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OneCoin

Massiver DDoS-Angriff auf :gerlachreport

Rund 65 Millionen Anfragen an den :gerlachreport

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Das Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, den illegalen DDoS-Angriff auf den :gerlachreport zu verschleiern. Man war sich offenbar sicher, dass es den :gerlachreport nicht mehr geben würde

Erwischt!

Das Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife hat einen massiven illegalen DDoS-Angriff auf den :gerlachreport gestartet. Begonnen hatte alle bereits vor rund einer Woche. Am 15. August kam es dann zum Höhepunkt. Rund 65 Millionen Anfragen wurden an die Website www.gerlachreport.com gestellt.

Erwischt!

Jeder DDoS-Angriff hinterlässt Spuren. Daher weiß man, wie, wann und wo die Angriffe gestartet und ausgeführt werden. Allein aus Bulgarien gab es rund 22 Millionen Angriffe. Bulgarien ist das Mutterland der Ponzi-Queen und OneCoin-Erfinderin Dr. Ruja Ignatova. 8,3 Millionen Anfragen kamen aus Thailand, 8 Millionen aus Vietnam, 5,1 Millionen aus Rumänien und 3,2 Millionen aus Myanmar - alles Hochburgen des Betrugsnetzwerkes OneCoin/OneLife.

Erwischt!

Die Angreifer waren dumm genug, Berichterstattungen über ihre Chefin Ruja Ignaotava zu starten. Im zweitstelligen Millionenbereich lag dabei die Berichterstattung des :gerlachreport über den internationalen Haftbefehl gegen die Ponzi-Queen. Dieser Haftbefehl ist durch die indische Polizei ausgestellt und hat international in den Medien für Furore gesorgt - der Bericht wurde mehr als 100 Mal in ausländischen Medien veröffentlicht.

Erwischt!

Die technische Abteilung des :gerlachreport konnte auch ermitteln, wie und mit welcher Methode der Angriff durchgeführt wurde. Interessant war dabei, dass „reguläre“ Netze von großen Providern genutzt wurden. Normalerweise finden DDoS-Angriffe sehr geheim statt. Diese Methode konnte offenbar schon wegen der Masse nicht angewendet werden.

Erwischt!

Denial of Service (DoS; engl. für „Verweigerung des Dienstes“) bezeichnet die Nichtverfügbarkeit eines Internet-Dienstes, der eigentlich verfügbar sein sollte. Die häufigste Art ist die Folge einer Überlastung des Datennetzes. Dieses kann durch einen konzentrierten Angriff auf die Server oder sonstige Komponenten des Datennetzes erfolgen. Im Fall einer durch eine Unmenge von Anfragen verursachten Dienstblockade spricht man von einer durch Vielanfragen verbreiteten Verweigerung des Dienstes, „Distributed Denial of Service“ (DDoS). Wird die Überlastung mutwillig herbeigeführt, geschieht dies in der Regel mit der Absicht, einen oder mehrere bereitgestellte Dienste funktionsunfähig zu machen. War dies ursprünglich vor allem eine Form von Protest oder Vandalismus, werden Denial-of-Service-Attacken mittlerweile von Cyber-Kriminellen zum Kauf angeboten, um Konkurrenten zu schädigen. Ebenso werden Serverbetreiber zu einer Geldzahlung erpresst, damit ihr Internetangebot wieder erreichbar wird. DDoS-Angriffe werden international verfolgt.

Erwischt!

Unsere Leserinnen und Leser haben von den Angriffen nahezu nichts bemerkt: Die technische Infrastruktur des :gerlachreport gehört nicht umsonst zu besten der Welt. Damit wir auch weiterhin kritisch berichten können. Ein solcher Angriff kostet übrigens ein kleines Vermögen. Aber beim Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife spielt Geld ja keine Rolle - es ist ja das Geld der Anleger und Investoren.

Noch.

Der Angriff auf den :gerlachreport erfolgte in unterschiedlichen Wellen und unterschiedlicher Intensität - am Ende standen rund 65 Millionen Anfragen im Logbuch des Systems

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