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DNL Real Estate

Playback-Präsentationen für neues Wasch- und Spülmittel

Exklusiv: „Ein geschicktes System zur Geldwäsche“

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Wolfgang J. Kunz sammelt derzeit Investorengelder in Deutschland ein. Von Investments muss dringend abgeraten werden

Wolfgang J. Kunz, Chef der DNL Real Invest AG hat alle Hände voll zu tun: Bis zum 10. April laufen die „TSO-DNL Playback-Präsentationen“. Frisches Geld muss eingeworben werden. Marktanalysten und Ermittler behaupten: Die Geldwasch-Anlage braucht offensichtlich neues Wasch- und Spülmittel. Recherchen in den USA, die :gerlachreport exklusiv vorliegen, lassen „erhebliche Zweifel an der Seriosität des Geschäftsmodells der DNL Real Estate aufkommen“. Bereits Mitte März hatte der :gerlachreport berichtet, dass zu 400 Millionen Euro von deutschen Anlegern in die USA geflossen sein sollen. Wochenlange eigene Recherchen und eine Kontrolle von Unternehmen in den Bundesstaaten Florida, Delaware, Georgia, North Carolina und Virginia brachten „kein plausibles Ergebnis für Investoren“.

Im Dickicht der TSO-Firmengruppe sind offenbar die 400 Millionen Euro Anlegergelder aus Deutschland verschwunden.

Nahezu täglich wuchs die Liste der Unternehmen, die dem Partner der DNL Real Estate AG zugerechnet werden muss: Die Unternehmensgruppe TSO - The Simpson Organization umfasst nach aktuellem Stand 255 Unternehmen. Da nehmen sich die fünf „TSO-DNL Beteiligungen“, die sich in dieser Liste finden, geradezu bescheiden aus - trotz des Volumens von 400 Millionen Euro.

Das gesamte Geschäftsmodell hat jedenfalls nicht viel mit den Versprechungen auf der Website der DNL Real Estate AG zu tun. Völlig intransparent sind auch die Erträge, die die fünf Funds erwirtschaftet haben wollen. Mitte März hatte das Unternehmen mitgeteilt, „dass die quartalsmäßigen Ausschüttungen von 2 Prozent für das 4. Quartal 2016 der jährlichen Vorzugsrenditen von 8 Prozent p.a. wie geplant aus erwirtschaften Erträgen erfolgten und in den Vermögensanlagen TSO-DNL Fund II, III und IV vorgenommen wurden. Zusätzlich wurden Sonderausschüttungen aus Mehrerträgen vorgenommen. In Summe wurden hier ca. USD 6,7 Mio. ausgeschüttet. Weiterhin wurden USD 2,9 Mio. der anteiligen Vorzugsrendite von 2% für das 4. Quartal 2016 an die Investoren der TSO-DNL Active Property, LP aus erwirtschafteten Erträgen ausgeschüttet“. Anfragen zu Details blieben unbeantwortet.

Das Geschäftsmodell und die zur Verfügung stehenden Unterlagen wurden im Auftrag von :gerlachreport in Washington geprüft. Der Certified Public Accountant (CPA) teilte in einer ersten Stellungnahme vorab mit, „dass durch das Geflecht von Unternehmen, die Intransparenz der Geschäftsvorgänge und die dubiose Mittelverwendung nicht ausgeschlossen werden kann, dass es sich um ein geschicktes System für Geldwäsche handelt“.

Wolfgang J. Kunz, bekennender Donald Trump-Anhänger, reagierte wie seine Ehefrau Kathrinchen van der Biezen-Kunz, die offiziell den Vorstandsposten bekleidet, auf Anfragen des :gerlachreport nicht.

 

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