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Banken

Postbank verliert wegen hoher Preise die meisten Kunden

Deutsche Bank-Tochter beschwichtigt: „Es gab weniger Kündigungen als erwartet“

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Die Postbank, Tochter der Deutschen Bank, wird für die faktische Abschaffung des gebührenfreien Kontos hart bestraft - 40,5 Prozent aller Kontokündigungen entfallen auf die Bonner

Die Postbank verliert nach einer Studie der Marktforschungsgesellschaft GfK die meisten Kunden. Grund: Die faktische Abschaffung des kostenlosen Kontos. Die Deutsche-Bank-Tochter verbuchte demnach die meisten Kündigungen bei Girokonten. Das Bonner Institut hatte sein Gebührenmodell umgestellt und Gratis-Konten weitgehend abgeschafft. 40,5 Prozent der Befragten gaben an, ihr Konto bei der Deutschen-Bank-Tochter aufgelöst zu haben. Das Bonner Institut hatte Ende 2016 die Einstiegshürden für kostenlose Konten erheblich angehoben – und damit das Umsonst-Modell faktisch abgeschafft. :gerlachreport empfiehlt den Wechsel zu einer gebührenfreien Bank.

Die Postbank selbst hatte in ihrem Geschäftsbericht für 2016 noch beschwichtigend davon gesprochen, trotz der neuen Gebührenordnung die Zahl der Girokonten bei über fünf Millionen relativ stabil gehalten zu haben. Ende 2015 waren es noch 5,25 Millionen. Von einer Abwanderungswelle wollte Postbank-Produktvorstand Susanne Klöß-Braekler noch im ersten Quartal nichts wissen. Im Gegenteil: „Es gab weniger Kündigungen als erwartet“, sagte sie im Februar gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" (SZ).

An zweiter Stelle der Konto-Kündigungen rangiert der GfK-Umfrage zufolge der gesamte Sparkassensektor mit 18,8 Prozent. Auch hier wird die teils saftige Gebührenerhöhungen – unter anderem fürs Geldabheben am Automaten – der Anlass gewesen sein. Darauf folgen die Volks- und Raiffeisenbanken mit 13 Prozent sowie die Hypo-Vereinsbank mit 5,5 Prozent der Nennungen. Abgänge verzeichneten auch die Sparda-Banken mit vier Prozent sowie die Direkt-Tochter der Commerzbank, Comdirect, mit 2,3 Prozent.

Die meisten Neuabschlüsse schafften wiederum die öffentlich-rechtlichen Institute mit 17,7, dicht gefolgt von der Direktbank ING-Diba mit 15,5 sowie der Commerzbank mit 14,9 Prozent der Nennungen. Gleichauf bei den Kontoeröffnungen lagen die Comdirect und die genossenschaftlichen Geldhäuser mit jeweils 7,3 Prozent und die Postbank mit 4,6 Prozent, ermittelte der GfK.

Seit September 2016 schreibt das sogenannte Zahlungskontengesetz einen einfacheren Wechsel des Girokontos vor. Für das Übertragen von Dauer- und Lastschriftaufträgen haben nunmehr die Banken zu sorgen und nicht mehr die Kunden.

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