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OneCoin

Jetzt sind die Geister losgelassen

Zur Strafe zwei Stunden Dr. Ruja anschauen

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Die verantwortlichen im Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife sind von allen guten Geistern verlassen

Bei OneCoin/OneLife haben die Geister jetzt Ausgang. Zumindest sind sie nicht mehr einzufangen: Jeder macht, was er will. Und das vor allem falsch. Die „Geschäftsleitung“ des Betrugsnetzwerkes sah sich gezwungen, in einer internen Mail auf die fatalen Folgen gefälschter Unterlagen hinzuweisen. Die zentrale Nachricht: Wenn schon gefälscht wird, dann bitte so, dass es nicht auffällt.

Hintergrund ist die Veröffentlichung eines angeblich offiziellen Schreibens aus Vietnam, indem das Betrugsnetzwerk freudestrahlend von einer angeblich offiziellen Zulassung berichtet hatte. Tatsächlich handelte es sich bei dem Dokument, wie bei fast allem aus dem Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife, um eine Fälschung.

Jetzt kam aus dem „Hauptquartier“, vom derzeit eigentlich niemand weiß, wo das sein soll, die Nachricht, dass „offizielle Dokumente im Zusammenhang mit dem Unternehmen“ doch bitte „im Backoffice“ zu hinterlegen sind. Auf neudeutsch: Lasst euch nicht erwischen.

Kein Wort einer Entschuldigung. Stattdessen: „Wir erinnern daran, dass wichtige Dokumente, die mit unserer Tätigkeit zusammenhängen, nur über die offiziellen Firmenkanäle verbreitet werden können“.

Alle anderen Dokumente werden schlicht als „falsch“ abgekanzelt. Wobei damit feststehen dürfte, dass nahezu 98 Prozent aller im deutschsprachigen Raum verbreiteten Kampagnen und Unterlagen des Betrugsnetzwerkes OneCoin/OneLife „Fälschungen“ sein dürften.

Schließlich darf auch dieser Schwachsinn nicht fehlen: „Unsere Firma ist transparent, verantwortundbewusst und kooperativ. Sie arbeitet mit allen Behörden zusammen und sämtliche Versuche, unsere Arbeit falsch darzustellen, werden Konsequenzen haben. Unbefugte und vorsätzliche Handlungen, die dem Ruf des Unternehmens schaden, führen zu sofortigen Sanktionen im Einklang mit der geltenden internen Sanktionspolitik“.

Die Fahrt auf der OneCoin/OneLife-Geisterbahn geht also weiter. Wahrscheinlich gehört zur „internen Sanktionspolitik“ (ein anderes Wort für Strafe), zwei Stunden lang Fotos von Dr. Ruja Ignatova anzuschauen.

Wahrlich geisterliche Horrorvorstellungen.

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