OneCoin: So retten Sie sich aus dem Dilemma

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Sie sitzen in der OneCoin-Falle? Die Fachredaktion vom :gerlachreport hilft weiter

Es sind Beträge, die schwindelig machen: Hier 27.500 Euro, dort 80.000. Und immer die bange Frage: Wie bekomme ich mein Geld zurück? Lösungen und Antworten. Ein Service von der :gerlachreport Rechtsredaktion.

Die Ausgangslage:

 

Um ein rechtliches Problem lösen zu können, ist es extrem wichtig, auf den Ausgangspunkt der vermeintlichen Geschäftes zurückzugehen und folgende Fragen ehrlich zu beantworten:

· Wie bin ich auf OneCoin aufmerksam geworden?
· Wer hat mich auf das Geschäft aufmerksam gemacht?
· Wo und in welchem Zusammenhang fand das Werbegespräch statt?
· Was wurde wie versprochen?
· Was habe ich selbst geprüft oder prüfen können?
· War ich selbst zu gierig und habe sämtliche Vorsichtsmaßnahmen ignoriert?
· Wurde das Geschäft durch einen Bekannten, Freund, Geschäftspartner oder Vermittler geschlossen?
· Was habe ich wirklich dafür bekommen und wie habe ich das Erhaltene genutzt?

Das versprochene Szenario:

 

Um das Ausmaß eines möglichen Betrugs einschätzen zu können, ist es bedeutsam, dass jeder Investor und Anleger genau prüft, ob das gemachte Verkaufsversprechen tatsächlich so eingetroffen ist.

Wurde beispielsweise ein Schulungspaket verkauft und es wurde entgegengenommen ohne das zusätzliche Versprechen „mit OneCoin reich zu werden“ oder „das investierte Geld in wenigen Monaten mindestens zu verdoppeln“, hat jeder bekommen, was er gekauft hat. Damit ist ein zusätzlicher rechtlicher Anspruch, beispielsweise einer Mängellieferung, ausgeschlossen.

Es extrem wichtig, alle Fragen schriftlich zu beantworten und entsprechende Gesprächsprotokolle zu fertigen, die bei Gericht oder außergerichtlichen Verfahren einen erheblichen Beweiswert haben können. Denken Sie auch an mögliche Zeugen, die die Verkaufsgespräche mitgehört haben oder aber entsprechende Telefonate bestätigen können. Fertigen Sie Protokolle von Werbeveranstaltungen.

Prüfen Sie Ihre Bankunterlagen und die Überweisungsträger. Hier ist es wichtig den entsprechenden „Betreff“ zu definieren. Besonders geschickt haben alle gehandelt, die eine Überweisung „unter Vorbehalt“ getätigt haben.

Die aktuelle Situation:

 

OneCoin ist ein Betrugsunternehmen. Investierte Gelder sind komplett verloren. Bis zu 70 Prozent des investierten oder angewiesenen Geldes ist inzwischen in Vertriebskanäle geflossen und von den Führungspersonen von OneCoin in Luxusobjekte investiert worden. restliche Gelder, so sie nicht durch Behörden sichergestellt sind, dürften auf Nimmerwiedersehen ihren Platz auf geheimen Konten gefunden haben.

Die jetzt angekündigten OneCoin-Maßnahmen wie ein eventueller Börsengang oder eine Realisierung der Kryptowährung sind komplett unrealistisch und gehören ins Reich der Fantasie.

Selbst wenn es einen Börsengang gäbe müsste das eingesetzte Kapital, von dem bereits 70 Prozent umverteilt wurde, durch eine entsprechende Kursteigerung realisiert werden. Diese ist aber unrealistisch, weil hinter OneCoin kein reales Geschäft, allenfalls eine Idee steckt.

Wer diese Situation in ihrer Konsequenz und Härte realistisch analysiert, verspürt nur noch Ärger, Hass und unbändige Wut. Vergessen Sie nicht: Es gibt noch eine realistische Chance das Geld wiederzubekommen.

Selbst wenn Sie Ihr Geld an ein obskures Unternehmen mit ständig wechselnden Kontoverbindungen überwiesen haben, ist Ihr nächster Ansprechpartner neben dem Unternehmen (welches denn?) der Vermittler. Sind Sie durch Familie oder Freunde auf OneCoin aufmerksam geworden, schreiben Sie das Geld ab. Meistens ist in der Familie nichts zu holen und echte Freundschaften sollten nicht am Geld kaputt gehen.

Schreiben Sie dem Vermittler und stellen Sie ihm eine kurze Frist (fünf Tage) zur Rückzahlung. Rechtliche Voraussetzung ist die Täuschungstat. Besteht diese haben Sie eine reelle Chance zumindest rechtlich an Ihr Geld zu kommen. Zahlt der Vermittler nicht, bleibt Ihnen die Möglichkeit einer umgehenden Strafanzeige. Ist er zahlungswillig aber nicht flüssig, verlangen Sie einen Zahlungsplan.

Sie können mit Strafanzeige drohen und das ist rechtlich keine Nötigung, da er Ihnen juristisch das Geld schuldet.

Sie müssen dem Geld folgen: Ist Ihr Vermittler der Letzte in der Nahrungskette, ist über ihm noch jemand. Das setzt sich beliebig fort. Am Ende ist das die einzige Möglichkeit, an die kriminellen Köpfe des Betrugsnetzwerkes OneCoin zu kommen. Die, die sich mit Ihrem Geld die Taschen gefüllt haben.

Gerne helfen wir auch Ihnen weiter. Schreiben Sie uns: redaktion@gerlachreport.com
Betreff: OneCoin

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