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OneCoin

Polizei fahndet nach Vorturner Konstantin Ignatov

Ignatova gilt in Sicherheitskreisen als „Mitglied des organisierten Verbrechens“

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Bevor die bulgarische Poluzei ihre Ermittlungen abschließen konnte, flüchtete der nahezu komplett tätowierte Ganove im feinen Zwirn in seine neue Rolle: Er wurde auch offiziell Chef des international tätigen Betrugsnetzwerkes OneCoin

Bei OneCoin wird weiter kräftig betrogen. Obwohl inzwischen in mehr als 60 Ländern gegen das Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife ermittelt wird, macht der neue Vorturner Konstantin Ignatov weiter. Jetzt sagen die Ermittler: Genug! Sie haben den Bulgaren zur internationalen Fahndung ausgeschrieben. Gegen den Bruder der „OneCoin-Erfinderin“ Dr. Ruja Ignatova, die mit richtigem Pass unter falschem Namen abgetaucht ist, wird zudem in Bulgarien ermittelt.

Ignatov gilt in Sicherheitskreisen als „Mitglied des organisierten Verbrechens“, wie :gerlachreport in der bulgarischen Hauptstadt erfuhr.

Demnach laufen bereits „seit Monaten“ Ermittlungen gegen Konstantin wegen „verschiedener schwerer Delikte wie Raub, Rauschgiftvergehen, Menschenhandel und Geldwäsche“, heißt es in Sofia. Auch mit „ungeklärten Tötungsdelikten“ wird Konstantin Ignatov, der aktenkundig seit Jahren Mitglied eines „bestimmten Zweigs der bulgarischen Mafia ist“, ermittelt.

Bevor die bulgarische Polizei ihre Ermittlungen abschließen konnte, flüchtete der nahezu komplett tätowierte Ganove im feinen Zwirn in seine neue Rolle: Er wurde auch offiziell Chef des international tätigen Betrugsnetzwerkes OneCoin/OneLife. Nahtlos übernahm er von seiner Schwester, die ebenfalls vor der Polizei flüchtete, das „Familienunternehmen“. Die Familie Ignatov hat sich nach derzeitigen Erkenntnissen „mit Millionen Anlegergeldern bestens versorgt“.

Insgesamt geht der Schaden der angeblichen Kryptowährung inzwischen in die Milliarden. Neues Ziel: Südamerika. Konstantin Igantov werden nach Erkenntnissen der Ermittler auch „enge Kontakte zu den Drogenkartellen“ nachgesagt. Ein Ermittler zum :gerlachreport: „Das System OneCoin und seine Verschachtelungen eignen sich bestens zur Geldwäsche.“

Die internationale Fahndung hat aber einen anderen Grund. :gerlachreport hatte berichtet, dass der für den 8. Oktober angekündigte Börsengang nicht stattfinden wird. Damit ist für die Betrugsermittler klar, dass „der Betrug auch in diesem Punkt komplett erfüllt ist“. Als neuer OneCoin-Vorturner steht Konstantin Ignatov in der „vollständigen Verantwortung“.

Um den Fahndungserfolg nicht zu gefährden wurde :gerlachreport gebeten, die ausstellende Behörde des internationalen Haftbefehls „nicht zu nennen“. Immerhin: Dem Vernehmen nach hat die bulgarische Staatsanwaltschaft inzwischen ebenfalls „Schritte eingeleitet, den Mann zu ergreifen“.

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