Diese Seite verwendet Cookies.

Mehr erfahren

Rocket-Internet

Rakete ist wohl im freien Fall ganz nach unten

Warnung an die Anleger: Ganz schnell weglaufen!

Zurück

Oliver Samwer hat sich mit seinen größten Partnern schlicht überworfen: Kinnevik will seinen Weg nicht mitgehen

Die Krise bei Deutschlands größter Start-up-Fabrik Rocket Internet spitzt sich zu. Die Aktie des Unternehmens brach am Donnerstag um rund 15 Prozent bis auf rund 18 Euro ein. :gerlachreport prognostiziert ein weiteres Absinken auf unter zehn Euro. Seit dem Börsengang vor zwei Jahren hat die Rocket-Aktie damit mehr als die Hälfte ihres Werts verloren.

Der Grund für den Absturz: Der schwedische Risikokapitalgeber Kinnevik, einer der ersten Rocket-Investoren nach der Firmengründung 2007, hat die Hälfte seines Aktienpakets auf den Markt geworfen. Nach dem Teilrückzug des größten Aktionärs verlieren nun auch andere Anleger ihr Vertrauen in den Berliner Start-up-Investor. Für die Start-up-Schmiede, zu der Beteiligungen wie der Lieferdienst Delivery Hero (Lieferheld, Foodora) gehört, läuft es derzeit alles andere als rund. Die unprofitablen Mode- und Möbelbeteiligungen verlieren ständig Geld: Im Geschäftsjahr 2016 musste Rocket Internet den Wert seiner Beteiligungen teilweise um Milliardensummen nach unten korrigieren.

Kinnevik war nicht nur der zweitgrößte Aktionär von Rocket. Beide haben gemeinsam auch direkt in zahlreiche Unternehmen investiert: die Möbelhändler Home24 und Westwing etwa, oder die Global Fashion Group (GFG), in der Rocket seine Beteiligungen an Internetmodehändlern gebündelt hat. Diese Projekte bleiben trotz des Teilrückzugs bestehen. Ansonsten würde sogar Kinnevik Schlagseite bekommen. Der Einstieg bei Rocket Internet 2010 war für die Schweden lukrativ: Einschließlich Dividenden kassierte Kinnevik 500 Millionen Euro - ein Überschuss von 350 Millionen. Mit weiteren Verkäufen der restlichen Anteile wird kurzfristig gerechnet.

Zwischen den beiden Unternehmen kriselt es. Bereits 2016 hatten die Schweden beide Vertreter aus dem Aufsichtsrat von Rocket zurückgezogen. Zwist hatte es laut Insidern beim abgeblasenen Börsengang des Lebensmittellieferanten HelloFresh gegeben. Rocket-Chef Oliver Samwer habe auf die Emission gedrängt, Kinnevik habe ihn blockiert. Samwer wartet noch darauf, den Aktionären einen erfolgreichen Börsengang einer seiner Beteiligungen vorweisen zu können. Als heißester Kandidat gilt derzeit der Lieferdienst Delivery Hero. Dort zögert Finanzkreisen zufolge aber das Management noch. Schlimm: In diesem Bereichen dringt auch immer mehr Amazon vor. Schlecht für die Investoren von Rocket-Internet.

 

Zurück

The next big story

Haben Sie die nächste große Geschichte?

Möchten Sie diese mit dem :gerlachreport teilen?

Wir bieten Ihnen viele Möglichkeiten, sich mit unseren Journalisten in Verbindung zu setzen und Materialien zu liefern. Kein Kommunikationssystem ist völlig sicher, aber unsere Möglichkeiten werden helfen, Ihre Anonymität zu schützen.

Bitte senden Sie keine Rückmeldungen, Story-Ideen, Pitches, Leserbriefe oder Pressemitteilungen über diese Kanäle.

Für eine allgemeinere Korrespondenz nutzen Sie bitte unsere regulären E-Mail-Adressen.

Ihr sicherer Kontakt

Neben unseren regulären E-Mail-Adressen haben wir für vertrauliche Nachrichten und Mitteilungen ein Postfach eingerichtet, das über Pretty Good Privacy (PGP) verfügt und absolut sicher ist:

redaktion.dta@protonmail.com

Bitte hinterlassen Sie auf jeden Fall eine Telefonnummer. Wir rufen Sie innerhalb kürzester Zeit zurück.

E-Mails an die Redaktion oder Chefredaktions-Adresse werden durch die Sicherheitsabteilung überprüft. Es kann vorkommen, dass für die Verifizierung des Absenders ein Personennachweis angefordert wird, wenn der Verdacht einer Identitätsfälschung vorliegt oder vorliegen könnte.

Was ist ein guter Tipp?

Ein starker News-Tipp hat mehrere Komponenten.

Die Dokumentationen oder Nachweise sind wichtig.

Spekulationen können spannend sein. Verdächtigungen oder Behauptungen, die einer Überprüfung nicht standhalten, sind es nicht.

Eine guter Nachrichten-Tipp beschreibt ein klares und verständliches Problem. Die Suche nach Hilfe, weil großer Schaden oder Leid angerichtet wurden. Falsche Verdächtigungen helfen niemandem und führen nicht zu einer Veröffentlichung.

Aber lassen Sie sich nicht abschrecken. Manchmal ist ein kleiner Hinweis das fehlende Puzzlestück in einem gesamten Themenkomplex, der von uns ohnehin bearbeitet wird. Besonders wichtig: Hinterlassen Sie bitte eine Kontakt-Telefonnummer.

Gute Tipps sind:

Hier ist ein Beweis dafür, dass in einer Behörde, Organisation oder einem Verband gemauschelt, getrickst und getäuscht wird.

Hier ist der Beweis dafür, dass Anlegergelder falsch oder illegal benutzt werden.

Hier ist der Beweis, dass betrogen, unterschlagen oder veruntreut wird.

Hier ist der Beweis für Täuschung, falsche Versprechen und üble Abzocke.

Wir kontrollieren alle Nachrichten regelmäßig, können aber nicht versprechen, dass jeder Informant umgehend eine individuelle Antwort erhält.

Sämtliche Kommunikation unterliegt der strikten Vertraulichkeit.