OneCoin/Steinkeller-Brüder: Jetzt Betrug in Nepal

Hilfe in Nepal ist Geldwäsche für OneCoin/OneLife

Der nepalesische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Durga Prasad Bhattarai konnte ein Engagement einer angeblichen Hilfsorganisation mit dem Namen „Together for more“ nicht bestätigen

Die Steinkeller-Brüder Christian, Aron, Stephan und der neue „Superstar“ im OneCoin-Team Stefan Liback, stehen im Verdacht in Nepal oder über Nepal ein gigantischen Geldwäsche-Netz aufzubauen. Und das alles unter dem Deckmantel der Nächstenliebe. Nur: Weder die nepalesische Regierung noch deren Vertreter kennen die Steinkeller-Brüder als Heilsbringer. Auch ihr Projekt „Together for more“ ist völlig unbekannt. :gerlachreport hat die Vertretung Nepals um eine Stellungnahme gebeten - hier müsste die organisation schon wegen der engen Anbindung des Landes an UN-Hilfsprogramme bekannt sein. Ergebnis: Die Steinkellers, Liback und auch die angebliche Organisation „sind völlig unbekannt“.

Bis heute sind die Umstände des angeblichen Ausstiegs der Steinkeller-Brüder aus dem Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife zumindest „mysteriös“: Insider berichten, dass „die Steinkellers nun die neuen Strukturen der Geldwäsche und Geldflüsse für OneCoin/OneLife neu organisieren“.

Millionen von abgezockten Anlegern sind die Taschen der kriminellen Südtiroler geflossen, die von Staatsanwaltschaften in Italien, Österreich und Deutschland gesucht werden. Offenbar aus Angst vor Rückzahlungsforderungen hatten sich die Steinkeller-Brüder „offiziell“ ohne weitere Begründungen von OneCoin/OneLife verabschiedet und ein Millionengeschäft zurückgelassen.

Wer macht so etwas, wenn er nichts zu verbergen hat?

Jetzt betätigen sich die drei Steinkeller-Brüder und Staffan Liback angeblich „karitativ“ und unterstützen mit ihrem Projekt „Together for more“ „bedürftige Kinder und alte Menschen“ in Nepal. Unabhängig davon, dass es in Südtirol, Österreich oder selbst Deutschland hierfür ausreichende Projekte gegeben hätte, ist man auf politischer nepalesischer Seite „fassungslos“. Ein Sprecher bei den Vereinten Nationen in New York: „Mit knapp 30 Millionen Einwohnern, mehr als hundert verschiedenen ethnischen Gruppen und 124 unterschiedlichen Sprachen und Dialekten ist es nicht möglich, die Spuren solcher Helfer und Organisationen nachzuvollziehen. Wir gehen hier von einem Täuschungs- wenn nicht sogar Betrugsprojekt aus."

Offizielle Lesart der Steinkeller-Brüder in deren Hauspostille „Netcoo“:Noch immer gehört Nepal zu den ärmsten Ländern dieser Welt: Gut 80 Prozent der Bevölkerung leben in abgelegenen Gebieten und ernähren sich mehr schlecht als recht von landwirtschaftlichem Anbau, jedes fünfte Kind ist unterernährt. Kaum ein Nepalese hat Zugang zu Schulbildung und ärztlicher Versorgung, die Analphabeten-Rate ist hoch. Insbesondere seit dem Erdbeben im Jahre 2015 ist Nepal daher auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen.

Grund genug für die Steinkeller-Brüder, Christian, Aron, Stephan und Staffan Liback, zu helfen – und genau dort anzusetzen, wo in Nepal Hilfe und Unterstützung am nötigsten ist: Bei bedürftigen Kindern und alten Menschen, die unter der katastrophalen Lage im Lande besonders leiden und den Missständen nahezu schutzlos ausgeliefert sind. So führte das Team Steinkeller-Liback 2016 und zu Beginn dieses Jahres in Nepal fünf Projekte durch: Sie stellten zwei Schulen im Syangja District jene Schuluniformen zur Verfügung, die in Nepal Voraussetzung für den Schulbesuch und für die meisten Familien nicht erschwinglich sind – und versorgten drei Altenheime in Pokhara und dem Syangja District mit warmer Kleidung, Decken und anderen Gegenständen des täglichen Bedarfs.

Bisheriges Investitionsvolumen für die Steinkeller-Brüder bei diesen Hilfsprogrammen: Rund 5.000 Euro. Das bestätigte ein Insider gegenüber :gerlachreport. „Man will zumindest den Schein wahren“.

Die angeblichen Gutmenschen aus Südtirol sollten den Rentnern, denen sie das Geld aus der Tasche lotsten, einfach ihr Geld wiedergeben. Stattdessen schwadronieren sie: „Fünf erfolgreiche Projekte, denen nach dem Willen der Steinkeller-Brüder in den kommenden Jahren viele weitere folgen sollen. Dies alles mit dem Ziel, die Lebensumstände hilfsbedürftiger Menschen zu menschenwürdig zu gestalten, ihnen eine Zukunft zu geben und die Welt auf diesem Wege ein Stückchen besser zu machen.

Bei so viel Beweihräucherung bekommt man echte Übelkeitskrämpfe.

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