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Aras Group

Polizei fahndet nach „Key Accounter“ Frank Kahn

So zockt die Kredit-Kanaille Frank Kahn skrupellos die Unternehmer ab

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Irgendwo hinter einem dieser Fenster auf der rechten Seite ist die Ganoven-Klitsche Aras versteckt - angeblich mit 120 Mitarbeitern. Die Polizei kennt das Unternehmen nicht

Der 66jährigen Frank Kahn, „Key Account Manager“ der in Dubai ansässigen „Aras Group DWC LLC“ ist zur Fahndung ausgeschrieben. Es geht um Betrug, Erpressung, Nötigung, Urkundenfälschungen, Geldwäsche, Untreue und die Bildung einer kriminellen Vereinigung. Kahn tritt auch unter dem Namen Sebastian Müllerberg auf. Kahn, alias Müllerberg, wie auch die Aras Group, werden der organisierten Kriminalität zugeordnet. Jetzt hat jetzt auch die Polizei in Dubai Ermittlungen gegen das Gangster-Syndikat aufgenommen.

Gegen Frank Kahn, alias Müllerberg, wird bereits in Deutschland, der Schweiz, Österreich und in den USA weitreichend ermittelt. Es geht um Schäden in zweistelliger Millionenhöhe. Wie :gerlachreport erfuhr, sind die Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) in den jeweiligen Ländern über die Sachverhalte informiert.

Aus Unterlagen, die :gerlachreport vorliegen, heißt es: „Wir nehmen an, dass der Herrscher des Emirats Dubai und Premierminister, Verteidigungsminister sowie Vizepräsident der VAE, seine Exzellenz Muhammad bin Raschid Al Maktum, Verbrecherbanden wie der Aras Group keinen Boden für gewerbsmässigen Betrug aus dem Emirat heraus gewährt.“ Eine offizielle Stellungnahme des Emirs liegt derzeit noch nicht vor.

Die dubiose Aras Group vermittelt angebliche Kredite reicher Ölscheichs und Staatsfonds. So werden Unternehmer geködert, die für ihre Unternehmen nach alternativen Finanzierungen suchen. Um jedoch überhaupt in den Genuss dieser angeblichen Gelder zu kommen, müssen die Kreditsuchenden vorab hohe fünfstellige Beträge anweisen. Ferner müssen die Kreditsuchenden bei der Aras Group Unternehmen in Dubai gründen, um die entsprechenden Geschäfte abzubilden.

Für diese Unternehmen, die jedoch nie gegründet werden, kassiert die Aras Group dann erneut einen sechsstelligen Betrag ab. Wie :gerlachreport bereits berichtete, werden unterschriebene Kreditverträge aber gar nicht bezahlt - den Aras Group hat dafür gar kein Geld. Das perfide Spiel: Die angeblichen Kreditgewährungen dauern mehr als ein Jahr, bevor sie dann, trotz Unterschrift, nur ein Stück Papier wert sind.

Unter Anweisung des kriminellen Frank Kahn, der sich gerne auch als „Spezialist für Rückversicherungen“ ausgibt, werden fadenscheinige, rechtlich nicht haltbare Gründe für eine „fristlose Kreditkündigung“ versucht. Der Unternehmer ist damit sein Geld los. Denn jetzt macht die Aras Group Schäden geltend, die sie gar nicht hatte. Das geht so: Bei einem Kredit von 10 Millionen Euro, die gar nicht ausbezahlt wurde, rechnen sich Kahn und seine kriminellen Spießgesellen reich, indem sie entgangene Zinsen und Erträge zur Aufrechnung erklären. 

Die Kredit-Kanaille Kahn übernimmt dann telefonisch die Bedrohungen gegen die Geldsuchenden. Mit nahezu schriftstellerischem Geschick taucht Kahn den Zuhörer in seine Märchenwelt aus 1001-Nacht. Am Ende glaubt jeder, was dieser Betrüger am Telefon gerade alles erzählt hat. Sein Trick: Er behauptet, dass bei dem Kreditantrag nicht alles ordentlich gelaufen sei und die Aras Group nun eine Strafanzeige gegen den Antragsteller wegen "Kreditbetrugs" in Deutschland stellen will. Kein Wort davon, dass die Aras Group gewerbliche Kreditvermittlungen gar nicht durchführen darf und diese Drohung ebenso leer ist wie die Versprechen der Kredit-Kanaille. 

:gerlachreport liegen die entsprechenden Bandaufzeichnungen der Telefonate des Frank Kahn, alias Müllerberg vor.

Mit dem süffisanten Hinweis, nach der ausgesprochenen „fristlosen Kündigung“ durch die Aras Group könnte der Geldsuchende ja erneut einen Antrag stellen, geht der Kredit-Hai dann in die erneute Offensive. Warum ein Opfer nicht ein zweites Mal ausnehmen, wenn es beim ersten Mal schon so gut geklappt hat? Bei so viel Dreistigkeit stellt sich die Frage, ob die Kredit-Kanaille noch alle Tassen in seinem arabischen Schrank hat.

Er weiß sich aber auch der sicheren Seite: Die Aras Group ist in Europa rechtlich nicht zu fassen. Dubai ist faktisch ein rechtsfreier Raum, in dem sich Betrüger zum Stelldichein treffen. Am Ende wirft der Unternehmer gutes Geld schlechtem hinterher. Denn wer sich bei dem Verbrecher-Syndikat tatsächlich alles hinter falschen Namen versteckt, ist derzeit noch völlig offen.

Ob die Kredit-Kanaille tatsächlich Frank Kahn heißt, ist fraglich. Denn auch sein Alias-Name Sebastian Müllerberg ist eine Fälschung.

So wie die ganze verkommene, verlogene Person.

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