zahlungsweise gerät oft in Verruf und ist mit einem schlechten Image behaftet. Dabei ist sie inzwischen Tagesgeschäft: Vor allem in den USA werden Honorare für Anwälte in Kryptowährungen bezahlt. Anders als in Europa müssen für die Beschäftigung von Rechtsanwälten „Legal Retainer“ als Vorauszahlung der anwaltlichen Tätigkeiten verlangt. Damit ist gewährleistet, dass die Anwälte auch die Mandate ordentlich vertreten. Diese „Legal retainer“ erreichen schnell sechsstellige Summen - eine perfekte Lösung die Zahlamt mit Kryptowährung zu bezahlen.

Viele Anwälte sehen darin zudem die Chance, ihr Geschäftsportfolio zu erweitern und damit mehr Aufträge annehmen zu können. Zustande kommen diese Geschäfte mit ICO-Startups, die nicht die finanziellen Mittel besitzen eine Honorarzahlung in regulärer Währung zu tätigen.

Technisch gesehen muss die Kryptowährung einen Nutzen erfüllen und darf nicht nur eine Sicherheit darstellen, damit sie als Zahlungsmittel abgewickelt werden darf. Problematisch ist lediglich, dass durch die Zahlung eines derart schwankungsrelevanten (volatil) eine Unter- oder Überbezahlung entstehen kann. Auch persönliche Interessenkonflikte können seitens der Anwälte auftreten.

Kryptowährungen werden oft als „Dirty Money“, „schmutziges Geld“ bezeichnet. Sie haben deshalb ein schlechtes Image. Zudem: Rechtsanwälte sind gehalten die Herkunft der Geldmittel zu überprüfen und sich nicht an „Geldwäsche“ zu beteiligen. Das gibt oft genug fließende Grenzen. Der bekannte amerikanische Strafrechtler Jay Cohen gab bei einem Interview mit law.com zu, dass er den Auftrag eines Klienten ablehnte, weil dieser durch die Zahlung mit Kryptowährung Geldwäsche betreiben wollte. Cohen handhabt es generell so, dass er sich die Zahlungen direkt auszahlen lässt, damit durch die Kursschwankungen keine großen Abweichungen zum vereinbarten Honorar entstehen.

Problematisch kann eine Honorarszahlung in Kryptowährung auch sein, wenn der Anwalt damit eigene Interessen verfolgt. Hat ein Anwalt in jene oder möglicherweise konkurrierende Kryptowährungen investiert, könnte er eigennützliche Interessen verfolgen. Sein Entscheidungsvermögen wäre dann nicht mehr neutral.

In anderen Branchen ist diese Problematik auch ein großes Thema. Reporter zahlreicher US-amerikanischer Medien, die über Kryptothemen berichten, dürfen privat kein Vermögen in Kryptowährungen haben. Andere Journale glauben jedoch, dass der Besitz von Kryprowährungen zum Verstehen der Materie beitragen kann.

Auch für Anwälte ist es unerlässlich, die Materie der Kryptowährungen zu verstehen, um in einem Rechtsfall professionell beraten zu können. Die US-amerikanische Anwaltskammer ABA rechnet kurz- und mittelfristig nicht „mit entscheidenden Gesetzgebung und Regeln.

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