OneCoin: „Umfangreiche Ermittlungen angelaufen“

„Aus dem Traum vom schnellen Geld wird ein Krimi“

Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat bereits seit Monaten die Verantwortlichen von OneCoin im Visier

Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat die Berichte vom :gerlachreport voll bestätigt: Gegen OneCoin wird wegen Betrugs und Geldwäsche umfangreich ermittelt. Das wurde jetzt bestätigt. Zehntausende Anleger haben Geld in die Kryptowährung Onecoin gesteckt. Es geht um Betrug und mehr als 360 Millionen Euro. Hiervon konnten inzwischen 29 Millionen Euro sichergestellt und eingefroren werden.

Wir erweitern nahezu täglich den Kreis der Täter durch immer neue Erkenntnisse bei den Ermittlungen“, hieß es gegenüber :gerlachreport von der Staatsanwaltschaft, „es ist kompletter Unsinn, dass in der OneCoin-Gemeinde die Nachrichten verbreitet werden, dass gegen die Verantwortlichen nicht mehr ermittelt. Das Gegenteil ist der Fall.

Der Traum vom schnellen Reichtum und die Versprechungen der Heerscharen von Vermittlern hatte Zehntausende Anleger in den Kauf der wertlosen OneCoin-Token getrieben. „Wir werden das nächste große Ding, sind besser als andere digitale Währungen wie etwa Bitcoin“, hieß die Devise.

Millionen Anleger weltweit glaubten und glauben dieses Versprechen. Allein in Deutschland investierten mehrere Sparer Hunderte Millionen Euro. Die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) kommentiert: „Jetzt wird aus dem Traum vom schnellen Geld ein Wirtschaftskrimi“.

Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hatte zunächst nur gegen sieben Vertreter aus dem Onecoin-Umfeld ermittelt. Dabei war der Hauptvowurf Betrug. Denn die versprochenen Gewinne sind nicht realisierbar. Bei den Verdächtigen handelt es sich in der Mehrheit um Verantwortliche der Firma „IMS International Marketing Services“, die für Onecoin tausende von Überweisungen abwickelte.

Das war auch der Bank aufgefallen und sie hatte eine Meldung gemacht: Verdacht auf Geldwäsche! Im Zuge der Ermittlungen wurde wegen der Tragweite und Fülle der Ermittlungsergebnisse das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen eingeschaltet. Von hier sind nach Informationen gegenüber inzwischen bundesweit auch die anderen Landeskriminalämter eingeschaltet, um auch gegen die Vermittler tätig werden zu können.

Einige Beschuldigte teilten über ihren Hamburger Anwalt Stephan Schulenberg laut SZ mit: „Nach derzeitiger Aktenlage wird der Vorwurf des Betruges nicht weiter verfolgt.

Die Staatsanwaltschaft erhöbe im Kern gegen seine Mandanten nur den Vorwurf, gegen das Gesetz über die Beaufsichtigung von Zahlungsdiensten verstoßen zu haben. Eine freche Lüge.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erwiderte: „Wir ermitteln weiterhin umfassend in alle Richtungen auch wegen gewerbsmässigem Betrugs und anderer Straftaten.“

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