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Ralf Paulick

„Spur der Verwüstung“ in Suhl

Wenn ich den Paulick in die Hände bekomme....

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Ralf Paulick: Der OneCoin-Dummschwätzer von Suhl. Jetzt wollen ihm einige an den Kragen

Es herrscht große Unruhe in der 40.000-Seelen-Gemeinde Suhl: OneCoin-Betrüger Ralf Paulick hat in der Stadt eine „Spur der Verwüstung“ hinterlassen. :gerlachreport war vor Ort und hat mit den Menschen gesprochen. Die Stadt am Südhang des Thüringer Waldes ist gemütlich. Hier kennt man sich. Und was viel wichtiger ist: Hier vertraut man sich. Nach der Wende sind nicht viele Menschen zugezogen. Es gibt immer noch das Gefühl, dass man zusammen stehen muss.

Und es ist genau diese Melange, die der OneCoin-Betrüger Ralf Paulick so gnadenlos ausgenutzt hat. Die Zahl der Suhler, die an den schnellen Reichtum glaubten, geht in die Hunderte, vielleicht sogar in die Tausende. „Paulick hat uns versichert, dass alles sicher ist“, sagt ein Rentner, der seinen Sparstrumpf für die kriminelle Kryptowährung geplündert hat: „Allein in meinem Bekanntenkreis kenne ich ein Dutzend, die den Versprechungen geglaubt haben.

Dann kamen die Nachrichten, dass das OneCoin-Projekt schlichter Betrug ist. Die Meldungen von den Behörden, das faktische Verbot. „Wir haben keine Schulungsprogramme gekauft“, sagt ein Kleinunternehmer, der uns gebeten hat, seinen Namen nicht zu erwähnen, „uns wurden Tokens mit einer unfassbar großen Wertsteigerung verkauft. Deshalb haben wir mitgemacht. Und der Paulick hat uns das alles aufgeschwatzt. Wenn ich den in die Hände bekomme, hat der ein Problem.

Ach wissen Sie“, sagt die Geschäftsfrau, die ebenfalls ungenannt bleiben möchte, „Suhl steckt in der OneCoin-Falle“. Sie berichtet von „zahlreichen Unternehmen“, die in OneCoin „investiert“ haben: „Sie können sich gar nicht vorstellen, der da alles drinsteckt“, sagt sie mit Kopfschütteln, „ich kenne in Suhl fast keinen, der mit dem OneCoin-Virus nicht angesteckt ist“.

Nicht jeder hat investiert und „den Müll vom Paulick und seinen Helfern gekauft“, weiß sie zu berichten, aber „mit OneCoin ist Argwohn, Zwietracht und Angst in die Stadt gekommen.“

Jetzt schauen sich die Menschen nicht mehr in die Augen, wenn das Thema kommt. Viele schweigen, weil sie an den Verlust ihres Geldes denken. Nicht nur aus Scham. Auch auch Angst. Sie wollen anonym bleiben, nur nicht auffallen und am Ende doch nichts vom Gewinn abkommen. Dass alles ein großer Betrug ist - damit können sich nur Wenige abfinden. Sie wollen es auch nicht.

Denn bei allem schwingt auch noch so etwas wie Hoffnung mit: „Vielleicht klappt es ja doch noch“, sagt der Mann mit dem Bier in der Hand bei “Die Büch's - Alt-Suhler Kneipe“. Und dann lächelt er und will seinen eigenen Worten nicht glauben: „Es wäre ja schön gewesen, wenn wir aus wenig viel gemacht hätten. Und es wäre schön gewesen, wenn es das Leben mit uns einmal gut gemeint hätte.

Nur mit OneCoin haben sie echtes Falschgeld im Geldbeutel. Da in Suhl.

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