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Questra-Kopf Pavel Krymov in Russland verhaftet

Russische Polizei: „Krylov hat vor den eigenen Bau geschissen“

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Alles nur Fassade: Questra World hatte weder etwas mit Spanien, noch mit Afrika zu tun: Es wurde als Ponzi-System von Russland aus gesteuert

Ohne die kasachische Polizei würde das Questra World-Betrugsnetzwerk wahrscheinlich immer noch funktionieren. Es ist den Kasachen zu verdanken, dass Pavel Krymov, der Kopf des weltweiten Questra-Betruges, in Moskau im Knast sitzt. Und das schon seit dem 6. Februar. Seine Festnahme wurde in russischen Publikationen eher am Rande erwähnt. Erstaunlich ist die Festnahme allemal: Die Staaten der ehemaligen Sowjetunion nehmen es bei internationalem Betrug eigentlich nicht so genau.

Deshalb können Banden aus diesem Raum weltweit ihr Unwesen treiben. „Krylov hat vor den eigenen Bau geschissen“, sagt ein russischer Ermittler in Moskau gegenüber :gerlachreport. Im Klartext heißt das: In Kasachstan hat der Questra-Kopf ebenfalls zahlreiche Betrügereien und andere Straftaten begangen.

Questra World und Atlantic Global Asset Management haben sich als Unternehmen aus Spanien mit engen Verbindungen auf den afrikanischen Kontinent präsentiert. Das war eine Täuschung.

Es gab schon längere Zeit Vermutungen, dass die Fäden in Ländern der ehemaligen Sowjetunion gezogen werden. Diese haben sich jetzt bewahrheitet. Der ursprünglich aus der Ukraine stammende Pavel Krymov war vor allem in der Ukraine, Weißrussland und Kasachstan tätig, heißt es aus Ermittlerkreisen.

Kasachischen Behörden hatten bereits seit Wochen ihre russischen Amtskollegen um Hilfe bei der Verhaftung gebeten. Der Zugriff erfolgte dann am Internationalen Flughafen Scheremetjewo. Bei einer routinemässigen Identitätskontrolle. Krymov wurde vor den Haftrichter in Khimki gebracht, der seine Untersuchungshaft zunächst bis zum 17. März anordnete. Danach wird mit seiner Auslieferung nach Kasachstan gerechnet. Hier wartet ebenfalls eine Haftstrafe auf ihn - oder er kauft sich frei. Eine durchaus gängige Methode in Kasachstan, wo die Gefängnisse besonders für Wohlhabende immer offene Türen haben.

Krymov soll durch Questra World, AGAM, Five Winds Asset Management und mehrere weniger bekannte Unternehmen mehr als 30 Millionen US-Dollar in die eigene Tasche gewirtschaftet haben. Bis jetzt ist nicht bekannt, wieviele Opfer ihr Geld verloren haben. Nach der Verhaftung Krymovs ist auch das „offizielle Gesicht“ von Questra World abgetaucht: Jose Manuel Gilabert wird ebenfalls von der Polizei in Europa gesucht.

Nach dem Zusammenbruch von Questra World im November letzten Jahres wurde bekannt gegeben, dass das Management des Unternehmen an die „Asia Trade Group LTD“ übergeben werden soll. Asia Trade wird von Heung Sup Han geleitet. Angeblich wurde das Unternehmen in Hongkong gegründet. Wenige Tage nach der Verhaftung von Krymov gab die Asia Trade bekannt, dass sie jetzt die Pläne aufgegeben hat, das Ponzi-Imperium zu „übernehmen“.

Es fehlen offenbar die klaren „Dienstanweisungen“: Asia Trade gehört Pavel Krylov.

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