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DagCoin

OneCoin ist tot: Es lebe der Nachfolger DagCoin

35 erbärmliche Minuten als Abgesang auf das Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife

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Igor E. Alberts spielt den DagCoin-Zuhälter und seine Ehefrau Andrea Cimbala die Puffmutter für die verlorenen OneCoin-Seelen

Es ist eine 35minütige Offenbarung, die Igor E. Alberts und Andreea Cimbala auf Video festgehalten haben. 35 erbärmliche Minuten als Abgesang auf das Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife. Es wird einfach in neue Kleider gesteckt und bekommt einen neuen Namen: DagCoin. Der wertlose Plunder dümpelt schon ein Jahr vor sich hin. Es mussten die Ganoven und Verbrecher von OneCoin/OneLife auftauchen, um diesen Plunder zu angeblichen Gold erstrahlen zu lassen. Denn DagCoin ist nichts wert. Und wird auch niemals etwas wert sein.

Igor E. Alberts spielt den DagCoin-Zuhälter und seine Ehefrau Andreea Cimbala die Puffmutter für die verlorenen OneCoin-Seelen, die es gilt, weltweit aufzusammeln. Igor und Andreea faseln 35 Minuten lang über die „Enttäuschungen“ in der OneCoin-World. Dreist, unverfroren, frech und ekelhaft rechnen sie jetzt mit den Strukturen des Betrugsnetzwerkes ab: Wir waren es nicht, die Bösewichte waren die anderen. Wir sind getäuscht worden. Wir haben nichts mit alledem zu tun.

Eine nahezu perfekte Scharade: Noch Ende Dezember, also vor knapp drei Wochen, ließ sich das Ehepaar aus Holland, das zu den übelsten OneCoin-Betrügern gehört, feiern: Monatlich nahmen sie mehr als 2,5 Millionen Euro bei OneCoin ein. Gelder von Investoren und Anlegern. Zurückgeben wollen sie davon nichts. Werden sie auch nicht müssen. Denn während weltweit die Ermittler noch an der OneCoin-Oberfläche kratzen, werden die Karten in diesem Betrugsspiel neu gemischt. Zuhälter Alberts und Puffmutter Cimbala spielen wieder mit.

Sie selbst, so verkünden sie erklärend auf ihrer Facebook-Seite, sind „Opfer von OneCoin“. Sie hätten den „Versprechen des Managements geglaubt“ und sie hätten aber am Ende die „OneCoin-Welt nicht mehr verstanden“, als immer mehr Verantwortliche das Weite suchten. Kein Wort des Bedauerns für die Anleger und Investoren, die Haus und Hof, Erspartes und Rente verloren haben.

Sie sollen sich nicht grämen, denn der neue Heiland der Kryptowelt ist längst erschienen: Kari Wahlroos, die rechte Hand der OneCoin-Erfinderin Ruja Ignatova, die immer noch verschwunden ist, ist der neue Held bei DagCoin. In Estland, jenen sagenumwobenen europäischen Hafen technischer Wunder und hervorragender Techniker, sei das „Wunder“ der „neuen Kryptowährung“ entstanden. Und Wahlroos habe natürlich „die besten Leute“ an seiner Seite.

Und dann faselt der Zuhälter Alberts über Blockchain und darüber, dass er jetzt „zum ersten mal die Technik verstanden“ habe, als ihm ein Helferlein des schwulen Wahlroos - „Er sah aus wie Thor aus dem Film“ - die Technik erklärt habe. Was er seinen treuen OneCoin-Jüngern bis heute für einen Mist erzählt hat, soll an dieser Stelle verschwiegen werden. Und es sei ihm, dem Zuhälter mit der Sonnenbrille auf der Stirn und dem fettigen Pferdeschwanz, eine „Erleuchtung gewesen. Zum ersten Mal wurden mir alle meine Fragen beantwortet“.

Und Puff-Mütterchen Andreea, deren stumpfes Lachen an jemanden erinnert, der gerade Ausgang aus der Irrenanstalt hat, bestätigt, dass „wir ja alle eine Gemeinde sind, die an die Kraft der Gruppe glaubt.“ Das ist der Stoff aus dem die Lügenmärchen für die neue Opferwelt der DagCoins gemacht sind.

DagCoin ist für den :gerlachreport kein Thema. So hatten wir in der Redaktionskonferenz beschlossen. Denn weder die Technologie, noch die Planung führen jemals zu einer funktionierenden Kryptowährung. Der Markt ist längst abgefrühstückt und das große Sterben der Coins hat begonnen. Und niemand in der Redaktion glaubte, dass die Menschen auf die selbe Masche, die gleiche Methode, die angestaubten Lügen reinfallen würden. DagCoin hat da gar keinen Platz. Dachten wir. Wir haben uns geirrt.

DagCoin ist ein Thema: Weil die selben Ganoven, Verbrecher, Blender und Betrüger am Werk sind. Alle, die das Netzwerk OneCoin/OneLife zu einem der größten Betrugsfälle der jüngeren Wirtschaftsgeschichte gemacht haben. Die Verantwortlichen dieses Systems, die neuen Dag-Queens und Könige frühstücken am selben Tisch. Mit neuen Versprechen: Alles wird besser. Jetzt funktioniert das System. Wir werden alle reich.

Alles Lüge.

Der feiste Igor E. Alberts und seine blöd grinsende Ehefrau Andreea Cimbala tun so, als würden sie den Scheiß, den sie da erzählen, auch tatsächlich glauben. Sie sind abgezockt genug, um noch ein paar Millionen mitzunehmen. Gierige Heuschrecken in einem Markt, in dem auch die größten Verlierer zu Gewinnern werden können, wenn sie ihre eigene Seele verkaufen. Das alles hat mit seriösem Geldverdienen nichts zu tun. Mit wirtschaftlicher Rationalität und Sachverstand schon gar nicht.

OneCoin ist tot. DagCoin lebt. Und wir haben unsere neuen Geschichten.

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