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Kari Wahlroos - Abschuss in Afrika

Wir empfehlen Kari einen langen Urlaub

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Kari Wahlroos kommt nach Afrika, um die Ärmsten reich zu machen - oder was sind die wirklichen Beweggründe?

Kari Wahlroos, „Ambassador“ des Betrugsnetzwerkes OneCoin/OneLife will Anfang August nach Afrika. Das ist keine gute Idee. Denn in Südafrika, Zimbabwe, Malawi und Kenya wartet die Polizei auf ihn - in Uganda und im Kongo werden derzeit die entsprechenden Maßnahmen und Aktionen noch geplant. Der :gerlachreport hat sofort nach Bekanntwerden der Reisepläne die zuständigen Polizeidienststellen und Staatsanwaltschaften informiert und umfassende Dossiers und Hintergrundberichte des Betrugssystem OneCoin/OneLife zur Verfügung gestellt.

Bereits jetzt steht fest: In Kapstadt, Harare, Lilongwe und Nairobi wird die Polizei auf Kari Wahlroos warten. Der international gesuchte Betrüger, der zu den führenden Köpfen des Netzwerkes OneCoin/OneLife gehört, soll „schnellstens“ festzusetzt werden.

Ab dem 2. August wollte Kari Wahlroos nach Afrika. Erstes Ziel: Südafrika, Kapstadt. Sollte er tatsächlich mutig genug sein, um nach Südafrika zu reisen, dürfte seine Reise hier beendet sein. Der für Staatssicherheit zuständige Minister David Mahlobo hat nach Sicht der :gerlachreport-Dokumentation angeordnet, dass „sämtliche OneCoin/OneLife-Aktivitäten in Südafrika zu unterbinden sind“. Dazu gehören auch „personenbezogene Maßnahmen“, heißt es in Johannesburg am Sitz der Behörde.

Nicht anders sieht es in Zimbabwe aus. In Harare sind die Sicherheitsbehörden von Staatschef Robert Mugabe alarmiert: „Es kann nicht sein, dass hier weltweit agierende Halsabschneider in unser Land kommen, um uns auszurauben“, heißt es im Innenministerium. Und: „Wir werden Mittel und Wege finden, diesem Betrug ein Ende zu bereiten.“ In Harare sind die verantwortlichen Beamten besonders scharf: Durch die internationalen Sanktionen gehört das Land zu den ärmsten der Welt.

Im autokratisch regierten Malawi dürfte, wenn es dazu kommt, der Zugriff auf Kari Wahlroos und seine Helfer schnell, präzise und vor allem gnadenlos erfolgen. Die Gefängnisse im südlichen Afrika haben vor allem nicht den europäischen Komfort - „soll er kommen“, heißt es in Malawi, „wir werden ihm ein herzliches Willkommen bereiten.“

In Kenya stehen die Sicherheitsbehörden in einer „engen Koordination und Abstimmung mit anderen Sicherheitsbehörden des Commonwealth“, heißt es in Nairobi. Auch hier dürfte das Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife „keine Zukunft“ haben. Zu erfahren war, dass man sich insbesondere für die Ergebnisse „der Recherchen und Ermittlungen aus Indien interessiert.“

In Uganda und im Kongo werden die entsprechenden Maßnahmen derzeit „noch geprüft“. Die Redaktion des :gerlachreport ist „um weitergehende Informationen“ gebeten worden.

Und schon zeichnet sich für Kari Wahlroos neuer Ärger ab: Auch Pakistan will die Grenzen für das Betrugsnetzwerk dicht machen. Hier sind Termine ab dem 24. August geplant.

Rein vorsorglich hat Kari Wahlroos erst einmal angekündigt, dass die „OneLife Tour for August 2017“ „unter Vorbehalt“ stattfindet - die Termine könnten „Subject to Change“ werden.

Das sind sie eigentlich schon.

Denn Kari Wahlroos gehört - zumindest in Afrika - nicht zu den geschützten Arten. Er ist zum Abschuss freigegeben. Vielleicht sollte er den August und alle Monate danach einfach für ausgiebige Urlaube nutzen - genug Geld hat er ja bei den Anlegern schon abgezockt.

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