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Wahlkampf

PROJECT Investment: NPD-Finanzierer im Nadelstreifen

Eitelkeit frisst Hirn - die PROJECT-Anleger bezahlen den faschistischen Wahlkampf

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Kaum vorstellbar, dass PROJECT-Boss Wolfgang Lippold nicht weiß oder merkt, in welcher braunen Scheisse er watet

Der 56jährige Wolfgang Dippold ist ein wichtiger Unternehmer. Vielleicht ein wenig eitel. Er liebt es, sich und seine Unternehmensgruppe in den Medien zu sehen. Eigenwerbung: „Wolfgang Dippold gründete 1995 die PROJECT Beteiligungen AG. Seit 1998 bietet PROJECT geschlossene Fonds, heute AIF (alternative Investmentfonds an). Seit 2009 konzentriert sich Wolfgang Dippold als Vorstand ausschließlich auf die Leitung der Bamberger PROJECT Investment Gruppe, zu der auch die PROJECT Beteiligungen AG und die PROJECT Vermittlungs GmbH gehören.“

Aber das ist noch nicht alles: Es gibt auch noch den weitreichenden PROJECT Immobilienbereich und natürlich, weil sich das auch gut bei den Steuern macht, eine eigene Stiftung. Es ist ein Konzern, der mit Millionen hantiert. Auch mit Millionen Anlegergeldern in seinen Fonds. Da ist es wichtig, medial präsent zu sein. Das fördert das Geschäft und zeigt den Anlegern und Investoren, dass der Mann fleissig ist und anständig Geld verdient.

Offenbar gibt es aber auch Nackenschläge: In einer Präsentation des Unternehmens wird zumindest festgestellt, dass 22 Prozent der investierten Gelder keine Gewinne abwerfen. Das wird natürlich in den Medien nicht so präsent dargestellt.

Besonders beliebt bei Dippolds Nabelschau: Seine Erfolgsgeschichten bei der Nortexa Media GmbH. Selbst Hilfsschüler können im Netz schnell recherchieren, dass das Unternehmen NPD-Chef Frank Franz und seiner Gespielin, dem Model Patricia Koperski, gehört. Koperski, deren besondere Vorzüge ein gewaltiger Vorbau sind, darf die Geschäftsführerin spielen.

Bei Nortexa werden Pressemeldungen gegen harte Euros verkauft. Das Geld fließt direkt in die Wahlkampfkassen der NPD - Franz Beitrag für die braune Schulung der Gesellschaft. Entsprechend sind auch die redaktionellen Beitrage, wenn es nicht um bezahlte Inhalte geht.

Auf der Seite finden sich viele Gescheiterten der Branche: Autark-Boss Stefan Kühn, alias Koschate, Thomas Olek von der ominösen publity AG, die MIG AG, Verbrennungsmaschine von Anlegergeldern und natürlich Wolfgang Dippold. In der Heerschar der Verlierer nimmt er eine prominente Position bei Nortexa ein. Das passt nicht zum Gewinner-Image.

:gerlachreport hat beim Unternehmen PROJECT ob der Omnipräsenz des Chefs angefragt. Die Redaktion schrieb in der Anfrage auch: „Die Nortexa ist eine Tarnorganisation der faschistischen NPD um ihren Parteivorsitzenden Frank Franz und dessen Lebensgefährtin. Dazu gehören auch andere Medien wie beispielsweise „derrepublikaner“. Mit Ihrer Zusammenarbeit fördern und unterstützen Sie direkt und unmittelbar den Wahlkampf der NPD.“

Der Pressesprecher und Leiter Marketing bei PROJECT Investment, Christian Blank, antwortete: „Die PROJECT Beteiligungen AG und ihre Tochterunternehmen unterhalten keinerlei Geschäftsbeziehung zur Nortexa Medien GmbH. Redaktionelle Anfragen von Nortexa auf unsere öffentlich zugänglichen Pressemitteilungen haben wir im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit beantwortet.“

Das ist nicht korrekt: Tatsächlich, das ergeben Unterlagen, die :gerlachreport vorliegen, bezahlt die Unternehmensgruppe für die Veröffentlichungen der braunen Verleger. Aber selbst wenn das nicht so wäre, so ist Christian Blank entweder völlig abgestumpft oder total verblödet.

Denn wer lässt schon zu, offiziell mit der Wahlkampffinanzierung einer Partei zu tun zu haben, die vom deutschen Verfassungsschutz überwacht wird? Und welcher Firmenchef würde eine derart inkompetente Person nicht auf der Stelle feuern, wenn. Ja wenn man nicht genau wüsste, in welcher braunen Scheisse man dort knietief watet und die Anlegergelder mißbraucht.

Anleger und Investoren sollten sich zukünftig genau überlegen, ob sie einem Unternehmen mit einer derartigen Sensibilität und politischen Ausrichtung ihr Geld anvertrauen sollte.

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