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Ralf Höcker

Der Zensor des Kapitalgraumarktes

So hilft der smarte Rechtsprofessor bei Betrug und Abzocke

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Professor Ralf Höcker ist mit sich zufrieden: Er muss ja auch nicht in die Gesichter der abgezockten Anleger schauen

Wahrscheinlich verdient Prof. Dr. Ralf Höcker immer noch nicht genug. Deshalb ist der Kölner Jurist, Fachmann für internationales Marken- und Medienrecht, inzwischen auch ein angemessener „Rechtsvertreter“ für Ganoven-Klitschen wie Autark und andere dubiose Vertreter des Betrugs- und Kapitalgraumarktes. So verliert man dann auch als Rechtsprofessor in Windeseile seinen guten Ruf.

Ein Kommentar von Jan Faber

Als Wettermoderator Jörg Kachelmann mit dem fleissigen Professor an seiner Seite die Urteile gegen die Schlachtschiffe der deutschen Journalistik erstritt, da waren manche voller Lob: Prof. Dr. Ralf Höcker aus Köln galt als Musterbeispiel eines Anwaltes, der sich für seine Mandanten einsetzt. Liebe Journalisten seid gewarnt!

Das lässt er sich gut bezahlen. Mancher Jurist wird so schnell zur Hure. Immer dann wenn der bürgerliche Rechtssinn über Bord geworfen wird. Da werden ehrenwerte Vorstellungen und Ziele schnell über Bord geworfen. Nehmen wir für den Augenblick an, dass Höcker einmal tatsächlich als Anwalt für Anstand und Ehrlichkeit gekämpft hat. Nehmen wir auch an, dass der emsige Professor sogar an seine eigenen Plädoyers glaubt, die hier in der Redaktion vorliegen.

Dann ist das, was jetzt passiert ungeheuerlich: Er verprostituiert sich an die Ganoven der Kapitalgraumarktes. An Ganoven, Betrüger, Abzocker. Es ist Höckers Aufgabe Ganoven zu verteidigen. Aber ist es auch seine Aufgabe für sie erst die juristischen Grundlagen und Grundvoraussetzungen zu schaffen? Praktisch den Freifahrtschein zum Beschiß. Damit sind Investoren, Anleger und alle Kapitalgeber den Wölfen zum Fraß freigegeben.

Ist es seine Aufgabe, Medien, Presse und Onlineplattformen zu bedrohen, manipulieren oder den letzten Rest von Pressefreiheit mit Füßen zu treten?

Immer mehr Medienhäuser und Verlage wehren sich gegen diese Art der Zensur. Höckers Ziel: Hauptsache die Wahrheit kommt nicht ans Tageslicht. Und die Kasse stimmt.


Hier die aktuelle Berichterstattung von Stiftung Warentest/Finanztest

 

Das ist die offizielle Mitteilung aus dem Hause Stiftung Warentest. Wir haben den Text noch einmal veröffentlicht, weil sonst die Darstellung bei mobilen Geräten nicht optimal ist.

 

 

Wer als Journalist vor dubiosen Anbietern warnen möchte, muss Namen nennen. Die Kanzlei Höcker Rechts­anwälte aus Köln will das verbieten. Sie versucht Journalisten einzuschüchtern, indem sie bereits vor einer Veröffent­lichung mit recht­lichen Schritten gegen die Bericht­erstattung droht. Das ist ein Angriff auf die Pressefreiheit.

Kritische Fragen werden mit Warn­schreiben beant­wortet

Firmen beauftragen häufig die Anwalts­kanzlei Höcker aus Köln, wenn Finanztest, Handels­blatt, FAZ oder Süddeutsche Zeitung kritische Fragen stellen. Anstelle der Firma antwortet dann die Kanzlei Höcker. Meist werden gleich Warn­schreiben verschickt, in denen Journalisten mit recht­lichen Konsequenzen gedroht wird, wenn sie etwa den Firmen­namen der Mandantin nennen.

Presserecht­liche Schritte angedroht

Beispiel 1: Auf Fragen, die wir der Tree Value Forestry GmbH wegen irreführender Werbung für ein Baum­investment stellten, erhielten wir eine E-Mail der Kanzlei Höcker. Zwar dürften wir kritisch über die Branche berichten. Sollten wir allerdings ihre Mandantin aus der Masse der Anbieter heraus­greifen und namentlich nennen, werde man der Firma presserecht­liche Schritte gegen Finanztest empfehlen.„Sie wissen dabei, dass auch der Autor persönlich haftet“, droht die Kanzlei der Verfasserin. Wir berichten trotzdem (Tree Value Forestry muss deutlicher auf Risiken hinweisen).

Beispiel 2: Im Fall der Autark Invest AG aus Liechten­stein, die Anlegern für riskante Anlagen bis zu 7,5 Prozent Zinsen im Jahr zahlen wollte, hat uns die Kanzlei Höcker im Namen von drei Firmen und zwei Personen zur Löschung unserer Artikel aufgefordert. Mit der Nennung der Namen im Zusammen­hang mit staats­anwalt­lichen Ermitt­lungen wegen des Verdachts des Betrugs, der Untreue und der Geld­wäscherei gehe eine Pranger­wirkung einher. Es gäbe kein begründetes Informations­interesse der Öffent­lich­keit an solchen Berichten.

Ohne Namens­nennung keine Aufklärung möglich

Das sehen wir anders. Ohne Nennung von Firmen und Personen hätten wir die Falsch­informationen über berichtete Geschäfts­erfolge nicht nach­voll­zieh­bar widerlegen können. So teilten wir den 3.600 Anlegern mit, wer der eigentliche Chef ihrer Anlagefirma ist und dass dieser der Justiz bereits durch unsaubere Finanz­geschäfte aufgefallen ist. (Drohung mit Pleite). Weiter berichteten wir, dass die Nach­richt vom Erfolg der Tochterfirma Autark Digital GmbH beim Ausbau der Breitbandnetze nicht stimmen könne, da die Gesell­schaft insolvent sei.

Warn­liste Geld­anlage

Wir haben die Artikel nicht gelöscht, sondern zwei Autark-Firmen wegen ihrer hoch­riskanten Anla­geangebote auf unsere Warnliste Geldanlage gesetzt. Unser Ziel ist es, Verbraucher früh­zeitig vor dubiosen Geld­anlagen und Firmen zu warnen. Ohne Namens­nennung geht das nicht.

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