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OneCoin

Niederlande sagen NEE! zum Betrug

OneCoin stellt „ein unkalkulierbares Risiko“ dar

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Dr. Ruja Ignatova wird das gar nicht gefallen: Das niederländische Finanzministerium hat dem Parlament bestätigt, dass europaweit gegen das Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife ermittelt wird

Das niederländische Finanzministerium hat jetzt in einer offiziellen Stellungnahme an den Vorsitzenden der Zweiten Kammer der „Staaten General“ seine Meinung zu OneCoin/OneLife gesagt. Als Generalstaaten wird das Parlament des Königreichs der Niederlande und das des Landes Niederlande bezeichnet. Das Finanzministerium hatte von den Parlamentariern einen Fragenkatalog erhalten.

Die „Direktion Finanzmärkte“ stellte dabei fest:

· Es ist nicht möglich, einen „tatsächlichen Wert OneCoin zum Euro zu definieren“.

· OneCoin ist keine Kryptowährung. Sie ist auch keine „virtuelle Währung“, die in ein vergleichbares Schema passen würde.

· OneCoin kann nicht mit gängigen Kryptowährungen wie BitCoin oder Ethereum verglichen werden.

· OneCoin stellt „ein umkalkulierbares Risiko“ dar.

· Der „Kauf von virtuellen Währungen ist eine Investition, die mit Risiken verbunden ist“. OneCoin ist keine virtuelle Währung und deshalb sind die „Risiken nicht annähern einschätzbar“.

· Nach Ansicht der Direktion erfüllt das Netzwerk OneCoin/OneLife „die Vorgaben zur Erfüllung der Geldwäschergeln“. Klartext: Die Niederländer stufen das System als Geldwäsche ein.

· Alle Transaktionen sollen zukünftig nach den Richtlinien der Financial Intelligence Unit (FIU) - Nachrichtendienst für ungewöhnliche Geldtransaktionen - gemeldet werden.

· Schlimmer noch: Alle Transaktionen sollen sowohl der niederländischen Glückspielbehörde und der Behörde für Verbraucher und Märkte (ACM) gemeldet werden, damit die Vorgänge dann von der Justiz bewertet werden kann.

· OneCoin/OneLife wird derzeit noch „inoffiziell“ als Pyramidenspiel eingestuft, da die niederländische Glücksspielbehörde unter Berücksichtigung des Gaming Act (Glücksspielgesetz) noch keine abschließende Beurteilung getroffen hat. Die Behörden stufen OneCoin/OneLife jedoch intern bereits als solches ein.

· Die Behörden haben derzeit noch keinen Überblick, wie viele Niederländer vom Betrugssystem OneCoin/OneLife betroffen sind.

· OneCoin/OneLife wird auf europäischer Ebene unter der Verordnung (EU) 2015/849 behandelt, die die „Verhinderung der Nutzung des Finanzsystems zum Zwecke der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung“ regelt. Klartext: Sämtliche Geschäftsvorgänge von OneCoin/OneLife in Europa werden derzeit kontrolliert.

· Dazu gehört, dass europaweit „interne, nicht öffentliche Internetsysteme für die Koordination der Maßnahmen der Länder genutzt werden“. Konkret gehören dazu die Ermittlungen gegen OneCoin/OneLife in Deutschland, Italien, Indien, Großbritannien und Belgien.

· Zum Schutz der Verbraucher und Investoren von OneCoin/OneLife will die niederländische Regierung das Informationaangebot noch weiter ausbauen und umfassender über die Aktivitäten des Kriminellen Netzwerkes berichten.

Gleichzeitig wurde auch darauf hingewiesen, dass in den Niederlanden jede Beteiligung an Pyramidensystemen verboten ist. Genau wie die entsprechenden Angebote.

Deshalb ist und bleibt OneCoin/OneLife in den Niederlanden auch auf der Verbotsliste.

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