OneCoin: Steinkeller-Brüdern wird es zu heiß

„Wir brechen alle Brücken zu OneCoin ab“

Brechen offiziell alle Brücken zum Betrugsnetzwerk OneCoin ab: Die Steinkeller Brüder Christian, Stephan und Aron Steinkeller

Sie gehörten zu den wichtigsten Partnern im Betrugssystem OneCoin. Sie haben monatlich bis zu 2,5 Millionen Euro von abgezockten Anlegern und Investoren kassiert. Nach vorliegenden Umsatzzahlen gehören die drei Brüder zu den erfolgreichsten Umsatzgrößen weltweit. Jetzt ist Schluß: Das Ende der Südtiroler kommt dabei aber wohl nicht freiwillig. Wie :gerlachreport von der Schwerpunktstaatsanwaltschaft in Bozen erfuhr „laufen derzeit mehr als 50 verschiedene Ermittlungsverfahren gegen die Beschuldigten Christian, Stephan und Aron Steinkeller“. Es geht um Unterschlagung, Veruntreuung, gewerbsmässigen Betrug und Bildung einer kriminellen Vereinigung.“ Den Ganoven-Brüdern wurde der Boden schlicht zu heiß.

Die Schleierfahndungen gegen die Brüder sind von Italien auf Österreich und die Bundesrepublik erweitert worden. Im übrigen Europa sind sie an den Flughäfen zur Ermittlung ausgeschrieben. Das bedeutet, dass jede Bewegung der Brüder sofort registriert und nach Bozen weitergeleitet wird. „Wir gehen davon aus, dass sich die Brüder einem Verfahren nicht entziehen können“, heißt es in einer Stellungnahme weiter. Im Klartext: Wo immer sich die Brüder verstecken, werden weltweit die Fangnetze ausgeworfen.

Die Steinkeller-Brüder sind die Köpfe eines Multi-Marketing-Netzwerkes, das sich über den gesamten deutschsprachigen und italienischen Markt erstreckt. „Die Steinkeller-Brüder haben es erst möglich gemacht, dass das Betrugssystem OneCoin Fuß fassen konnte“, heißt es bei den Ermittlern. Und: „Wir kennen die Strukturen des Vertriebes und weiten die Ermittlungen mit anderen Behörden auch auf andere Personen in Europa aus“.

Die Steinkeller-Brüder haben eine Spur der Verwüstung hinterlassen: Insbesondere arme Opfer haben ihre Ersparnisse geopfert, weil sie an die Versprechen „nach schnellem Reichtum geglaubt haben“, heißt es. In Bozen wird die Zahl der Opfer „auf mehrere Zehntausend“ geschätzt. Opfer werden europaweit aufgefordert, „sich an die Polizeidienststellen zu wenden und jede Aktivität, die in Namen von OneCoin/OneLife durchgeführt werden, zu melden“. Geprellte Investoren und Anleger „sollen umgehend Strafanzeigen stellen“.

In einer dürren Pressemitteilung des OneCoin-Betrugssystems heißt es: „Christian, Aron und Stephan Steinkeller sowie Stefan Lüback haben entschieden, sich anderen Aktivitäten in der Führung neuer Strukturen zuzuwenden, die besser zu ihren Ambitionen und Zielen für die Zukunft der nächsten Jahre passt. Christian, Aron und Stephan verabschieden sich vollständig vom Netzwerk-Marketing und befassen sich mit einem streng vertraulichen Projekt außerhalb des MLM-Geschäfts. Die Steinkeller Brüder haben mitgeteilt, „dass die richtige Zeit für eine Veränderung gekommen ist. Wir machen einen kompletten Schnitt und brechen alle Brücken ab. Damit können wir uns komplett auf die neuen Projekte konzentrieren.

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